Weiterbildung: So lernen Sie unterwegs mit Mikro-Learning
Mikro-Learning macht Weiterbildung unterwegs leichter: Kurze Lerneinheiten helfen, die Pendelzeit sinnvoll und ohne grossen Druck im Alltag besser zu nutzen.

Das Wichtigste in Kürze
- Mikro-Learning macht Weiterbildung unterwegs kleiner und leichter planbar.
- Kurze Einheiten helfen besonders beim Wiederholen und Dranbleiben.
- Wer im Zug oder im Auto lernt, braucht gute Kopfhörer und eine schnelle Verbindung.
Wer hat heute noch die Nerven, sich nach einem langen Arbeitstag den ganzen Abend vor die Fachbücher zu setzen? Der Wille zur Weiterbildung ist meist da, aber unsere Zeit lässt es nicht zu. Wer Schwierigkeiten hat, grosse Teile zu lernen, kann sich ans Mikrolearning wagen. Wissen in kleinen Häppchen, die man locker in den Alltag einschiebt.
Statt eines zweistündigen Webinars gibt es eine fünfminütige Lerneinheit auf dem Smartphone. Das kann eine Vokabel-Session sein, ein kurzes Erklärvideo oder ein knackiges Quiz zu einem Fachbegriff. Der grosse Vorteil: Die Hemmschwelle sinkt massiv.
Viele scheitern an der Weiterbildung, weil sie das Projekt «Lernen» wie einen riesigen Berg vor sich herschieben. Mit Mikro-Learning wird der Druck etwas gelöst.
Statt stundenlang zu pauken sagt man sich: «Ich schaue mir jetzt kurz ein neues Gebiet an.» Aber das heisst nicht, stundenlang durch YouTube-Videos zu scrollen, sondern den roten Faden zu finden.
Weiterbildung: Die Pendelzeit nutzen um zu lernen
In der Schweiz sind laut Statistik des Bundesamts rund 80 Prozent der Erwerbstätigen Pendler. Das ist eine gewaltige Menge an Zeit, die uns quasi «geschenkt» wird, auch wenn wir sie uns nicht immer aussuchen können.

Und was wäre besser, als in dieser Zeit zu lernen. Im Zug können kleinere Texte, Fragen und Karteikarten gelernt werden.
Wer im Auto sitzt, greift zum Fach-Podcast oder zu Lern-Apps. Ideal sind gute Kopfhöhrer und eine gute Internetverbindung. So können Sie sich fokussiert auf den Podcast oder die Lern-App konzentrieren.
Das Smartphone als Hilfsmittel
Wir verbringen ohnehin schon extrem viel Zeit am Bildschirm. Laut der World Internet Project-Studie 2025 der Universität Zürich nutzen wir das Netz im Schnitt 5,7 Stunden täglich. Die jüngere Generation kommt auf sechs bis acht Stunden.

Damit Micro Learning dann noch funktioniert, dürfen wir uns nicht ablenken lassen. Öffnen Sie einfach nur die Lernapp, gehen Sie in den Flugmodus und versuchen, absolut keine anderen Nachrichten zu lesen. Nur so kann es klappen. Auch wenn eine gute Freundin oder ein guter Freund sich melden sollte, blocken Sie ab und lernen Sie solange, wie Sie es sich vorgenommen haben.
Was lässt sich «mikro» lernen?
Nicht jedes Thema eignet sich für die Hosentasche. Wer ein neues Handwerk lernen oder tief in komplexe Materie eintauchen will, braucht weiterhin strukturierte Kurse. Aber als Ergänzung ist die Methode unschlagbar für Fremdsprachen und Fachterminologie.
Ein guter «Lernhappen» braucht ein klares Ziel. Wenn Sie nach fünf Minuten nicht wissen, was Sie gerade gelernt haben, war die Einheit schlecht aufbereitet.

Erwarten Sie keine Wunderdinge, aber unterschätzen Sie die Macht der kleinen Schritte nicht. Fünf Minuten pro Tag summieren sich am Ende des Jahres auf über 30 Stunden reines Lernen. Und das ganz ohne brennende Augen am späten Abend.
Wenn es Ihnen sehr schwer fäll, fokussiert zu bleiben, können Sie sich eine Art Timer stellen: 45 Minuten Konzentration und 15 Minuten Pause. So bleiben Sie länger fokussiert.















