Mit diesem Song fährt Veronica Fusaro an den ESC in Wien
«Alice» – so heisst der Titel, mit dem Veronica Fusaro die Schweiz am ESC in Wien vertritt. Die Pop-Rock-Ballade stammt aus ihrem letzten Album.
Das Wichtigste in Kürze
- Veronica Fusaro tritt mit ihrem Song «Alice» am diesjährigen ESC in Wien an.
- Die Ballade thematisiert unterschiedliche Formen von Gewalt gegenüber Frauen.
- Die Thuner Musikerin wird den Titel im Halbfinal am 14. Mai präsentieren.
Jetzt ist es offiziell: Veronica Fusaro (28) tritt mit dem Song «Alice» für die Schweiz am diesjährigen Eurovision Song Contest an. Der internationale Musikwettbewerb findet vom 12. bis 16. Mai in Österreichs Hauptstadt Wien statt. Fusaro wird den Song im zweiten Halbfinale am 14. Mai auf der Bühne präsentieren.
Die dreiminütige Ballade, bestehend aus einer Mischung aus Pop und Rock, erzählt von einer Frau, deren persönliche Grenzen überschritten werden. Der moderne Beitrag soll musikalische Energie mit einer klaren Botschaft verbinden.

Der Song thematisiert Gewalt in unterschiedlichen Formen – nicht nur körperlich, sondern auch psychisch, etwa durch Machtmissbrauch und Kontrolle. Die Figur Alice steht stellvertretend für Frauen, die Gewalt erfahren – auch in Formen, die nicht immer sichtbar sind.
«Der Song handelt von einer Frau namens Alice, ist sogar nach ihr benannt. Aber sie selbst kommt kein einziges Mal zu Wort. Sie wird komplett zum Objekt des Gegenübers», sagt Interpretin Veronica Fusaro. Der Titel macht damit hörbar, wie Betroffenen ihre Stimme genommen werden kann.
Über 600 Konzerte gespielt
Bei dem musikalischen Werk handelt es sich um einen Titel aus Fusaros zweitem Album «Looking for Connection», welches im Oktober 2025 erschien. Darin erzählt die Künstlerin vom Leben in der Postmoderne und dem wachsenden Bedürfnis nach Echtheit.

Veronica Fusaro hat sich in den letzten zwölf Jahren Jahren in der Musikbranche einen Namen gemacht. 2016 wurde die aus Thun BE stammende Sängerin als «SRF 3 Best Talent» ausgezeichnet. Seither spielte sie über 600 Konzerte im In- und Ausland.
«Verdammt schöne Sache»
Fusaro selbst bezeichnet es als «ultra-mega-giga-crazy», dass sie die Schweiz am weltgrössten Musikwettbewerb vertreten darf.

«Ich bringe Liebe, Leidenschaft und Ehrgeiz für die Musik, fürs Songwriting und fürs Auftreten mit», freute sich die 28-Jährige bei der Bekanntgabe ihrer Teilnahme im Januar. «Das ist einfach eine so verdammt schöne Sache.»
Die Halbfinals des 70. Eurovision Song Contests werden am 12. und 14. Mai 2026 auf SRF zwei, das Finale am 16. Mai 2026 live aus der Wiener Stadthalle auf SRF 1 übertragen. In diesem Jahr treffen Künstlerinnen und Künstler aus 35 Ländern aufeinander.












