Swis Ski und weitere Verbände fechten die Wiederwahl von Johan Eliasch als Präsident der FIS an und wollen den Fall vor den CAS ziehen.
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Johan Eliasch bleibt Präsident der FIS. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Swiss Ski und andere Verbände wollen juristisch gegen die Wiederwahl von Eliasch vorgehen.
  • Bei der Wiederwahl zum FIS-Präsidenten seien demokratische Grundsätze unterwandert worden.
  • Die Schweiz, Österreich, Deutschland und Kroatien wollen deshalb vor den CAS ziehen.

Die Wiederwahl von Johan Eliasch als Präsident des Weltverbandes FIS ist umstritten: Die nationalen Ski-Verbände der Schweiz, von Österreich, Deutschland und Kroatien fechten den Entscheid an.

In einem Schreiben kündigten sie an, dass sie den Fall vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ziehen werden. Ein Mediensprecher des österreichischen Skiverbandes bestätigte den Wahrheitsgehalt von entsprechenden Medienberichten.

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Johan Eliasch ist seit 2021 Präsident der FIS. - Keystone

Die Kläger monieren, dass die demokratischen Grundsätze bei der Bestätigungswahl im Rahmen des 53. FIS-Kongresses in Mailand unterwandert worden seien. Die 126 Verbände hätten keine Wahl gehabt, sondern lediglich für Eliasch oder gar nicht stimmen können. Anderenfalls waren die Voten ungültig.

Aus den 70 Stimmen für den umstrittenen Schweden ergab sich so ein Resultat von 100 Prozent. Eliasch hat im Vorjahr die Nachfolge von Gian-Franco Kasper angetreten.

FIS: Umstrittene Wiederwahl

Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann bezeichnete die Wahl im «Blick» als «Muppet-Show». Diego Züger, der stellvertretende Geschäftsführer beim Schweizerischen Ski-Verband, sprach von einem schlechten Witz. «Eine Wahl, bei der die einzig gültige Stimme eine Ja-Stimme ist, entspricht nicht unserem Rechtsverständnis», so Züger.

Gegenüber «skinews.ch» kündigte Swiss-Ski weitere Informationen per Anfang nächster Woche an.

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