Bild gegen Krieg gemalt: Russe und Tochter sicher in Paris
Ein russischer Vater und seine Tochter, die als Gegner des Ukraine-Krieges verfolgt wurden, sind mit humanitären Visa nach Frankreich ausgereist. Alexej Moskaljow und Maria Moskaljowa seien sicher in Paris eingetroffen, berichteten oppositionelle russische Medien.

Mit Blick auf das harte Vorgehen russischer Behörden gegen Kritik am Angriffskrieg hatte der Fall der Familie aus der Region Tula südlich von Moskau besonderes Aufsehen erregt. Tochter Maria malte als Sechstklässlerin 2022 ein Bild mit der ukrainischen und der russischen Flagge sowie den Worten «Nein zum Krieg». Die Schuldirektorin rief daraufhin die Polizei.
Die Behörden trennten Vater und Tochter. Vater Moskaljow wurde 2023 wegen angeblicher Diskreditierung der Armee zu Haft verurteilt. Nach seiner Freilassung gelang den beiden Ende 2024 die Ausreise nach Armenien.
Von dort versuchten sie nach Angaben der Berliner Hilfsorganisation inTransit, ein Visum für Deutschland zu erhalten. Die Regierung des christdemokratischen Kanzlers Friedrich Merz stoppte aber im August 2025 die Erteilung humanitärer Visa, die für viele russische Kriegs- und Regierungsgegner in den vergangenen Jahren die Rettung bedeutet hatten. Deshalb wandten sich die Moskaljows an Frankreich und erhielten eine Einreisegenehmigung.
Es sei beschämend, dass die Bemühungen in Berlin zu keinem Ergebnis geführt hätten, schrieb die exilierte Moskauer Soziologin Jekaterina Schulmann auf Facebook. Hauptsache sei aber, dass Vater und Tochter in Sicherheit seien.














