Studie

Antikörper-Studie ebnet Weg für mögliche Parkinson-Impfung

Esada Kunic
Esada Kunic

Österreich,

Neue Ergebnisse aus einer internationalen Studie nähren Hoffnungen auf eine Parkinson-Impfung – mit österreichischer Beteiligung.

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Neue Studienergebnisse nähren Hoffnungen auf eine Parkinson-Impfung mit dem Wirkstoff Prasinezumab. (Symbolbild) - keystone

Eine Studie mit dem Wirkstoff Prasinezumab hat laut Forschenden relevante Wirksamkeitssignale für eine passive Parkinson-Impfung gezeigt. Die Resultate wurden im Fachblatt «The Lancet» veröffentlicht, wie «news.at» berichtet.

Seit 2021 erhalten 534 Betroffene in Europa, den USA und Kanada monatlich eine Infusion mit dem Antikörper oder einem Placebo. An der Studie beteiligt waren auch Standorte in Graz, Wien und Innsbruck, wie die «Medizin Uni Innsbruck» mitteilt.

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Das Fachjournal «The Lancet» veröffentlichte nun die Ergebnisse der klinischen Phase-II-Studie. In dieser setzten Wissenschafter und Wissenschafterinnen ein neues Studiendesign für die Parkinson-Erkrankung ein.

Verzögerung der Krankheitsverschlechterung

Bei Betroffenen unter Placebo trat eine motorische Verschlechterung im Schnitt nach 49,7 Wochen ein, wie «nachrichten.at» berichtet. Unter der Antikörpertherapie mit Prasinezumab verzögerte sich dieser Zeitpunkt um rund 11,4 Wochen.

Beim L-Dopa-Fokus zeigten sich laut Studienleiter Klaus Seppi klarere Resultate für die mögliche Parkinson-Impfung, berichtet die «Medizin Uni Innsbruck». Unter der Antikörpertherapie habe sich die Verschlechterung signifikant um rund 16 Wochen auf mehr als 64 Wochen verzögert.

Das tatsächliche Ausmass dieses Effekts sei laut Seppi derzeit noch nicht abschätzbar. Gleichzeitig gelte die Therapie als gut verträglich, so die «Medizin Uni Innsbruck».

Zulassungsstudie für Parkinson-Impfung bereits gestartet

Der Antikörper Prasinezumab wird vom Pharmaunternehmen Roche hergestellt. Es soll das Protein Alpha-Synuclein ausserhalb der Nervenzellen abfangen, binden und abbauen, berichtet «nachrichten.at».

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Erstmals zeigt eine grosse Studie klare Wirksamkeitssignale für eine passive Parkinson-Impfung. (Symbolbild) - depositphotos

Seppis ultimatives Ziel sei es, mit krankheitsmodifizierenden Therapien beginnen zu können, noch bevor die Krankheit ausbricht. Der Antikörper könnte laut Seppi der erste Schritt sein, falls die Phase-III-Studie dies bestätige, berichtet «Medizin Uni Innsbruck».

In Europa und den USA läuft bereits eine Zulassungsstudie der Phase III, wie «news.at» meldet. Sie gilt als erste krankheitsmodifizierende Therapie von Parkinson mit diesem Wirkstoff.

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