Skispringen: Deutscher Tournee-Hoffnungsträger kämpft mit Höhenangst
Philipp Raimund kämpfte noch im März mit Höhenangst – nun ist er ein Tournee-Hoffnungsträger der Deutschen. Er sagt: «Das Skispringen hat mich geheilt.»

Das Wichtigste in Kürze
- Philipp Raimund erreicht beim Skispringen teilweise Weiten bis 140 Meter.
- «Ich hatte definitiv Probleme mit Höhenangst», gibt der 25-Jährige zu.
- Durch Therapie hat er seine Probleme offenbar erfolgreich bekämpfen können.
- In der Innsbruck-Quali belegt Raimund allerdings nur Platz 15.
Heute steht in Innsbruck das dritte Springen der Vierschanzentournee an. Auf der Bergiselschanze heben die Skispringer nach 90 Metern Anlauf mit einem Tempo von über 90 km/h vom Schanzentisch ab. Darauf folgen bis zu 140 Meter weite Flüge.

Einer, dem eine solche Weite zugetraut werden kann, ist Philipp Raimund. Der Deutsche ist momentan die Nummer 3 im Weltcup und auf Platz 6 der Tournee-Wertung. Dabei hat der 25-Jährige eigentlich Höhenangst.
Raimund über Höhenangst: «Verliere die Kontrolle»
Noch im März hatte Raimund auf Wettkämpfe verzichtet – wegen seiner Angst. Dadurch verpasste er letztendlich den Weltcupabschluss. Heute sagt er gegenüber dem norwegischen Rundfunk «NRK»: «Ja, ich hatte definitiv Probleme mit Höhenangst.»

Sein Körper habe teilweise darauf reagiert und er habe nichts mehr dagegen tun können. «Ich verliere dann die Kontrolle und kann mich nur noch von aussen beobachten», schildert er.
Raimund: «Skispringen hat mich geheilt»
Im Sommer habe er daran in Therapie aber intensiv gearbeitet. Dabei sei es um Konfrontationstherapie gegangen: Er musste sich den Ängsten stellen. Heute findet er: «Ich würde sagen, das Skispringen hat mich geheilt.»

Tatsächlich ist der Vorjahres 24. in dieser Saison plötzlich auf dem dritten Platz der Weltcup-Wertung. An der Vierschanzentournee ist er weiterhin Deutscher Hoffnungsträger.
Dem «NRK» sagt Raimund: «Zum Glück habe ich das Problem mit meinem Mentaltrainer in den Griff bekommen. Das ist für mich jetzt abgehakt.»
Die Quali am Samstag verläuft für Raimund aber nicht wunschgemäss: Er belegt Rang 15.
















