Entfesselter Feller verhindert Meillard-Sieg in Kitzbühel
Manuel Feller sorgt am Sonntag für einen Slalom-Heimsieg der Österreicher in Kitzbühel, Loïc Meillard wird Zweiter – Tanguy Nef landet auf Platz 7.

Das Wichtigste in Kürze
- Am Sonntag geht in Kitzbühel zum Abschluss des Rennwochenendes der Slalom über die Bühne.
- Weltmeister Loïc Meillard liegt zur Halbzeit vorn, wird am Ende hinter Feller Zweiter.
- Tanguy Nef verspielt seine Podestchancen – fährt aber in die Top 7.
Nach dem Abfahrts-Klassiker endet das Hahnenkamm-Wochenende in Kitzbühel traditionell mit dem Slalom. Dort sorgt Manuel Feller für Freudentaumel beim österreichischen Publikum: Der 33-Jährige fährt überraschend zum Heimsieg.
Loïc Meillard reiht sich direkt dahinter ein. Er zeigt den schnellsten ersten Lauf, kann im zweiten Durchgang das Tempo von Feller aber nicht mehr mitgehen. Trotzdem: Der Schweizer darf über sein erstes Kitzbühel-Podest jubeln.

Gleich dahinter klassiert sich der Deutsche Linus Strasser mit 53 Hundertsteln Rückstand ein. Ähnlich wie Feller lief der 33-Jährige seiner Bestform zueltzt hinterher, fährt im zweiten Kitzbühel-Lauf aber entfesselt. Braathen (+0,57) und Eduard Hallberg (+0,58) verpassen das Podest um wenige Hundertstel.
Tanguy Nef fehlten nach dem ersten Durchgang nur wenige Hundertstel aufs Podest. Im zweiten Lauf bleibt der grosse Angriff nach vorne aber aus, trotzdem wird er starker Siebter.

Mit Daniel Yule rundet ein dritter Schweizer das positive Teamresultat ab. Mit zwei soliden Läufen fährt der Walliser auf den zwölften Platz. Mit seinem zweiten Top-15-Rang erfüllt der Routinier die nötigen Bedingungen für Olympia.
Die Top 3
1. Manuel Feller (AUT) 1:40.60
2. Loïc Meillard +0,35
3. Linus Strasser (GER) +0,53
Ferner
7. Tanguy Nef +0,81
12. Daniel Yule +1,38
Der zweite Lauf im Live-Ticker
30 – Loïc Meillard: Meillard geht mit einem guten Vorsprung in den letzten Durchgang und startet gut. Im zweiten Abschnitt reicht es aber nicht ganz, er fällt noch hinter den entfesselten Feller zurück. Um 0,35 Sekunden verpasst er den ersten Slalom-Saisonsieg, fährt aber erstmals aufs Kitzbühel-Podest.
29 – Eduard Hallberg: Der junge Finne kann nicht ganz das Tempo von Feller mitgehen. Für Hallberg scheitert der Traum vom nächsten Podest knapp, er klassiert sich fünf Hundertstel hinter Strasser ein.
28 – Henrik Kristoffersen: Kein guter Lauf vom Halbzeit-Dritten. Bei Kristoffersen rattern die Skier gewaltig – er wird weit zurückgespült. Der achte Zwischenrang ist für ihn eine grosse Enttäuschung. Bitter für ihn: Das Publikum bejubelt die Leistung ausgelassen, denn dadurch ist Feller auf dem Podest.
27 – Manuel Feller: Das Publikum in Kitzbühel flippt aus. Wie in seinen besten Zeiten geht Manuel Feller mit wilder Entschlossenheit in den Lauf. Der Start verläuft zwar nicht ganz nach Plan, dann fährt er in der zwiten Hälfte aber allen davon: Feller übernimmt die Führung mit 53 Hundertsteln Vorsprung!

26 – Armand Marchant: Im Vergleich zu Nef sieht die Fahrt von Marchant schon mehr nach Angriff aus. Doch auch er kann im dritten Streckenabschnitt nicht mit Strasser mithalten. Weil auch der Schlussteil nicht der schnellste ist, fehlen dem Belgier im Ziel elf Hundertstel.
25 – Tanguy Nef: Weiter geht es mit dem zweitletzten Schweizer im Rennen. Die nötige ganz grosse Attacke auf dei Podestplätze bleibt aus. Mit einer äusserst runden Fahrt kommt er nicht an Strasser und Braathen heran.

24 – Clément Noël: Es rummelt und rattert beim Franzosen. Trotzdem hält er im oberen Streckenteil noch mit Strasser mit. Am Ende ist diese Fahrt aber nicht gut genug: Er fällt mit 29 Hundertsteln Rückstand auf den dritten Rang zurück.
23 – Timon Haugan: Ein weiterer Top-Fahrer kommt deutlich nicht an Strasser heran. Haugan kann zwar mit den starken Schlussabschnitten des Deutschen mithalten, hatte aber in der ersten Rennhälfte grosse Probleme. Er reiht sich auf dem dritten Platz ein.
22 – Paco Rassat: Der zweifache Saisonsieger Paco Rassat schüttelt im Ziel ungläubig den Kopf. Der Franzose kommt überhaupt nicht ins Fahren und fällt beinahe eine Sekunde hinter Strasser zurück. Damit landet er noch hinter Yule und Jakobsen auf dem sechsten Zwischenrang.
21 – Linus Strasser: Der Deutsche hält im zweiten Lauf überhaupt nichts zurück: Er fährt voll auf Attacke. Und obwohl der zweite Sektor nicht nach Plan verläuft, wird er belohnt. Durch eine tolle zweite Rennhälfte setzt sich der Deutsche knapp vor Braathen an die Spitze.

20 – Johannes Strolz: Enttäuschung für den nächsten Österreicher. Er kommt im zweiten Lauf nicht wie gewünscht ins Fahren. Mit mehr als einer Sekunde Rückstand fällt er sogar noch hinter Teamkollege Gstrein zurück.
19 – Lucas Pinheiro Braathen: Als einer der Mitfavoriten enttäuschte Braathen im ersten Durchgang. Im zweiten Lauf erreicht er aber wieder Normalform: Durch einen besonders guten Mittelteil übernimmt er die Führung deutlich.
18 – Daniel Yule: Der Walliser zeigt auch im zweiten Lauf eine sehr solide Fahrt. Auf Gstrein verliert er zwar koninuierlich Zeit und doch fehlen im Ziel nur acht Hundertstelsekunden. Mit dem zweiten Top-15-Rang erfüllt er seine Olympia-Limite.

17 – Benjamin Ritchie: Was für ein Befreiungsschlag für Ritchie. Der Amerikaner knüpft an seinen guten ersten Lauf an und fährt auf den dritten Zwischenrang.
16 – Victor Muffat-Jeandet: Der Altstar fährt seinen Lauf deutlich zu kontrolliert, das Restrisiko fehlt. Damit kann er Gstrein nicht fordern – er fällt eine Dreiviertelsekunde hinter den Führenden zurück.
15 – Eirik Hystad Solberg: Nach einem starken ersten Durchgang fällt Solberg im zweiten zurück. Grund dafür ist ein grosser Fehler gleich zu Beginn des Laufs, der ihn weit zurückwirft. Mit 1,7 Sekunden Rückstand ist er im Ziel Zehnter.
14 – Marco Schwarz: Anders als die Teamkollegen Sturm und Gstrein gelingt Schwarz im zweiten Lauf keine Verbesserung. Ganz im Gegenteil: Der ehemalige Kristallkugelgewinner fädelt ein und scheidet aus.

13 – Kristoffer Jakobsen: Der sonst oft wilde Jakobsen bleibt diesmal extrem stabil. Er lanciert einen ernsthaften Angriff auf die Führung und verliert in keinem Abschnitt besonders viel Zeit. Am Ende fehlen ihm 13 Hundertstel auf Gstrein.
12 – Dave Ryding: Auch der britische Routinier – Kitzbühel-Sieger von 2022 – beisst sich an den aktuellen Top 3 die Zähne aus. Weil er im letzten Abschnitt zu viel Zeit verliert, fällt Ryding eine Hundertstel hinter den derzeit dritten Joshua Sturm zurück.
11 – Tommaso Sala: Er kommt im zweiten Lauf lange überhaupt nicht auf Touren. Am Ende wird er zwar etwas schneller, trotzdem fällt er auf den vierten Rang zurück.
10 – Fabian Ax Schwartz: Eine weitere sehr ordentliche Fahrt. Der Schwede kann mit Gstrein zwar deutlich nicht mithalten, fährt aber auf den zweiten Zwischenrang.
9 – Fabio Gstrein: Der nächste Österreicher lässt das Heimpublikum jubeln. Gstrein geht im zweiten Lauf voll auf Angriff und fährt der Konkurrenz in jedem einzelnen Abschnitt davon. Mit einer dreiviertelsekunde vor Sturm übernimmt er die Führung.

8 – Hans Grahl-Madsen: Der Norweger zeigt eine ordentliche Leistung im zweiten Durchgang und fährt auf den dritten Zwischenrang.
7 – Juan Hernandez Del Campo: Er fährt definitiv nicht mit dem letzten Risiko. Deshalb verliert Del Campo letztlich viel Zeit. Der Spanier mit Startnummer 58 bringt seinen Lauf aber ins Ziel und sichert sich damit Weltcup-Punkte.
6 – Joshua Sturm: Ein Österreicher übernimmt die Führung in Kitzbühel: Sturm zeigt einen starken zweiten Durchgang, bei dem er sich laufend steigern kann. Beinahe eine halbe Sekunde vor Popov setzt er sich an die Spitze.
5 – Albert Popov: Die neue Bestzeit wird von Albert Popov aufgestellt. Der Bulgare überzeugt besonders im zweiten Sektor. In der Endabrechnung ist er 29 Hundertstel schneller als Major.
4 – Filip Zubcic: Der Kroate kann nicht mit der Zeit von Major mitgehen. Er verliert kontinuierlich Zeit und liegt trotz einem guten Schlussspurt eine gute halbe Sekunde zurück.
3 – Billy Major: Jetzt wurde der zweite Durchgang erstmals komplett absolviert. Billy Major bringt seinen Lauf ins Ziel und wird punkten.
2 – Dominik Raschner: Gleich der nächste Ausfall. Auch Dominik Raschner bringt siene Fahrt nicht ins Ziel, er scheidet nach der ersten Zwischenzeit aus.
1 – Antoine Azzolin: Den Auftakt im zweiten Lauf macht der Franzose Azzolin. Er hat mit Startnummer 43 den Sprung in die Top 30 geschafft. Doch leider endet der zweite Durchgang für ihn früh: Er fädelt ein und bleibt ohne Punkte.
Meillard, Nef und Yule sorgen für gute Schweizer Ausgangslage
Zur Renn-Halbzeit sieht die Ausgangslage aus Schweizer Sicht äusserst erfreulich aus. Loïc Meillard eröffnet das Rennen und legt eine Zeit in den Schnee, an der sich alle die Zähne ausbeissen.

Der Schweizer nimmt den ersten Lauf als Leader in Angriff. Ärgster Verfolger ist Finnen-Youngster Eduard Hallberg, der den Rückstand bei 35 Hundertsteln hält. Hinter ihm liegt Henrik Kristoffersen (+0,47) auf dem dritten Platz.
Tanguy Nef ist nur fünf Hundertstel langsamer als Kristoffersen – liegt damit aber auf dem sechsten Zwischenrang. Er hat mit 0,17 Sekunden Rückstand auf den zweiten Platz aber eine hervorragende Ausgangslage.

Und auch Daniel Yule weiss im ersten Slalom-Lauf von Kitzbühel zu überzeugen. Der Walliser zeigt einen stabilen Lauf und liegt auf dem 13. Zwischenrang.
Ramon Zenhäusern, Marc Rochat, Luca Aerni und Matthias Iten scheiden allesamt aus.
Die Ausgangslage nach dem ersten Lauf
1. Loïc Meillard 50.97
2. Eduard Hallberg (FIN) +0,35
3. Henrik Kristoffersen (NOR) +0,47
4. Manuel Feller (AUT) +0,48
5. Armand Marchand (BEL) +0,49
6. Tanguy Nef +0,52
13. Daniel Yule +1,27
Der erste Lauf im Live-Ticker
45 – Matthias Iten: Bei der zweiten Schweizer Slalom-Riege ist heute der Wurm drin – auch Iten bringt seinen Lauf nicht ins Ziel. Dabei startete er hervorragend und war zur Rennhalbzeit mit 1,19 Sekunden Rückstand voll auf Kurs für den zweiten Lauf.
41 – Luca Aerni: Und noch ein Schweizer Ausfall. Aerni liegt vor dem Schlssteil bereits sehr weit zurück – die Hoffnung auf den zweiten Lauf sind bereits verschwunden. Dann hebelt es auch ihn noch aus dem Rennen.
37 – Marc Rochat: Der nächste Schweizer startet eigentlich sehr gut: Im ersten Abschnitt ist Rochat auf dem zwölften Zwischenrang. Dann scheidet aber auch er aus.

34 – Ramon Zenhäusern: Nach der guten Fahrt in Adelboden ist Zenhäusern zurück im Formtief. Nach der Enttäuschung in Wengen rattert es auch während seinem ersten Kitzbühel-Lauf gewaltig. Am Ende scheidet er aus – seine Zeit hätte aber wohl eh nicht für den zweiten Lauf ausgereicht.
30 – Kristoffer Jakobsen: Der Schwede fährt auf den 17. Zwischenrang. Die letzten Fahrer beweisen: Auf dieser Piste ist weiterhin viel möglich.
29 – Johannes Strolz: Jetzt dürfen die österreichischen Fans doch noch einmal jubeln. Denn: Strolz zeigt eine tolle Fahrt. Nur im zweiten Sektor kann er nicht mithalten, dort verliert er acht Zehntel. Ansonsten überzeugt Strolz aber: Mit 1,16 Sekunden Rückstand fährt er auf den elften Platz.
28 – Oscar Andreas Sandvik: Der nächste junge Norweger kann die Ausgangslage nicht nutzen. Sandvik scheidet früh im Lauf aus.
27 – Eirik Hystad Solberg: Eine gute Leistung zeigt Solberg, der den sechstschnellsten Startabschnitt hinlegt. Der 23-Jährige kann daran nicht ganz anknüpfen, fährt aber konstant weiter. Das bringt ihm mit etwas mehr als anderthalb Sekunden hinter Meillard einen Top-15-Platz ein.
26 – Tommaso Sala: Erstmals seit der Fahrt von Yule hält ein Athlet den Rückstand bei unter zwei Sekunden. Besonders durch einen starken Schluss schafft es Sala auf den 16. Zwischenrang.
25 – Filip Zubcic: Eine kontrollierte Fahrt des Kroaten reicht nicht, um mit den besten mitzuhalten. Er ist nach 25 Fahrern auf Platz 18 klassiert.
24 – Laurie Taylor: Der Brite hängt schon zum Start in der Piste an. Danach scheint er verunsichert und zeigt eine sehr verhaltene Fahrt. Mit genau zweieinhalb Sekunden Rückstand muss er um die Qualifikation für den zweiten Durchgang zittern.
23 – Dominik Raschner: Manuel Feller ist weiterhin der einsame Hoffnungsträger für die Österreicher. Denn auch Raschner verliert im ersten Lauf schon sehr viel Zeit. Mit 2,28 Sekunden Rückstand auf Meillard landet er auf dem 18. Zwischenrang.
22 – Daniel Yule: Der erfreuliche Tag aus Schweizer Sicht findet seine Fortsetzung. Daniel Yule macht einen klaren Schritt nach vorne, indem er den Rückstand auf seinen Teamkollegen mit einem soliden Lauf bei 1,27 Sekunden hält. Im Ziel nimmt er den zwölften Zwischenrang mit einem zufriedenen Lächeln zu Kentnis.

21 – Samuel Kolega: Der Kroate stellt eine neu schwächste Zeit auf. Immer wieder rutscht er die Tore an, erst im letzten Teil kommt er in Schwung. Mit einem Rückstand von 2,42 Sekunden könnte es aber durchaus noch für den zweiten Lauf reichen.
20 – Albert Popov: Nach zuletzt mehreren Ausfällen schafft es Popv ins Ziel. Mit 2,14 Sekunden Rückstand ist seine Ausgangslage für den zweiten Lauf aber nicht sonderlich gut.
19 – Dave Ryding: Auch vom nächsten Routinier bleibt ein Exploit aus. Ryding verliert früh viel Zeit, steigert sich in der Folge aber noch etwas. 1,82 Sekunden verliert er auf Meillard, das reicht nur zum 14. Platz.

18 – Michael Matt: Eine weitere Enttäuschung fürs Heimpublikum in Kitzbühel. Matt reiht sich mit 2,4 Sekunden Rückstand auf dem letzten Zwischenrang ein.
17 – Alex Vinatzer: Alex Vinatzer startet engagiert, verliert aber auch kontinuierlich Zeit. Direkt vor dem Ziel kommt es noch dicker: Den Italiener fädelt ein und scheidet aus.
16 – Marco Schwarz: Der nächste Österreicher kann an die Feller-Leistung nicht anknüpfen. Marco Schwarz kommt nicht auf Touren und landet 1,64 Sekunden hinter Meillard.
15 – Manuel Feller: Die Reihe der Podestkandidaten erweitert sich mit einem weiteren Fahrer. Feller fährt souverän und steigert sich in seinem Lauf aber kontinuierlich, mit dem mit Abstand besten Schlussektor macht er nochmal zwei Zehntel auf Meillard gut.
Als Vierter hat er eine Hundertstel Rückstand auf den dritten Kristoffersen – und liegt einen Hundertstel vor dem fünften Marchand.

14 – Steven Amiez: Zum zweiten Mal in Serie scheidet Steven Amiez aus. Er muss schon im Startabschnitt die Disqualifikation hinnehmen.
13 – Tanguy Nef: Auch der zweite Schweizer im Kitzbühel-Slalom weiss zu überzeugen. Er startet schwach, zeigt in der Folge aber eine ganz starke Fahrt. Nach der ersten Zwischenzeit verliert er nur noch 19 Hundertstel. Mit 0,52 Sekunden Rückstand ist er Fünfter – vier Hundertstel hinter dem Podest.
12 – Fabio Gstrein: Der Österreicher kommt überhaupt nicht in Fahrt. Er reiht sich ganz hinten im Klassement ein – sein Rückstand beläuft sich auf nahezu zwei Sekunden.
11 – Linus Strasser: Als ehemaliger Kitzbühel-Sieger zeigt Linus Strasser keinen überragenden, aber einen soliden Lauf. Er kommt mit knapp über einer Sekunde Rückstand ins Ziel.
10 – Armand Marchand: Wie viel hier noch drinliegt, zeigt der Belgier Marchand. Er startet stark und verliert in der ersten Rennhälfte weniger als zwei Zehntel. Im Ziel ist es knapp eine halbe Sekunde – damit hat er als derzeit Vierter weiter gute Chancen aufs Podest.
9 – Victor Muffat-Jeandet: Der Franzose kommt nicht auf Touren und verliert in jedem Sektor viel Zeit. Mit über anderthalb Sekunden Rückstand landet er auf dem bisher letzten Zwischenrang.
8 – Eduard Hallberg: Der Überraschungsmann der Saison knüpft in Kitzbühel an seine starke Form an. Der Finne verliert in der ersten Rennhälfte 65 Hundertstel, ist dann aber gleich gleich in zwei Sektoren schneller als Meillard. Mit 0,35 Sekunden Rückstand wird er zum ersten Verfolger.

7 – Timom Haugan: Erstmals ist jemand im ersten Streckenabschnitt fast gleichschnell wie Meillard. Dann aber fährt der Norweger etwas zu kontrolliert – in mittleren Teil verliert er insgesamt fast eine Sekunde. Weil der Schlussabschnitt schneller als bei Meillard ist, hält er den Rückstand aber bei 0,88 Sekunden.
6 – Atle Lie McGrath: Der Slalom-Leader scheidet in Kitzbühel bereits im ersten Lauf aus! Der Norweger verliert im ersten Abschnitt bereits 27 Hundertstel und erhöht das Risiko danach. Über eine Welle hebelt es ihn dann aus – er verpasst das nächste Tor.
5 –Clément Noël: Nach dem nächsten Topfahrer ist klar: Der erste Lauf von Meillard war wirklich stark. Auch Noël kann damit nicht mithalten, er verliert in jedem Streckenabschnitt Zeit. Am Ende ist er mit 79 Hundertsteln Rückstand derzeit Dritter.
4 – Lucas Pinheiro Braathen: Auch Braathen holt im letzten Strecknabschnitt einige Hundertstel auf Meillard heraus. Ansonsten kann der zweite der Slalom-Wertung aber nicht mit dem führenden Schweizer mithalten. Er verliert über eine Sekunde.
3 – Henrik Kristoffersen: Der Norweger gibt eine weitere Richtzeit ab, kommt aber auch nicht an Meillard heran. Der 31-Jährige hat vor dem letzten Sektor bereits mehr als eine halbe Sekunde Rückstand. Dann holt er noch etwas auf – 47 Hundertstel fehlen am Schluss.
2 – Paco Rassat: Der zweifache Saisonsieger aus Frankreich kann mit der Fahrt von Meillard zumindest nicht mithalten. Der Franzose verliert kontinuierlich Zeit und büsst fast eine Sekunde ein. Ihm sind bei den Übergängen an manchen Hügeln aber auch Schwierigkeiten anzumerken.
1 – Loïc Meillard: Der Hoffnungsträger des Schweizer Slalomteams nimmt den Slalom als erster in Angriff. Er zieht seinen Lauf konsequent runter, ohne ersichtlich Fehler zu machen. Im Ziel wirkt er soweit zufrieden – die nächsten Fahrer werden zeigen, wie gut der Lauf wirklich war.
Die Ausgangslage
Die Top-Favoriten im Slalom auf dem Ganslernhang heissen Atle Lie McGrath, Lucas Braathen, Paco Rassat und Clement Noel. Mit Loïc Meillard ist aber zumindest ein Schweizer dem erweiterten Favoriten-Kreis zuzuordnen.

Aber der Weltmeister wartet in seiner Parade-Disziplin noch auf seinen ersten Saisonsieg. Zudem war Kitzbühel für Meillard bisher kein gutes Pflaster. Auf ein Top-5-Resultat wartet er auf dem Ganslernhang noch. In sieben Auftritten war ein sechster Platz das Maximum.
Swiss-Ski schickt insgesamt acht Athleten in den Kitzbühel-Slalom. Formstark präsentierte sich zuletzt Matthias Iten mit Rang sechs in Wengen. Im Gesamt-Klassement ist Tanguy Nef hinter Meillard das zweitbeste Schweizer Slalom-Ass.

Komplettiert wird das Schweizer Aufgebot von Daniel Yule, Ramon Zenhäusern, Marc Rochat, Luca Aerni und Sandro Simonet. Für sie alle geht es noch um ein mögliches Olympia-Ticket.












