Olympia 2026: Stehen Rodeln, Bob und Skeleton vor dem Aus?

Nau Sport
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Lausanne,

Die Schlitten-Sportarten könnten nach Olympia 2026 aus dem Programm verschwinden: Das IOC soll sich aus Kostengründen mit einer Streichung beschäftigen.

Olympia 2026
Der Schweizer Viererbob bei Olympia 2026 – in der Zukunft könnten die traditionsreichen Eiskanal-Disziplinen aus dem Programm verschwinden. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Das IOC prüft Reformen des Winterprogramms, die Bob, Rodeln & Skeleton betreffen könnten.
  • Baukosten, Umweltfragen und Nachhaltigkeitsbedenken setzen diese Sportarten unter Druck.
  • Ein Olympia-Aus träfe auch die Schweiz, die im Bob in Italien eine Medaille holte.

Droht den traditionsreichen Eiskanal-Disziplinen das Aus bei den Olympischen Spielen? Laut Insidern prüft das Internationale Olympische Komitee (IOC) im Rahmen umfassender Reformen auch die Zukunft von Bob, Rodeln und Skeleton. Darüber berichtet «Eurosport».

Als Hauptgründe gelten die enormen Kosten für Bau und Betrieb der Bahnen, Umweltfragen sowie mangelnde Nachhaltigkeit. Der Bau einer modernen Bobbahn verschlingt schnell weit über 100 Millionen Franken. Hinzu kommen hohe Unterhaltskosten und ein grosser Energiebedarf für die Vereisung.

Sollten Bob, Rodeln und Skeleton trotz hoher Kosten Teil der Olympischen Spiele bleiben?

Kritiker sehen darin ein zunehmend schwer vermittelbares Modell in Zeiten von Sparzwängen und Klimadebatten. Bereits bei Olympia 2026 sorgten massive Mehrkosten für Diskussionen, nachdem der Neubau deutlich teurer geworden war als geplant.

Olympia will «Fit For The Future» werden

Das IOC hatte zuletzt angekündigt, das olympische Programm grundsätzlich «mit neuen Augen» zu betrachten. Dafür wurde auch der Reformprozess «Fit For The Future» geschaffen.

Arbeitsgruppen analysieren seit Monaten, welche Sportarten langfristig tragfähig sind – und welche nicht mehr in das Konzept nachhaltiger Spiele passen. Denkbar wäre laut Beobachtern sogar, dass künftig neue, leichter organisierbare Sportarten ins Winterprogramm rücken.

Auch die Schweiz zittert

Für klassische Wintersportnationen wäre eine Streichung der Schlittensportarten ein harter Schlag. Die Disziplinen zählen seit Jahrzehnten zum Kern der Winterspiele und bringen regelmässig Medaillen für Europa und Nordamerika.

Olympia 2026
Andreas Haas, Michael Vogt (Pilot), Amadou Ndiaye und Mario Aeberhard gewannen an Olympia 2026 die Bronzemedaille. - Keystone

Auch die Schweiz wäre betroffen. Das Schweizer Quartett gewann bei Olympia 2026 im Viererbob die Bronzemedaille in einem Hundertstelkrimi. Es war die erste Medaille im Viererbob seit 20 Jahren.

Schlittensportarten bei Olympia bis 2034 gesichert

Noch ist keine endgültige Entscheidung gefallen. Für die Winterspiele 2030 in den französischen Alpen und 2034 in Utah gelten bestehende Verträge. Diese sichern den Schlittensportarten ihren Platz vorerst. Wie es danach weitergeht, könnte sich jedoch schon bei einer der nächsten IOC-Sitzungen entscheiden.

Kommentare

User #1305 (nicht angemeldet)

Es wundert nur noch, dass jassen noch nicht dabei ist!

User #2648 (nicht angemeldet)

Am besten die ganzen olympischen Spiele so wie Fussball WM und EM. Fertig aus. Wenige verdienen Millionen. Und der normale Bürger kann das ganze zahlen.

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