Endlich fit werden: Personal Trainerin Sina Cordsen kann dieses Ziel unterstützen. Im Job-Protokoll erzählt sie, wo sie auch als Trainerin an Grenzen stösst.
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Fitness-Ziele für das neue Jahr? Als Personal Trainerin kann Sina Cordsen hier unterstützen. Dafür arbeitet sie meist, wenn andere Freizeit haben. - Markus Hibbeler/dpa-tmn

Das Wichtigste in Kürze

  • Personal Trainerin Silvia Cordes begleitet Menschen auf ihrem persönlichen Weg zu Fitness.
  • Neben Sport- und Gesundheitskenntnissen gehört eine hohe Sozialkompetenz zu ihrem Job.
  • Das Plus: Für jeden ihrer Kunden stellt sie einen individuellen Trainingsplan zusammen.

Viele Menschen haben in den langen Homeoffice-Phasen während der Pandemie irgendwann gemerkt: «Ich muss mich mehr bewegen!»

Wer beim Erreichen der persönlichen Fitnessziele Unterstützung braucht, bekommt sie zum Beispiel bei Sina Cordsen.

Die 32-Jährige ist Inhaberin und Geschäftsführerin ihres eigenen Studios «Die Fitalistin» in Bremen und im Vorsitz des deutschen Bundesverbands Personal Training aktiv.

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Sina Cordsen, Personal Trainerin und 2. Vorsitzende im Bundesverband Personal Training, trainiert Kundinnen und Kunden in fast jedem Alter. - Markus Hibbeler/dpa-tmn

Im Job-Protokoll erzählt sie von ihrem Joballtag und was Personal Training vom Training im Fitnessstudio unterscheidet.

Und sie sagt, warum die Kundenbetreuung gleichzeitig das grösste Glück und die grösste Herausforderung sein kann.

Mein Arbeitsalltag

Mein Arbeitstag beginnt zwischen 7 Uhr und 8 Uhr. Dann kommen entweder die ersten Kundinnen und Kunden ins Studio oder ich fahre zu ihnen.

Über den Vormittag verteilt habe ich in der Regel zwei bis vier Termine mit verschiedenen Klienten. Das kann drinnen wie draussen sein – je nachdem, welche Trainingsmethoden zum Einsatz kommen und was die Trainingsziele sind.

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Im Studio oder an der frischen Luft: Personal Trainerin Sina Cordsen entwickelt für ihre Kundinnen und Kunden individuelle Trainingspläne. - Markus Hibbeler/dpa-tmn

Um die Mittagszeit habe ich meist eine Pause. Ausserdem kümmere ich mich in dieser Zeit um Themen wie die Trainingsplanung, die Auswertung von Ernährungsprotokollen, um die Koordination von Marketingmassnahmen oder auch die Verbandsarbeit.

Am Nachmittag geht es meist etwa um 16 Uhr weiter und ich gebe bis etwa 20.30 Uhr Trainings für meine Kundinnen und Kunden.

Interesse am Mensch wichtig

Was einem immer bewusst sein muss: Man arbeitet als Personal Trainer immer dann, wenn andere Leute Freizeit haben. Die meisten trainieren nun mal vor oder nach der Arbeit, daran muss man sich anpassen.

Ausserdem muss man in erster Linie natürlich an Menschen und der Arbeit mit Menschen interessiert sein.

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Ein Interesse für Sport ist genauso wichtig wie Sozialkompetenz: Wer wie Sina Cordsen als Personal Trainerin arbeitet, muss sich gut in die Kunden hineinversetzen können. - Markus Hibbeler/dpa-tmn

Diese Sozialkompetenz ist enorm wichtig. Es hilft nichts, wenn ich einen super Trainingsplan schreiben kann, das aber nicht vermittelt bekomme.

Die schönsten Seiten des Berufs

Mit am schönsten ist es, wenn die Kunden zufrieden und glücklich sind. Ich habe einen sehr durchmischten Kundenkreis, die Jüngste ist derzeit 17, die Älteste 87. Da sind die Anforderungen sehr unterschiedlich.

Wenn eine Kundin nach einer Trainingsstunde sagt: Das tat jetzt total gut, ich fühle mich genau richtig belastet – dann ist das sehr zufriedenstellend.

Mir wird viel Dankbarkeit entgegengebracht, wenn jemand mit meiner Unterstützung die gesetzten Ziele erreichen kann.

Die grössten Herausforderungen

Auf der anderen Seite ist es eine Herausforderung, allen Kundinnen und Kunden mit ihren individuellen Wünschen und Vorstellungen gerecht zu werden.

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Die ruhigere Mittagszeit nutzt Personal Trainerin Sina Cordsen etwa für die Gestaltung von Trainingsplänen sowie für ihre Arbeit im Bundesverband Personal Training. - Markus Hibbeler/dpa-tmn

Zum Teil ist man die Person, die sagen muss: Das Ziel, in vier Wochen zehn Kilo abzunehmen, ist nicht realistisch. Das ist ein überspitztes Beispiel, aber da muss man schon sehr ehrlich sein können.

Oder man muss ganz kritisch nachfragen, wenn sich vielleicht nicht die gewünschten Erfolge einstellen: Hält sich der Kunde wie besprochen an die Ernährung?

Diese Missverständnisse begegnen mir immer wieder

Viele denken, dass Personal Training kein richtiger Beruf ist. Genau genommen kann sich auch jeder und jede so nennen, da es sich nicht um eine geschützte Berufsbezeichnung handelt.

Man muss also immer nachweisen, dass man weiss, was man da tut.

Daneben erlebe ich oft, dass Menschen eine gewisse Scheu oder Respekt davor haben, sich an einen Personal Trainer zu wenden. Viele denken, dass sie dafür nicht fit genug sind.

Aber genau das ist ja mein Job: Die Menschen auf dem Weg zu ihrem gewünschten Fitnesslevel zu begleiten.

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