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Bildung: So klappt die Suche nach der richtigen Nachhilfe

Redaktion
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Bern,

Viele Familien suchen Nachhilfe unter Zeitdruck und entscheiden dann zu schnell. Worauf es bei der Auswahl wirklich ankommt und wo der tiefe Preis täuscht.

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Wer Nachhilfe braucht, findet in der Schweiz oft passende Bildung. - Depositphotos

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Suche nach Nachhilfe läuft oft planlos ab, obwohl sie Zeit und Geld kostet.
  • Ein passendes Angebot findet man schneller, wenn man im Voraus die Ursache kennt.
  • Achten Sie nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Qualifikationen.

Wenn die Noten schlechter werden, kann das Thema Nachhilfe schnell zum Familienmittelpunkt werden. Der Markt ist gross und für Aussenstehende kaum zu überblicken, denn ein einheitliches Qualitätslabel existiert in der Schweiz nicht.

Es lohnt sich, am Anfang viel Zeit zu investieren, um die passende Nachhilfe zu finden. Doch worauf sollte man achten?

Suchen Sie aktuell eine Nachhilfe?

Problem mit dem Kind besprechen und einkreisen

Bevor Nachhilfe gebucht wird, lohnt es sich, das tatsächliche Problem einzugrenzen. Schlechte Mathematiknoten können beispielsweise auf Rechenlücken, eine schwache Lesekompetenz oder schlicht auf Prüfungsangst beruhen.

Diese drei Ursachen verlangen völlig unterschiedliche Lösungen, wobei sich nur eine davon durch zusätzliches Üben beheben lässt. Hilfreich ist ein Gespräch mit der Klassenlehrkraft, die den Lernstand einschätzen kann.

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Oft kann bereits in der Schule etwas nachgeholfen werden, wenn die Noten nicht stimmen. - Depositphotos

Viele Schulen bieten zudem kostenlose Stützkurse oder Aufgabenhilfen an, die jedoch selten ausgeschöpft werden. Erst wenn diese Angebote nicht ausreichen, ist bezahlte Unterstützung sinnvoll.

Mathematik und Deutsch werden oft als Schwächen genannt

Laut dem nationalen PISA-Bericht 2023 des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation erreichten 19 Prozent der 15-Jährigen in der Schweiz die Mindestanforderungen in Mathematik nicht.

Im Fach Lesen gelten 25 Prozent der Jugendlichen als leistungsschwach, was sich auch in Fremdsprachen und Naturwissenschaften niederschlägt. Ein ähnliches Bild liefert die nationale Überprüfung der Grundkompetenzen am Ende der obligatorischen Schulzeit.

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Oft haben Schüler in Mathe und Deutsch Probleme. - Depositphotos

Wie die Universität Bern in ihrem nationalen Bericht von 2025 schreibt, erreichen in der Deutschschweiz rund 80 Prozent der Jugendlichen die Grundkompetenzen im Lesen. In der Orthografie liegt der Anteil bei 84 Prozent. Rund ein Fünftel bleibt also zurück, und genau in dieser Gruppe ist der Griff zur Nachhilfe besonders häufig.

Einzelunterricht, Kleingruppe oder Bildschirm

Es gibt drei Formate auf dem Markt, die unterschiedlich sinnvoll sein können. Einzelunterricht ist am teuersten, reagiert dafür aber direkt auf die individuellen Lücken des Kindes.

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Einzel-Nachhilfe kann sinnvoll sein, ist oft aber teurer. - Depositphotos

Kleingruppen mit drei bis fünf Teilnehmenden sind deutlich günstiger und die Kinder lernen zusammen. Online-Nachhilfe spart Wege und lässt sich kurzfristig ansetzen, verlangt dafür aber Selbstdisziplin und eine stabile Internetverbindung.

Nicht nur der Preis ist entscheidend

Ein tiefer Stundenansatz sagt für sich genommen wenig über die Wirkung des Unterrichts aus. Entscheidend ist, ob die Lehrperson den kantonalen Lehrplan kennt und den Stoff altersgerecht vermitteln kann.

Fragen Sie deshalb konkret nach Ausbildung, Erfahrung und Referenzen. Seriöse Anbieter nennen diese Angaben ohnehin von sich aus.

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Bildung: Achten Sie bei der Nachhilfe nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Kompetenz. - Depositphotos

Eine Probelektion gehört heute zum Standard und sollte günstig oder kostenlos sein. Dabei lohnt es sich besonders, darauf zu achten, wie die Lehrperson mit Fehlern umgeht.

Bildung: Kosten einschätzen

Da die Preise je nach Anbieter und Region erheblich schwanken, ist ein Vergleich von mindestens drei Offerten sinnvoll. Private Lehrpersonen verlangen häufig zwischen 30 und 90 Franken pro Stunde.

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Nachhilfe kann auch erst nach der Schulzeit erfolgen, beispielsweise in einer anderen Sprache. - Depositphotos

Lange Abonnements mit zwölf oder mehr Lektionen wirken auf den ersten Blick günstig, binden jedoch Kapital und Flexibilität. Kürzere Pakete mit vier bis sechs Lektionen erlauben nach wenigen Wochen eine ehrliche Zwischenbilanz.

Prüfen Sie die Kündigungsfristen, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben, und lassen Sie sich die Gesamtkosten inklusive Material schriftlich bestätigen.

Fortschritt sichtbar machen

Erfahrungsgemäss verläuft Nachhilfe ohne festes Ziel im Sand, weil niemand den Verlauf überprüfen kann. Halten Sie deshalb bereits zu Beginn schriftlich fest, welche Veränderungen innerhalb von acht bis zehn Wochen erreicht werden sollen.

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Der Fortschritt der Nachhilfe sollte jederzeit sichtbar sein. - Depositphotos

Dies kann eine bestimmte Note, ein sauber dokumentierter Lösungsweg oder ein ruhigerer Umgang mit Prüfungssituationen sein. Kurze Rückmeldungen nach jeder Lektion sind nicht nur hilfreich, sondern motivieren auch.

Wenn trotzdem keine guten Noten entstehen, sollten Sie einen Wechsel der Nachhilfe fordern. Hier gilt es, mit Feingefühl findet man dann auch die passende Nachhilfe.

Auch die Ferien sind ein Thema, denn ein Intensivkurs kann Lücken schliessen, doch Erholung gehört bei Kindern ebenso zum Lernerfolg.

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