Marco Odermatt: «Schlechtestes Rennen der letzten fünf, sechs Jahre»
Marco Odermatt gewinnt die kleine Kugel im Super-G. Im letzten Rennen der Saison setzt es für den Nidwaldner allerdings einen herben Dämpfer ab.
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Das Wichtigste in Kürze
- Dominik Paris gewinnt den letzten Super-G der Saison in Lillehammer.
- Kugel-Sieger Marco Odermatt fährt nur auf Rang 19.
- Der Nidwaldner geht nach dem Rennen hart mit sich selber ins Gericht.
Dominik Paris doppelt beim Saison-Final von Lillehammer (NOR) nach. Der Italiener gewinnt nach der Abfahrt auch den Super-G.
Die beiden Österreicher Vincent Kriechmayr (+0,07) und Raphael Haaser (+0,38) komplettieren das Podest.

Die sonst so erfolgreichen Schweizer Speed-Fahrer gehen beim Saisonabschluss leer aus. Alexis Monney wird Vierter, Stefan Rogentin belegt Rang Sechs.
Die beiden Top-Cracks Franjo von Allmen (10.) und Marco Odermatt (19.) enttäuschen.
«Unglaublich schlecht»
Letzterer fährt zum ersten Mal seit 30 Super-G-Rennen nicht in die Top-7. Seine eindrückliche Serie reisst.
Immerhin: Die kleine Kugel für die Disziplinenwertung war Odi schon vor dem letzten Rennen sicher.

Dennoch kann sich der Nidwaldner nach der Derniere nicht so richtig freuen. Er nerve sich, dass er so «unglaublich schlecht» gefahren sei, sagt er im SRF-Interview (Video oben).
Marco Odermatt nimmt dabei kein Blatt vor den Mund und bilanziert: «Das war mein schlechtestes Rennen in den letzten fünf oder sechs Jahren.»
Es sei schwierig, sich in diesem Moment über die Kugel zu freuen. «Nach einem Rennen hast du Renn-Emotionen. Und darum wäre es schon schön, mit einem guten Gefühl oder Podestplatz abzuschliessen.»
«Keine Kurve richtig gefahren»
Sein Auftritt am Samstag in der Abfahrt sei erklärbar. «Da hat wohl auch das letzte Risiko etwas gefehlt, um ganz vorne zu sein», sagt Odermatt.
Ganz anders im Super-G. «Ich bin keine Kurve richtig gefahren, das war ganz schlecht», analysiert der Ski-Star.

Er habe am Morgen auf der Besichtigung gemerkt, dass die Spannung und die Motivation etwas fehlen. «Aber sobald wir am Start sind, sind wir Rennfahrer und ich wollte Gas geben. Irgendwie habe ich den Schlüssel einfach nicht gefunden.»
Für den Gesamtweltcupsieger steht jetzt noch ein Rennen aus. Am Dienstag gilt es im Riesenslalom ernst. Auch dort hat Marco Odermatt die kleine Kugel im Visier.
















