Antrag auf Fussfessel abgelehnt: Marius bleibt im Gefängnis

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Keystone-SDA, Luca Micheli

Norwegen,

Marius Borg Høiby muss den Rest seiner U-Haft hinter Gittern absitzen. Eine vorzeitige Freilassung mit Fussfessel wurde von einem Osloer Gericht abgelehnt.

Marius Borg Høiby
Auf Marius Borg Høiby, dem Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, lasten schwerwiegende Vorwürfe. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Marius Borg Høiby muss den Rest seiner U-Haft hinter Gittern absitzen.
  • Eine vorzeitige Freilassung mit Fussfessel wurde von einem Osloer Gericht abgelehnt.
  • Dem Sohn von Mette-Marit wird unter anderem mehrfache Vergewaltigung vorgeworfen.

Ein Gericht in Oslo (Norwegen) hat einen Antrag von Marius Borg Høiby (29) abgelehnt, den Rest seiner Untersuchungshaft mit einer elektronischen Fussfessel zu Hause abzusitzen.

«Ich sitze in Isolation im Gefängnis in Oslo und habe extrem wenig menschlichen Kontakt – zwei, drei Besuche pro Woche», sagte Høiby laut der Zeitung «Verdens Gang» vor Gericht. Um näher bei Freunden und Familie zu sein, wollte der Angeklagte in seiner Wohnung in der Residenz des Kronprinzenpaares auf das Urteil gegen ihn warten, das Anfang Juni erwartet wird.

Früherer Antrag auf Freilassung bereits abgelehnt

Der Vergewaltigungsprozess gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) war im März zu Ende gegangen. Schon seit Beginn der Verhandlung Anfang Februar sitzt Høiby in U-Haft. Er hatte gegen ein Kontaktverbot in Bezug auf eine Ex-Freundin verstossen.

Marius Borg Høiby
Marius Borg Høiby sieht sich mit einer umfangreichen Anklageliste konfrontiert. - keystone

Einen früheren Antrag auf Freilassung hatte das Gericht mit Verweis auf «die Schwere und den Umfang des Falls sowie die hohe Wiederholungsgefahr» bereits abgelehnt. Auch die Fussfessel lehnte der zuständige Richter am Mittwoch wegen «erheblicher Wiederholungsgefahr» ab.

Nach einer Recherche der norwegischen Nachrichtenagentur NTB sitzen aktuell nur zwölf von fast 800 Personen ihre Untersuchungshaft mit einer elektronischen Fussfessel ab. Für Høiby macht das Gericht nun keine dieser seltenen Ausnahmen.

Marius droht lange Haftstrafe

In dem wochenlangen Mammut-Prozess war Høiby in 40 Punkten angeklagt. Allein 20 davon bezogen sich auf eine Ex-Freundin, gegen die ein Kontaktverbot besteht. Dem Norweger werden unter anderem vier Vergewaltigungen vorgeworfen. Die mutmasslichen Opfer soll Mette-Marits Sohn bei den Taten gefilmt haben.

Marius Borg Høiby
Marius Borg Høiby am 6. Februar 2026 vor dem Osloer Bezirksgericht. - keystone

Die Staatsanwälte hatten zum Ende des Prozesses sieben Jahre und sieben Monate Haft gefordert. Høibys Verteidiger hatten dagegen für eine Haftstrafe von eineinhalb Jahren plädiert. In Bezug auf die Vergewaltigungsanklagen solle er dagegen freigesprochen werden, meinten die Anwälte.

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Kommentare

User #1806 (nicht angemeldet)

Dee junge Mann sieht doch immer noch nicht sein Fehlverhalten ein, sonst hätte er so einen Antrag gar nicht gestellt. Er ist übrigens fertig, egal wann er aus der Zelle kommt.

User #5974 (nicht angemeldet)

He, he, he, LOL?

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