Zwar feierte Lara Gut-Behrami (30) diesen Winter Olympiagold. Dennoch verlief die Saison für die Tessinerin alles andere als optimal.
Lara Gut-Behrami
Lara Gut-Behrami will nächste Saison konstanter Ergebnisse liefern. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Lara Gut-Behrami hat eine anstrengende Saison hinter sich.
  • Trotz zweier Olympiamedaillen konnte die 30-Jährige nicht die gewohnten Resultate liefern.
  • Der Tessinerin fehlte oftmals die Energie, um voll angreifen zu können.

Wäre Olympia nicht gewesen, würde die eher durchzogene Saison von Lara Gut-Behrami wohl mehr ins Auge stechen. Nach der Weltmeisterschaft 2021 war die Tessinerin aber auch diesen Winter am grössten Anlass wieder voll dabei. An Olympia holte sie Gold im Super-G und Bronze im Riesenslalom.

Dennoch blickt Gut-Behrami auf schwierige letzte Monate zurück. Zwar war sie nie verletzt, trotzdem «war dieser Winter ein Kampf». Die Olympiade sei grossartig verlaufen, «aber ich bin viel weniger Rennen gefahren», sagt die 30-Jährige gegenüber RSI.

Lara Gut-Behrami
Das Saison-Highlight: Lara Gut-Behrami gewinnt an den Olympischen Spielen in China Gold im Super-G.
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Wegen fehlender Energie muss die Tessinerin in der Saison 20/21 auf mehrere Starts verzichten.

Das zeigt sich auch in den erzielten Punkten. Im Winter 20/21 erzielte Gut-Behrami noch 1256 Punkte, ein Jahr später sind es «nur» noch 664. In der Super-G-Wertung belegt die dreifache Siegerin der Disziplinenwertung Rang sechs.

Lara Gut-Behrami fordert «mehr Konstanz»

Grund für die wenigen Punkte und Rennen war der ständige Mangel an Energie. «Es war frustrierend und anstrengend zu wissen, dass ich technisch gut fahren konnte, aber nicht die Energie hatte, um zu pushen.» Mit dem Skifahren oder mit der Technik habe es nichts zu tun. «Ich bin mir bewusst, dass es auf diesem Niveau meine beste Saison war, oder nahe daran.»

Fährt Lara Gut-Behrami nächste Saison wieder um eine kleine Kristallkugel?

Im nächsten Jahr sollen Energieprobleme vermieden werden, findet Lara Gut-Behrami, die dann auch wieder «mehr Konstanz» haben will. Vorerst wolle sie aber erst einmal «zu Hause verschnaufen, mich ausruhen und mir keine Sorgen machen, wenn ich morgens müde aufwache».

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