Teuer, straff, schnell: AMG unter Strom
680 PS und 3 Sekunden auf Tempo 100: Der neue vollelektrische Mercedes-AMG CLA 45 schlägt im Sprint sogar den Porsche 911 GT3 RS.

Das Zeitalter der legendären Verbrenner geht auch bei AMG dem Ende entgegen: Moderne Elektro-Performance schlägt hochgezüchtete Benziner auf Schweizer Passstrassen heutzutage um Längen.
Der neue Mercedes-AMG CLA 45 4MATIC+ leistet schwindelerregende 680 PS als vollelektrische Limousine. Drei innovative Axial-Fluss-Motoren katapultieren das Fahrzeug in unfassbaren 3.0 Sekunden auf Tempo 100.
Damit beschleunigt der Stromer sogar schneller als ein Porsche 911 GT3 RS. Ein gewaltiges Drehmoment von 1759 Newtonmetern sorgt für ein radikales Fahrerlebnis im Alltag.
Revolution bei den Axial-Fluss-Motoren
AMG verbaut zwei kompakte Elektromotoren an der Hinterachse und eine Einheit an der Vorderachse. Die innovative Axial-Fluss-Technologie bietet dabei eine deutlich höhere Leistungsdichte als konventionelle E-Motoren.

Der Konkurrent Tesla Model 3 Performance setzt hingegen auf klassische Radialfluss-Antriebe mit weniger Leistung. Die Amerikaner liefern lediglich 510 PS und hinken beim Topspeed auf der Autobahn hinterher.
Der AMG erreicht spielend eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 270 Kilometern pro Stunde. Das ausgeklügelte Torque-Vectoring verteilt die gewaltige Kraft rad-individuell für maximale Agilität.
Laden und Reichweite im Schweizer Alltag
Der verbaute Akku bietet eine nutzbare Kapazität von satten 94 Kilowattstunden für hohe Reichweiten. Laut WLTP-Messung schafft die aerodynamische Limousine eine Distanz von über 670 Kilometern am Stück.

Dank fortschrittlicher 800-Volt-Architektur lädt die Batterie an Schnellladern mit bis zu 330 Kilowatt. In lediglich zehn Minuten zieht der Stromer Energie für ganze 270 Kilometer neue Reichweite.
Ein Porsche Taycan lädt zwar ähnlich zügig, verbraucht im Alltag jedoch deutlich mehr Energie. Der hohe Siliziumoxid-Anteil in den Anoden steigert die Energiedichte der Batteriezellen massiv.
Fahrgefühl und künstliche Emotionen
Um den fehlenden Motorensound zu kompensieren, verbauen die Entwickler künstliche Sitzshaker im Cockpit. Diese Systeme erzeugen spürbare Vibrationen im Takt der simulierten Schaltvorgänge beim Beschleunigen.

Die künstliche Geräuschkulisse wirkt laut Kritikern allerdings etwas aufgesetzt und gewöhnungsbedürftig. Echten V8-Fans dürften die integrierten Lautsprecher schlichtweg nicht die gewohnte mechanische Faszination vermitteln.
Klar ist bei dieser Sportversion auch: Im Vergleich zu einem normalen Mercedes CLA geht einiges an Restkomfort im Alltag verloren.
Innenraum und Platzangebot im Vergleich
Im Innenraum dominiert der gigantische Screen aus zwei grossen Bildschirmen das gesamte Armaturenbrett. Die Materialien wirken durchwegs hochwertig und extrem sauber verarbeitet.

Das abfallende Coupé-Dach schränkt die Kopffreiheit für Mitfahrer auf den hinteren Plätzen erwartbar ein. Zudem konzipierte Mercedes den AMG CLA 45 strikt als reinen Viersitzer für sportliche Fahrten.
Ein BMW i4 bietet im Fond mehr Kopfraum sowie einen bequemeren Zustieg für Passagiere. Der praktische Frunk unter der Fronthaube fasst dafür immerhin 101 Liter zusätzliches Gepäck.
Kosten und Schweizer Service-Vorteil
Der geschätzte Einstiegspreis dürfte bei den Schweizer Händlern deutlich über 80'000 Franken liegen. Sämtliche sportlichen Extras und das optionale Lichtband an der Front treiben die Kosten weiter nach oben.
Immerhin deckt das beliebte Garantiepaket Mercedes-Swiss-Integral alle regulären Servicearbeiten ab. Damit fahren Schweizer Kunden zehn Jahre oder bis 100'000 Kilometer weitgehend ohne Nebenkosten.
Wer kompromisslose Elektro-Performance sucht, erhält hier die derzeit wohl dynamischste Kompakt-Limousine.











