Olympia 2026: Snowboard-Triumphator wird Rad-Profi – bei Tudor?
Bei Olympia 2026 holte Benjamin Karl noch Gold im Snowboard-Parallel-Riesenslalom. Jetzt wird der Österreicher Rad-Profi – und will zum Schweizer Tudor-Team.

Das Wichtigste in Kürze
- Snowboard-Olympiasieger Benjamin Karl beendet mit 40 Jahren seine Karriere.
- Statt Ruhestand plant er aber eine zweite Laufbahn als Rad-Profi.
- Er will in einer neuen Sportart in vier Jahren nochmals zu Olympia.
Der Snowboard-Olympiasieger Benjamin Karl stellt das Brett in die Ecke – und wechselt die Sportart: Wie der 40-jährige Österreicher am Mittwoch gegenüber «ORF» bestätigt, strebt er eine zweite Karriere als Rad-Profi an.

Seine Snowboard-Karriere beendet er nach dem Gold-Triumph bei Olympia 2026 hingegen. Karl hatte bei den Winterspielen in Italien im Februar die Goldmedaille im Parallel-Riesenslalom geholt.
Vom Snowboard aufs Velo – und trotzdem zu Olympia
Für Karl war es der zweite Olympiasieg in Folge. Schon 2022 hatte er in Peking in der gleichen Disziplin Gold geholt. Zudem ist er fünffacher Weltmeister auf dem Snowboard – nun ist damit Schluss.

Bei Olympia 2030 in den französischen Alpen will er dennoch dabei sein – aber eben auf dem Rad: Für die kommenden Winterspiele soll Cyclocross als neue Disziplin ins olympische Programm aufgenommen werden.
Der Radsport ist für den Österreicher schon lange eine Leidenschaft. Professionelle Erfahrung hat der 40-Jährige aber keine. «Wenn sich der Weg ergibt, werde ich mein Glück im Cyclocross versuchen», sagt er zum ORF.

Den Traum, 2030 bei den Winterspielen an den Start zu gehen, will Karl professionell verfolgen. «Ich fühle mich wie ein 16-Jähriger, wenn ich an die Challenge denke. Ich freue mich schon so auf die Herausforderung.»
Mit Schweizer Tudor-Team zu einer grossen Rundfahrt?
Für eine professionelle Vorbereitung braucht es aber auch ein Profi-Team – und Karl schwebt bereits eines vor: Der Österreicher träumt von einem Engagement beim Schweizer World-Tour-Rennstall Tudor Cycling von Fabian Cancellara.

«Ich brauche jetzt einmal viel Infrastruktur und Training», erklärt Karl. «Ob Strasse oder Cyclocross, das ist vorerst egal. Mein Ziel ist ganz klar Cyclocross bei den Spielen 2030. Vielleicht davor eines der Monumente des Radsports, eine Rundfahrt, mal schauen.»
















