Slalom

Slalom in Kitzbühel: Meillard nach erstem Lauf auf Siegkurs

Nau Sport
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Österreich,

Am Sonntag steht mit dem Slalom der traditionelle Abschluss des Kitzbühel-Wochenendes auf dem Programm. Im Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden.

Loïc Meillard Slalom Kitzbühel
Kann Loïc Meillard im Slalom in Kitzbühel angreifen? - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Sonntag geht in Kitzbühel zum Abschluss des Rennwochenendes der Slalom über die Bühne.
  • Weltmeister Loïc Meillard jagt seinen ersten Saisonsieg – und legt im ersten Lauf vor.

Nach dem Abfahrts-Klassiker endet das Hahnenkamm-Wochenende in Kitzbühel traditionell mit dem Slalom. Die Entscheidung steht dann ab 13.30 Uhr auf dem Programm.

Zur Renn-Halbzeit sieht die Ausgangslage aus Schweizer Sicht äusserst erfreulich aus. Loïc Meillard eröffnet das Rennen und legt eine Zeit in den Schnee, an der sich alle die Zähne ausbeissen.

Der Schweizer nimmt den ersten Lauf als Leader in Angriff. Ärgster Verfolger ist Finnen-Youngster Eduard Hallberg, der den Rückstand bei 35 Hundertsteln hält. Hinter ihm liegt Henrik Kristoffersen (+0,47) auf dem dritten Platz.

Gibt es im Slalom in Kitzbühel einen Schweizer Podestplatz?

Der erste Lauf im Live-Ticker

30 – Kristoffer Jakobsen: Der Schwede fährt auf den 17. Zwischenrang. Die letzten Fahrer beweisen: Auf dieser Piste ist weiterhin viel möglich.

29 – Johannes Strolz: Jetzt dürfen die österreichischen Fans doch noch einmal jubeln. Denn: Strolz zeigt eine tolle Fahrt. Nur im zweiten Sektor kann er nicht mithalten, dort verliert er acht Zehntel. Ansonsten überzeugt Strolz aber: Mit 1,16 Sekunden Rückstand fährt er auf den elften Platz.

28 – Oscar Andreas Sandvik: Der nächste junge Norweger kann die Ausgangslage nicht nutzen. Sandvik scheidet früh im Lauf aus.

27 – Eirik Hystad Solberg: Eine gute Leistung zeigt Solberg, der den sechstschnellsten Startabschnitt hinlegt. Der 23-Jährige kann daran nicht ganz anknüpfen, fährt aber konstant weiter. Das bringt ihm mit etwas mehr als anderthalb Sekunden hinter Meillard einen Top-15-Platz ein.

26 – Tommaso Sala: Erstmals seit der Fahrt von Yule hält ein Athlet den Rückstand bei unter zwei Sekunden. Besonders durch einen starken Schluss schafft es Sala auf den 16. Zwischenrang.

25 – Filip Zubcic: Eine kontrollierte Fahrt des Kroaten reicht nicht, um mit den besten mitzuhalten. Er ist nach 25 Fahrern auf Platz 18 klassiert.

24 – Laurie Taylor: Der Brite hängt schon zum Start in der Piste an. Danach scheint er verunsichert und zeigt eine sehr verhaltene Fahrt. Mit genau zweieinhalb Sekunden Rückstand muss er um die Qualifikation für den zweiten Durchgang zittern.

23 – Dominik Raschner: Manuel Feller ist weiterhin der einsame Hoffnungsträger für die Österreicher. Denn auch Raschner verliert im ersten Lauf schon sehr viel Zeit. Mit 2,28 Sekunden Rückstand auf Meillard landet er auf dem 18. Zwischenrang.

22 – Daniel Yule: Der erfreuliche Tag aus Schweizer Sicht findet seine Fortsetzung. Daniel Yule macht einen klaren Schritt nach vorne, indem er den Rückstand auf seinen Teamkollegen mit einem soliden Lauf bei 1,27 Sekunden hält. Im Ziel nimmt er den zwölften Zwischenrang mit einem zufriedenen Lächeln zu Kentnis.

Daniel Yule
Daniel Yule macht im ersten Slalom-Lauf von Kitzbühel einen Schritt nach vorne. Er hat die Top 10 im Visier. - Keystone

21 – Samuel Kolega: Der Kroate stellt eine neu schwächste Zeit auf. Immer wieder rutscht er die Tore an, erst im letzten Teil kommt er in Schwung. Mit einem Rückstand von 2,42 Sekunden könnte es aber durchaus noch für den zweiten Lauf reichen.

20 – Albert Popov: Nach zuletzt mehreren Ausfällen schafft es Popv ins Ziel. Mit 2,14 Sekunden Rückstand ist seine Ausgangslage für den zweiten Lauf aber nicht sonderlich gut.

19 – Dave Ryding: Auch vom nächsten Routinier bleibt ein Exploit aus. Ryding verliert früh viel Zeit, steigert sich in der Folge aber noch etwas. 1,82 Sekunden verliert er auf Meillard, das reicht nur zum 14. Platz.

Dave Ryding
Dave Ryding schrieb 2022 mit dem Slalom-Sieg in Kitzbühel Geschichte. Vier Jahre später deutet wenig auf einen weiteren Exploit hin. - Keystone

18 – Michael Matt: Eine weitere Enttäuschung fürs Heimpublikum in Kitzbühel. Matt reiht sich mit 2,4 Sekunden Rückstand auf dem letzten Zwischenrang ein.

17 – Alex Vinatzer: Alex Vinatzer startet engagiert, verliert aber auch kontinuierlich Zeit. Direkt vor dem Ziel kommt es noch dicker: Den Italiener fädelt ein und scheidet aus.

16 – Marco Schwarz: Der nächste Österreicher kann an die Feller-Leistung nicht anknüpfen. Marco Schwarz kommt nicht auf Touren und landet 1,64 Sekunden hinter Meillard.

15 – Manuel Feller: Die Reihe der Podestkandidaten erweitert sich mit einem weiteren Fahrer. Feller fährt souverän und steigert sich in seinem Lauf aber kontinuierlich, mit dem mit Abstand besten Schlussektor macht er nochmal zwei Zehntel auf Meillard gut.

Als Vierter hat er eine Hundertstel Rückstand auf den dritten Kristoffersen – und liegt einen Hundertstel vor dem fünften Marchand.

Manuel Feller
Manuel Feller weiss in Kitzbühel zu überzeugen. Der Slalom-Kristallkugelgewinner von 2023/24 ist auf dem vierten Zwischenrang. - Keystone

14 – Steven Amiez: Zum zweiten Mal in Serie scheidet Steven Amiez aus. Er muss schon im Startabschnitt die Disqualifikation hinnehmen.

13 – Tanguy Nef: Auch der zweite Schweizer im Kitzbühel-Slalom weiss zu überzeugen. Er startet schwach, zeigt in der Folge aber eine ganz starke Fahrt. Nach der ersten Zwischenzeit verliert er nur noch 19 Hundertstel. Mit 0,52 Sekunden Rückstand ist er Fünfter – vier Hundertstel hinter dem Podest.

12 – Fabio Gstrein: Der Österreicher kommt überhaupt nicht in Fahrt. Er reiht sich ganz hinten im Klassement ein – sein Rückstand beläuft sich auf nahezu zwei Sekunden.

11 – Linus Strasser: Als ehemaliger Kitzbühel-Sieger zeigt Linus Strasser keinen überragenden, aber einen soliden Lauf. Er kommt mit knapp über einer Sekunde Rückstand ins Ziel.

10 – Armand Marchand: Wie viel hier noch drinliegt, zeigt der Belgier Marchand. Er startet stark und verliert in der ersten Rennhälfte weniger als zwei Zehntel. Im Ziel ist es knapp eine halbe Sekunde – damit hat er als derzeit Vierter weiter gute Chancen aufs Podest.

9 – Victor Muffat-Jeandet: Der Franzose kommt nicht auf Touren und verliert in jedem Sektor viel Zeit. Mit über anderthalb Sekunden Rückstand landet er auf dem bisher letzten Zwischenrang.

8 – Eduard Hallberg: Der Überraschungsmann der Saison knüpft in Kitzbühel an seine starke Form an. Der Finne verliert in der ersten Rennhälfte 65 Hundertstel, ist dann aber gleich gleich in zwei Sektoren schneller als Meillard. Mit 0,35 Sekunden Rückstand wird er zum ersten Verfolger.

Eduard Hallberg
Der 22-jährige Eduard Hallberg ist in Kitzbühel der ärgste Widersacher von Meillard. - Keystone

7 – Timom Haugan: Erstmals ist jemand im ersten Streckenabschnitt fast gleichschnell wie Meillard. Dann aber fährt der Norweger etwas zu kontrolliert – in mittleren Teil verliert er insgesamt fast eine Sekunde. Weil der Schlussabschnitt schneller als bei Meillard ist, hält er den Rückstand aber bei 0,88 Sekunden.

6 – Atle Lie McGrath: Der Slalom-Leader scheidet in Kitzbühel bereits im ersten Lauf aus! Der Norweger verliert im ersten Abschnitt bereits 27 Hundertstel und erhöht das Risiko danach. Über eine Welle hebelt es ihn dann aus – er verpasst das nächste Tor.

5 –Clément Noël: Nach dem nächsten Topfahrer ist klar: Der erste Lauf von Meillard war wirklich stark. Auch Noël kann damit nicht mithalten, er verliert in jedem Streckenabschnitt Zeit. Am Ende ist er mit 79 Hundertsteln Rückstand derzeit Dritter.

4 – Lucas Pinheiro Braathen: Auch Braathen holt im letzten Strecknabschnitt einige Hundertstel auf Meillard heraus. Ansonsten kann der zweite der Slalom-Wertung aber nicht mit dem führenden Schweizer mithalten. Er verliert über eine Sekunde.

3 – Henrik Kristoffersen: Der Norweger gibt eine weitere Richtzeit ab, kommt aber auch nicht an Meillard heran. Der 31-Jährige hat vor dem letzten Sektor bereits mehr als eine halbe Sekunde Rückstand. Dann holt er noch etwas auf – 47 Hundertstel fehlen am Schluss.

2 – Paco Rassat: Der zweifache Saisonsieger aus Frankreich kann mit der Fahrt von Meillard zumindest nicht mithalten. Der Franzose verliert kontinuierlich Zeit und büsst fast eine Sekunde ein. Ihm sind bei den Übergängen an manchen Hügeln aber auch Schwierigkeiten anzumerken.

1 – Loïc Meillard: Der Hoffnungsträger des Schweizer Slalomteams nimmt den Slalom als erster in Angriff. Er zieht seinen Lauf konsequent runter, ohne ersichtlich Fehler zu machen. Im Ziel wirkt er soweit zufrieden – die nächsten Fahrer werden zeigen, wie gut der Lauf wirklich war.

Die Startnummern der Schweizer

13 – Tanguy Nef

34 – Ramon Zenhäusern

37 – Marc Rochat

41 – Luca Aerni

45 – Matthias Iten

68 – Sandro Simonet

Die Ausgangslage

Die Top-Favoriten im Slalom auf dem Ganslernhang heissen Atle Lie McGrath, Lucas Braathen, Paco Rassat und Clement Noel. Mit Loïc Meillard ist aber zumindest ein Schweizer dem erweiterten Favoriten-Kreis zuzuordnen.

Loïc Meillard Slalom
Loïc Meillard ist im Slalom die klare Schweizer Nummer 1. - keystone

Aber der Weltmeister wartet in seiner Parade-Disziplin noch auf seinen ersten Saisonsieg. Zudem war Kitzbühel für Meillard bisher kein gutes Pflaster. Auf ein Top-5-Resultat wartet er auf dem Ganslernhang noch. In sieben Auftritten war ein sechster Platz das Maximum.

Swiss-Ski schickt insgesamt acht Athleten in den Kitzbühel-Slalom. Formstark präsentierte sich zuletzt Matthias Iten mit Rang sechs in Wengen. Im Gesamt-Klassement ist Tanguy Nef hinter Meillard das zweitbeste Schweizer Slalom-Ass.

Tanguy Nef Slalom
Tanguy Nef ist die Nummer 2 im Schweizer Slalom-Team. - keystone

Komplettiert wird das Schweizer Aufgebot von Daniel Yule, Ramon Zenhäusern, Marc Rochat, Luca Aerni und Sandro Simonet. Für sie alle geht es noch um ein mögliches Olympia-Ticket.

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