Endlich Neuschnee: Hier musst du jetzt vor Lawinen aufpassen

Laurin Zaugg
Laurin Zaugg

Bern,

Seit vergangenem Freitag ist in der Schweiz viel Neuschnee gefallen. Was viele dabei vergessen: Mit der Schneemenge steigt auch die Lawinengefahr an.

Lawine
Aufgrund der Neuschnee-Euphorie geht die grosse Lawinengefahr aktuell etwas vergessen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Schweiz ist seit letztem Freitag reichlich Neuschnee gefallen.
  • Parallel zur Neuschneemenge stieg im Alpenraum auch die Lawinengefahr stark an.
  • Die Rega hatte am Wochenende vier Einsätze im Zusammenhang mit Lawinen.

Endlich kommt der Schnee – das haben sich vergangenes Wochenende viele Schweizerinnen und Schweizer gedacht.

Doch die romantische Winterlandschaft hat auch eine Kehrseite: Die grosse Lawinengefahr, die der Neuschnee mit sich bringt.

Von Freitagmorgen bis Sonntagabend herrschte grosse Lawinengefahr in Teilen des Schweizer Alpenraums.

Zu Beginn beschränkte sich die grosse Gefahr auf den südwestlichen Teil der Schweizer Alpen. Bis Sonntag breitete sie sich gegen Osten aus und umfasste am Sonntagabend Teile des gesamten Schweizer Alpenraums.

Dies geht aus den Lawinenbulletins der vergangenen Tage des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF hervor.

Die Neuschneemenge stieg freitags im Südwesten stark an, ehe am Samstag im mittleren Alpenraum und im Osten viel Schnee fiel. Es besteht also ein direkter Zusammenhang zwischen der grossen Neuschneemenge und der Lawinengefahr.

Struktur der Altschneedecke ist entscheidend

Thomas Stucki ist Teamleiter im Lawinenwarndienst vom SLF. Er erklärt, wie die grosse Lawinengefahr zustande kommt: «Der Neuschnee und der starke Nordwestwind sind beides Faktoren. Ganz ausschlaggebend ist auch die bestehende Schneedecke.»

Das Problem: Sie wurde bei den tiefen Temperaturen körnig, «wie Kristallzucker», sagt Stucki. Diese Struktur ist laut dem Experten sehr schwach, was eine leichte Lawinenauslösung zur Folge habe.

Lawinenkarte
Diese Karte zeigt Lawinenniedergänge der letzten drei Tagen. Je dunkler die Punkte, desto grösser die Lawinen. - Screenshot slf.ch

Da sich die körnige Struktur nur langsam stabilisiert, nimmt die Lawinengefahr nächste Woche nur sehr langsam ab, sagt Thomas Stucki.

Rega musste viermal ausrücken wegen Lawinen

Der Neuschnee hat auch schon zu Rettungseinsätzen geführt. David Suchet von der Rega sagt zu Nau.ch: «Am vergangenen Wochenende verzeichnete die Rega vier Einsätze im Zusammenhang mit Lawinen.»

Einer davon: Der Lawinenniedergang in Flumserberg SG. Dieser löste am Sonntag eine aufwendige Suchaktion aus, da unklar war, ob sich Personen in der Lawine befinden. Aktuell bestehen keine Hinweise, dass Personen verschüttet wurden.

Hast du schon mal einen Lawinenniedergang beobachtet?

Auch in Kippel VS kam es am Sonntag zu einem Rettungseinsatz aufgrund einer Lawine. Ein 50-jähriger Snowboarder wurde von der Lawine verschüttet und dabei verletzt. Das teilt die Kantonspolizei Wallis mit.

Im gesamten Alpenraum herrscht nach wie vor erhebliche Lawinengefahr.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #5490 (nicht angemeldet)

Keine "Klimageschichten" mehr ? Schon der Herbst wollte nicht und der Winter will auch nicht "mitmachen". Und übrigens nach der kurzen milderen Phase ( nur aufgrund der starken Vorderseitenanströmung vor dem kräftigen Tief) kehrt die Kälte zurück...so gegen Samstag / Sonntag dreht die Strömung wohl wieder auf Nord-Nordost-Ost.

Medicine-1

Das sind warnungen von und für systemlinge🐑! Es ist gewollt und folgt der agenda der völligen unterwerfung und angstmacherei! Merkt ihr es denn nicht ihr schlafschafe🐑? Und mit diesem schwurbelfinger ☝️ bohre ich in der nase und mit diesem 👉 in den ohren!

Weiterlesen

Lawine
6 Interaktionen
Kippel VS
Flumserberg Lawinenniedergang
Keine Verschütteten
80 Interaktionen
Eisige Temperaturen

MEHR AUS STADT BERN

Kormoran
5 Interaktionen
Zwölfpunkteplan
2 Interaktionen
Flussdeltas
Kapo Bern
2 Interaktionen
Bern