Ueli Kestenholz (†50) – Augenzeuge: «Es war ein furchtbares Gefühl»
Snowboard-Legende Ueli Kestenholz (†50) kommt bei einem Lawinenunglück im Wallis ums Leben. Ein Augenzeuge berichtet, wie er das Drama erlebt hat.

Das Wichtigste in Kürze
- Ueli Kestenholz stirbt bei einem Lawinenunglück im Alter von 50 Jahren.
- Ein Augenzeuge beschreibt, wie die Suchaktion der Rettungskräfte ablief.
- Das Unglück ereignete sich am Rande einer gesperrten Piste.
Der frühere Profi-Snowboarder Ueli Kestenholz ist am Sonntag bei einem Lawinenunglück im Walliser Lötschental ums Leben gekommen.
Einen entsprechenden Medienbericht vom Dienstag hat unterdessen auch die Kantonspolizei Wallis bestätigt.
Kestenholz hinterlässt seine Frau und zwei Söhne (neun und 17 Jahre alt).

Der Ex-Profisportler, der sich dem Extremsport widmete, ist an der Ostflanke des Hockuchriz unterwegs, als es zur Lawine kommt. Kestenholz wird zwar von Rettungskräften gefunden und nach Sion ins Spital gebracht, verstirbt dort aber.
Ein Augenzeuge verfolgt die Rettungsaktion am Hockuchriz aus der Ferne. Beim «Blick» schildert er seine Beobachtungen.
Lawinen «auch an anderen Osthängen»
«Ich habe mich beim Bergbahnpersonal gemeldet, aber sie brauchten keine zusätzlichen Leute zum Sondieren», erzählt Der Augenzeuge. Er filmt die Szenen am Berg in der Folge mit und sieht, wie eine Nachlawine den Berg herunterkommt.
Später beteiligen sich mehrere Helikopter an der Suchaktion. Im Gebiet sei es bereits zuvor zu mehreren anderen Lawinen gekommen, so der Augenzeuge. «Es waren auch andere Osthänge betroffen.»
Wegen der Gefahr seien exponierte Stellen und auch eine rote Piste im Skigebiet gesperrt gewesen.
Jene Piste führt zur Hockenalp, in deren Nähe Ueli Kestenholz von der Lawine erfasst wird. «Man hat an diesem Tag aber auch in den gesperrten Bereichen sehr viele Spuren gesehen.»

Nahe dem Augenzeugen steigen schliesslich ein weiteres Rettungsteam und ein Suchhund in einen Helikopter ein. Danach bleibt er im Dunkeln.
Das nächste, traurige Update zum Vorfall im Lötschental bekommt der Augenzeuge erst zwei Tage später. «Es war ein furchtbares Gefühl, plötzlich zu realisieren, dass jemand in dieser Lawine gestorben ist.»
Ueli Kestenholz während grosser Lawinengefahr unterwegs
In der Region des Unglücks herrschte am Sonntag um die Mittagszeit eine Lawinengefahr der Stufe vier von fünf. Das berichtete SRF unter Berufung auf das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF).
Das SLF bestätigte, dass Kestenholz von einer Schneebrettlawine erfasst wurde – der gefährlichsten Art Lawine. Ob die Schweizer Sportlegende die Lawine selbst auslöste, ist unklar.









