Der frühere ukrainische Tennisprofi Sergej Stachowski hat den Ausschluss von russischen und belarussischen Spielern in Wimbledon begrüsst.
Hat seine Profikarriere 2022 beendet: Sergej Stachowski aus der Ukraine.
Hat seine Profikarriere 2022 beendet: Sergej Stachowski aus der Ukraine. - Friso Gentsch/dpa

«Wimbledon hat gezeigt, und das war immer so, dass es grösser ist als alle Spieler. Wimbledon vereint, würde ich sagen, Aristokratie und Moral. Deshalb bin ich glücklich über die Entscheidung, dass russische und belarussische Profi ausgeschlossen wurden», sagte Stachowski im Interview der Süddeutschen Zeitung».

Stachowski, der 2013 sensationell Superstar Roger Federer in der zweiten Runde bezwungen hatte, ist derzeit in seiner Heimat in Kiew und sammelt in einer Freiwilligen-Organisation Hilfsgüter für seine Landsleute. Vom Rasen-Klassiker in London werde er nichts mitbekommen, «ich lese nur die Ergebnisse hin und wieder», sagte der 36-Jährige.

Stachowski: «Es geht gegen das System»

Stachowski bekräftigte erneut, dass Russen im Sport «auf jeder Ebene gesperrt werden» sollten. «Wenn sie dann alle in Russland wären, würden sie vielleicht verstehen: Es muss sich was ändern», sagte Stachowski. «Ich wünschte, die Tennis- und die Sportgemeinschaft würde erkennen: Es muss mehr passieren! Russische Athleten zu verbannen, zielt nicht gegen die Athleten. Es geht gegen das System.»

Zuvor hatte Spaniens Tennisstar Rafael Nadal den Wimbledon-Ausschluss russischer Spielerinnen und Spieler als «unfair» bezeichnet. «Es ist sehr unfair gegenüber meinen Kollegen. Was können die Armen denn dafür?», hatte der Rekord-Grand-Slam-Sieger vor Kurzem gesagt. Auch der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic kritisierte den Ausschluss russischer und belarussischer Profis. Vom Ausschluss ist unter anderem der Weltranglisten-Erste Daniil Medwedew betroffen.

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