Brenner gesperrt – jetzt ist auch noch Bahnstrecke beschädigt

Keystone-SDA
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Italien,

Seit heute 11 Uhr ist der Brenner im Südtirol gesperrt. Nun ist auch noch die Bahnstrecke beschädigt worden. Es kommt zu Zugverspätungen.

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Der Brenner ist gesperrt. Nun wurde auch noch die Bahnstrecke beschädigt. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Unbekannte haben die Bahninfrastruktur der Strecke am Brennerpass beschädigt.
  • Züge mussten teilweise erhebliche Verspätungen hinnehmen.
  • Gleichzeitig läuft die Sperre der Strasse am Brennerpass.

Während der laufenden Totalsperre am Brennerpass ist es am Samstag im Bahnverkehr an der Grenze zwischen Italien und Österreich zu erheblichen Beeinträchtigungen gekommen.

Nach Angaben der italienischen Bahngesellschaft Trenitalia wurde die Bahninfrastruktur in der Provinz Verona durch unbekannte Täter beschädigt.

Die Zugverbindungen auf der Nord-Süd-Achse durch die Alpen wurden dadurch massiv beeinträchtigt. Am frühen Samstag brach in der Nähe des Bahnhofs Domegliara nördlich von Verona ein Feuer aus.

Bahnstrecke wohl vorsätzlich beschädigt

Nach Angaben des Bahnunternehmens handelt es sich jedoch um einen mutmasslich vorsätzlichen Eingriff, bei dem eine technische Anlage der Bahnstrecke in Brand geraten und beschädigt worden sei.

Die Auswirkungen auf den Bahnverkehr entlang der transalpinen Verbindung waren erheblich, berichtete Trenitalia. Die Ermittlungen zu den Hintergründen des Vorfalls und zur Identität der mutmasslichen Täter laufen.

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Hochgeschwindigkeitszüge, Intercity- und Regionalzüge mussten teilweise erhebliche Verspätungen hinnehmen. Nach Angaben von Trenitalia waren Fahrzeitverlängerungen von bis zu fast zwei Stunden möglich.

Regionalzüge konnten zudem verkürzt verkehren oder ganz ausfallen. Für einzelne Verbindungen wurden Ersatzbusse eingesetzt.

Strassen-Sperre läuft gleichzeitig

Die Störungen fallen mit der Demonstration am Brenner zusammen, die zeitgleich zu Einschränkungen im Strassenverkehr zwischen Italien und Österreich führt.

Die Behörden hatten Reisende im Vorfeld dazu aufgerufen, nach Möglichkeit auf Autofahrten zu verzichten und öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Sabotagen am italienischen Bahnnetz sind keine Seltenheit. Bereits am 7. Februar, am Tag nach der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele Mailand-Cortina, waren im Raum von Bologna Sabotageaktionen am Netz durchgeführt worden, was zu erheblichen Problemen im gesamten norditalienischen Bahnnetz geführt hatte. Dazu hatten sich anarchistische Gruppen bekannt.

Kommentare

User #6429 (nicht angemeldet)

Transit Güterverkehr Nord Süd, Süd Nord alles auf die Bahn. Das hätte in der Schweiz schon 2016 passieren sollen, als der Gotthard Basistunnel eröffnet wurde.

User #4067 (nicht angemeldet)

CH könnte daraus lernen. Wenn Brüssel wieder mal blödelt.

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