ESC 2026 verliert massiv an Zuschauern
Beim ESC 2026 in Wien schalteten 35 Millionen Menschen weniger ein als im Rekordjahr 2025. Boykotte einiger Länder erklären den Rückgang nur teilweise.

Der Eurovision Song Contest 2026 erreichte weltweit 131 Millionen TV-Zuschauer, wie das «SRF» berichtet. Der Rekordwert von 166 Millionen aus dem Vorjahr in Basel blieb damit deutlich unerreicht.
Fünf Länder hatten den Wettbewerb aus Protest gegen die Israel-Teilnahme boykottiert. Island, Irland, Spanien, die Niederlande und Slowenien schickten 2026 keine Vertreter, wie «news.de» festhält.
Diese Boykottländer standen im Vorjahr zusammen für mehr als 28 Millionen Zuschauer. Damit lässt sich der Gesamtrückgang von 35 Millionen jedoch nicht vollständig erklären, so das «SRF».
Grosse Länder mit sinkenden Einschaltquoten
Auch in wichtigen Teilnehmerstaaten sanken die Quoten teils erheblich. Polen verlor 3,8 Millionen Zuschauer, Grossbritannien 3,7 Millionen und Frankreich 3,3 Millionen, berichtet EBU.
ESC-Chef Martin Green äusserte sich dennoch kämpferisch zu den Zahlen, wie «ESC kompakt» berichtet. Er erklärte, man werde sich mit ganzer Kraft darum bemühen, die fünf fehlenden Mitglieder 2027 zur Rückkehr zu bewegen.
In Deutschland verfolgten insgesamt rund 8,94 Millionen Menschen das Finale in der ARD und auf ONE. Das entsprach einem Gesamtmarktanteil von 46,8 Prozent.
Schweizer Nati als starke Konkurrenz zu ESC
Auch in der Schweiz brach der Marktanteil des ESC ein, wie das «SRF» meldet. Als Gründe nennt der Sender das Fehlen der Schweiz im Finale sowie ein zeitgleich laufendes Eishockey-WM-Spiel der Nati.

Auf Social Media legte der ESC hingegen weiter zu. Bis Ende Mai wurden mehr als 2,75 Milliarden Aufrufe gezählt, berichtet das «SRF».
Die höchsten TV-Marktanteile erzielten Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark mit bis zu 92,8 Prozent, wie das «SRF» weiter berichtet.












