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FIS-CEO Urs Lehmann im Ski-Weltcup «bis zu 50 Saison-Rennen»

FIS-CEO Lehmann plant 50 Rennen pro Winter, möglicherweise auch in Argentinien. Man müsse davon wegkommen, dass jeder alle Rennen fahren wolle.

Urs Lehmann FIS
FIS-CEO Urs Lehmann will den Ski-Weltcup ausweiten. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Urs Lehmann will den Weltcup auf 50 Rennen pro Jahr ausweiten.
  • Auch ein Slalom in Argentinien, wo viele Fahrer sich vorbereiten, ist möglich.
  • In Olympia- oder WM-Jahren sollen es «leicht weniger» Rennen sein.

Urs Lehmann will als CEO der FIS den Ski-Sport verändern. Er möchte von den aus seiner Sicht alten Strukturen wegkommen und mehr Rennen haben.

Gegenüber der Agentur Keystone-SDA erläutert er seine Pläne, ohne genau ins Detail zu gehen: «Das Ziel sind für Frauen und Männer jeweils rund 45 bis 50 Rennen, wenn es keinen Grossanlass gibt.» In Jahren mit Olympia oder WM würden es «leicht weniger» sein.

Beispielsweise könnte es in der ersten Saisonhälfte mehr Wettbewerbe geben. «Nach Sölden soll kein Loch von zwei rennfreien Wochen bestehen», sagt Lehmann. Er fordert aber auch eine «cleverere» Verteilung der Rennen in verschiedenen Disziplinen.

Dieses Jahr fahren die Männer 38, die Frauen 37 Rennen. Bereits jetzt gibt es Klagen über immer höhere Belastung und kürzere Erholungsphasen. Lehmann sieht vor diesem Hintergrund kein Problem in seinen Ausweitungs-Plänen, denn: «Wir müssen vom Anspruch wegkommen, dass jede und jeder alle Rennen fährt.»

Und er sagt: «Alle, die fordern, dass es weniger Rennen geben soll, sehen das grosse Ganze nicht.» Denn im Ski-Sport werde acht Monate trainiert und nur vier Monate gefahren.

50 Ski-Rennen pro Saison – was hältst du davon?

Seine Vision sei es, globaler zu werden, nicht nur in der Alpin-Sparte. «Der Wachstumsmarkt ist definitiv nicht in Europa, sondern in Asien und Amerika.» Deswegen kann er sich auch einen Slalom in Argentinien vorstellen. Der Vorteil davon wäre, dass sich viele Fahrer bereits dort auf die Saison vorbereiten.

Des Weiteren fordert Urs Lehmann im alpinen Bereich ein einheitliches Punktesystem weltweit und auf allen Stufen. In anderen Sportarten, beispielsweise im Tennis, funktioniere dies bereits.

Kommentare

User #6186 (nicht angemeldet)

Man sollte zuerst die aktuellen Baustelln bearbeiten statt neue zu öffnen. - die Sicherheit ist katastrophal - die Pistenpräparation ist schlecht - die Rennen sind dadurch teilweise lächerlich weil alle purzeln. Das ist dann aber auch gefährlich. Oft kommt kurz nach dem Start der Heli. Dann stell ich ab weil es eine halbe Stunde Pause gibt.

Partnun123

mit Globuli im Gepäck wird dies möglich 👍😊

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