Olympia 2026: So tricksen sich Russen trotz Sperre zum Olympia-Start
Russland und Belarus sind bei Olympia 2026 eigentlich ausgeschlossen. Trotzdem sind viele russische Athleten am Start – vor allem im Eiskunstlauf.

Das Wichtigste in Kürze
- Trotz der Sperre sind bei Olympia 2026 zahlreiche Russen und Belarussen am Start.
- Offiziell sind 20 «neutrale Athleten» gemeldet. Viele weitere starten für andere Länder.
- Alleine im Eiskunstlauf sind 24 gebürtige russische Eistänzer mit dabei.
Eigentlich dürfen Sportler aus Russland und Belarus bei Olympia 2026 nur als «neutrale Athleten» antreten. Doch in Mailand und Cortina d'Ampezzo sind weit mehr als die offiziell 20 neutralen Starter mit dabei. Allein im Eiskunstlauf ist die Lage dramatisch.
Dort gehen 24 gebürtige Russen an den Start – deutlich mehr als die drei offiziell neutralen Teilnehmer. Starten dürfen sie, weil sie in anderen Ländern die Staatsbürgerschaft erlangt haben. Insgesamt zwölf Länder haben die Eiskunstläufer aus Russland eingebürgert.
Viele bleiben russische Staatsbürger
Die meisten stammen aus Moskau und St. Petersburg. Neun Männer und zwölf Frauen erhielten neue Pässe. Viele behalten jedoch ihre russische Staatsbürgerschaft. Ein Beispiel: Nikita Volodin (26), der für Deutschland im Paarlauf Bronze holte.

Georgien hat fünf Ex-Russen eingebürgert – mehr als jedes andere Land. Polen folgt mit drei Athleten. Armenien, Frankreich und Ungarn haben je zwei Starter. Auch Aserbaidschan, Australien, Deutschland, Israel, Kasachstan, die Niederlande und Spanien sind vertreten.
Der Eislauf-Weltverband ISU entschied selbst über die Zulassung russischer und belarussischer Athleten. Trotz des Angriffskrieges gegen die Ukraine genehmigte er drei neutrale Starter.
Zahlreiche Ex-Russen bei Olympia 2026 am Start
Sieben haben russische Wurzeln, deren Eltern das Land bereits früher verlassen hatten. Besonders prominent: Diana Davis (23) ist die Tochter der unter Missbrauchs-Verdacht stehenden Trainerin Eteri Tutberidze (51). Gegen Davis gab es in der Vergangenheit auch Doping-Vorwürfe.

Eistänzer Azaf Kazimov (25) kam aus Russland nach Dortmund. Zunächst startete er für Deutschland, wechselte aber vor drei Jahren nach Spanien. Auch Superstar Ilia Malinin (21) hat russische Wurzeln, startet aber für die USA.
Der Eiskunstlauf ist die Sportart mit den meisten gebürtigen Russen bei diesen Olympischen Spielen. Andere Disziplinen sind ebenfalls betroffen, jedoch in geringerem Ausmass.






























