Grosse Sorgen fünf Wochen vor Olympia-Start
Fünf Wochen vor dem Olympia-Start gibt es in Bormio kaum Schnee. Auch das Eishockey-Stadion in Mailand ist noch nicht fertiggebaut.

Das Wichtigste in Kürze
- Fünf Wochen vor dem Start der olympischen Spiele liegt in Bormio kaum Schnee.
- Im Eishockey-Stadion stehen noch Baugerüste, Sitze fehlen in einigen Sektoren.
- Immerhin aus Livigno gibt es gute Nachrichten.
In fünf Wochen beginnen die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina. In der Metropole freut man sich darauf, zahlreiche Plakate weisen auf den Grossevent hin. Die Schnee-Probleme in Livigno scheinen gelöst zu sein. Dafür gibt es neue Sorgen.
Beispielsweise in Bormio, wo die Skifahrer die berühmte Stelvio-Piste hinabrasen werden. Denn Schnee gibt es kaum, wie Webcam-Aufnahmen zeigen. Das Dorf ist komplett grün, bis weit oben sind die Wiesen zu sehen.
Laut «Bergfex» liegen auf 1945 Meter über Meer gerade mal 20 Zentimeter Schnee, der Start ist nur 300 Meter höher. Letztmals geschneit hat es in der Region vor mehr als einem Monat.
Immerhin scheint auf der Piste Kunstschnee zu liegen: Ein weisses Band zieht sich vom schneebedeckten Gipfel runter. Dort ist es neben der Piste grün.
Ein weiteres Sorgenkind ist die «Milano Santagiulia Ice Hockey Arena», wo 22'000 Menschen die Hockeyspiele schauen sollen. Danach sieht es aber noch nicht aus, wie unter anderem der «Tagesanzeiger» berichtet. Nach wie vor ist es eine Baustelle, Gerüste stehen herum, Baugeräte fahren neben dem Eisfeld. In einem Video ist zu sehen, dass in einigen Sektoren noch die Sitze fehlen.
Quick peek at the main arena in Milan. Obviously, a lot of work needs to get done. The NHL sounded positive earlier this week at BOG meetings the work will get done in time for the Olympics. pic.twitter.com/58UXkwmDFd
— Darren Dreger (@DarrenDreger) December 12, 2025
Zudem sind auch die Anfahrtswege für Fussgänger und Velofahrer noch nicht gebaut. Selbst die genauen Routen sollen fehlen.
Bereits vor einiger Zeit gab es grosse Diskussionen um das neue Hockey-Stadion: Denn das Eisfeld ist 60 Meter lang und 26 Meter breit. Damit ist es ein Meter kürzer als ein NHL-Feld und vier Meter schmaler als ein europäisches Feld.
Zudem wurden bereits Sorgen über die Qualität des Eises geäussert. Und weil es bei den Bauarbeiten Verzögerungen gibt, wird nun befürchtet, dass es nicht getestet werden kann.

Immerhin aus Livigno, wo die Freestyle-Wettbewerbe stattfinden, gibt es gute Nachrichten: Nach technischen Problemen konnte die Schneeproduktion hochgefahren werden. Täglich können 28'000 Kubikmeter Schnee produziert werden, die Elemente können also gebaut werden.
Auf Webcam-Bildern sieht man, wie die Schneekanonen in der «Snow-Farm» auf Hochtouren laufen. Und im Dorf sieht es ganz winterlich aus.




















