Mehr Meckereien als Abschlüsse: Esperia gewinnt raues Spiel
Die SCI Esperia setzt sich gegen den FC Meiringen mit 2:0 durch. Die Heimmannschaft gewinnt somit eine Partie, in der es mehr Meckereien als Torabschlüsse gibt.

Zu guter Letzt scheint das Spiel doch noch vollendet zu sein. Und nein, es handelt sich dabei keineswegs um ein Traumtor, ein Big-Save eines Torhüters oder um eine wunderschöne Einzelleistung; es handelt sich um den Platzverweis gegen den Kapitän des FC Meiringen, Noe Fehlmann.
Keineswegs sind es die Gäste, die diese Karte speziell verdient hätten, es ist die ganze Partie an sich.
Viel beschäftigter Unparteiischer
Das Spiel ist keine Viertelstunde alt, als der Unparteiische zum ersten Mal an diesem Abend seiner Hauptbeschäftigung nachgehen muss: Gemüter beruhigen und Karten verteilen.

Der erste gelbe Karton geht an Pruijs von den Mannen aus dem Haslital, es sollte auf beiden Seiten noch so mancher Karton folgen.
Und Fussball? Fehlanzeige. Beide Teams bekunden Mühe auf dem Grün im Murifeld, welches bald durch Kunstrasen ersetzt werden soll.
Gelingen tut kaum etwas. Vielleicht ist «gelingen» auch das falsche Wort; die Mannschaften konzentrieren sich schlichtweg nicht auf das Spielen, sondern auf das Meckern und Foulen.
Nach 45 Minuten hofft wohl so manch ein Zuschauer auf eine fussballerisch attraktivere zweite Halbzeit.
Endlich bisschen Fussball
Diese scheint auch zu kommen, beide Teams zeigen nun ihre Ambitionen, drei Punkte zu holen.
Die SCI Esperia kommt dabei besser weg: Mit geschicktem Pressing zwingen sie die Akteure des FC Meiringen oftmals zu Fehlpässen, langen Bällen ins Nichts oder Missverständnissen.
Aus einem solchen profitiert Nwafor von den Heimischen beinahe, Strub vom FCM kann allerdings gerade noch klären (50.). Doch erneut wird das Spiel hitzig; verbal geraten sogar die beiden Fanlager aneinander.
Und erneut fliegen auch die Karten wieder: Der kurz vorher eingewechselte Valadares von der SCI kriegt eine Gelbe für Meckern, auf der anderen Seite hat Flury Glück, dass sein Frustfoul nur dunkelgelb und nicht hellrot ist.
Wilde Schlussminuten
So läuft schon die 87. Minute, als erstmals Freudenrufe über den Platz wehen: Innenverteidiger Nnodim (SCI Esperia) verwertet einen Eckball gekonnt per Kopf zum späten 1:0.
Drei Minuten später folgt die eingangs erläuterte rote Karte gegen Fehlmann.
AUFSTELLUNGEN
SCI Esperia: Sakiri; Fornino, Maras, Nnodim, Tschan, Marzino, Bathia, Shero, Bühler, Nwafor, Bas; Iljazi, Krasniqi, Balde, Mehmeti, Valadares, Gerhardt, Marei.
SV Meiringen: Zürcher; Rieder, Roth, Strub, Jaun, Pruijs, Bossli, Kohler, Egli, Nicola Fehlmann, Noe Fehlmann; Flury, Gisler, Ammann, Fankhauser, Goglione, Althaus.
Diese sieht er, da sein Fuss im Zweikampf um den Ball den Kopf von Maras touchierte. Dieser setzte den Kopf jedoch sehr tief ein, was natürlich wieder für lange Diskussionen und Ausrufe sorgte.
Der ironische Applaus der Heimfans, welcher im Anschluss beim Abgang des Verbannten einsetzte, spricht für sich.
In der 95. besiegelt Valadares den Sieg für die SCI mit seinem Tor zum 2:0. Damit beendet er die Partie und zehn Horrorminuten für die Gäste.













