Sohn von Ueli Kestenholz (†50) meldet sich: «Flieg hoch, Papa»
Snowboard-Legende Ueli Kestenholz (†50) kommt nach einem Lawinenunglück im Wallis ums Leben. Einer seiner Söhne sendet ihm nun eine Abschieds-Botschaft.

Das Wichtigste in Kürze
- Am Sonntag verunglückte Ueli Kestenholz im Wallis tödlich.
- Nach seiner Snowboard-Karriere machte der Thuner Extremsport.
- In einem Camp wollte Kestenholz diesen Winter Tipps zur Sicherheit weitergeben.
- Swiss-Ski trauert: «Wir sprechen den Angehörigen unser tiefstes Beileid aus.»
- Sein Sohn Kalani Kestenholz meldet sich mit letzten Worten an seinen Vater.
Ueli Kestenholz ist am Sonntag nach einem Lawinenunglück im Wallis mit 50 Jahren ums Leben gekommen. Jetzt meldet sich sein Sohn Kalani Kestenholz emotional zu Wort.

Zu einem Familien-Bild – alle stehen auf einem Podest – schreibt der 16-Jährige: «Flieg hoch, Papa. Wir vermissen dich!» Dazwischen postet er ein Herz und eine Taube.
Wie Papa Ueli sind auch Kalani und sein sieben Jahre jüngerer Bruder grosse Snowboard-Fans.
Ueli Kestenholz holte als erster Schweizer Boarder Olympia-Medaille
Der 50-Jährige wurde als Snowboarder bekannt. 1998 gewann er bei den Olympischen Spielen im japanischen Nagano Bronze im Riesenslalom. Zudem gewann er WM-Medaillen und triumphierte an den X-Games.

Nach seiner Karriere blieb Kestenholz aktiv und widmete sich Foto- und Filmprojekten sowie dem Extremsport.
Auf seinem Instagram-Kanal finden sich zahlreiche Videos, die den Thuner in verschneiten Bergen oder auf dem Wasser zeigen.
«Das Leben ist zu kurz – für eine Sportart», steht auf seiner Webseite.
Swiss-Ski trauert um Ueli Kestenholz
Nachdem die Meldung durch die Medien geht, äussert sich Swiss-Ski zum Tod. Im Bezug auf seine Website schreibt der Verband in einem Nachruf: «Sein Leben war erst recht zu kurz. Viel zu kurz.»
Weiter: «Ueli liebte nicht nur das Snowboarden in all seinen Facetten.» Sondern auch das Freeriden, Speedriden, Gleitschirmfliegen, Kitesurfen, Skydiven, Surfen, Wingfoilen oder Mountainbiken. «Er blieb nach dem Rücktritt vom Wettkampfsport 2006 ein professioneller Outdoor-Sportler. Bis zu seinem letzten Atemzug.»
Swiss-Ski und die Snowboard-Community seien bestürzt. «Wir sprechen den Angehörigen und Nahestehenden von Ueli unser tiefstes Beileid aus», sagt Präsident Peter Barandun.
Ueli Kestenholz wollte Erfahrung weitergeben
Der letzte Post ist zwei Tage alt und wirbt für ein Splitboard-Camp. Dieses wurde von Ueli Kestenholz im Wallis organisiert und betreut. Die Anmeldezahl steige schnell, «jetzt wo der Pulver hier ist», schrieb Kestenholz.
Im Fokus des Camps steht etwa, wie man auch abseits der Pisten sicher fahren kann.

Im Februar und März waren je ein zwei- bis viertägiges Camp geplant. Nun kommt die schockierende Nachricht aus dem Wallis.









