Zeugen berichten: Champagnerflaschen mit Kerzen Grund für Brand?
In der Silvesternacht erschüttert Crans-Montana VS eine Tragödie. Laut Zeugen soll es «eine Silvesterparty für unter 17-Jährige» gewesen sein.
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Das Wichtigste in Kürze
- Die Silvesterfeier in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana VS endet tödlich.
- Es kam zu einem schweren Brand mit Dutzenden Toten.
- Laut Zeugen soll es sich um eine Silvesterparty für unter 17-Jährige gehandelt haben.
- Die Decke habe wegen Champagnerflaschen mit Kerzen drin rasch Feuer gefangen.
In der Bar «Le Constellation» im Walliser Ferienort Crans-Montana VS ist um 1.30 Uhr in der Silvesternacht ein Feuer ausgebrochen.
Dutzende Menschen starben, es gibt rund 100 Verletzte und Schwerverletzte.
Laut Zeugen handelte es sich um «eine Silvesterparty für unter 17-Jährige», wie die italienische Zeitung «Corriere della Sera» berichtet.

Italienische Jugendliche, die sich in der Region in den Ferien befanden, berichten der Zeitung: «Wir kamen zum Lokal, um zu sehen, ob wir helfen konnten. Die Rettungskräfte baten uns, Decken und Tücher zu bringen. Wir sahen mehrere leblos am Boden liegende Personen, einige wurden bereits in Plastiksäcke gelegt.»

Gegenüber dem Portal «24 Heures» berichten mehrere Augenzeugen über den Moment, in dem das Feuer ausbrach. Einer der Zeugen berichtet, dass Feuerwerkskörper an Flaschen die Decke in Brand gesetzt hätten.
Dann sei Panik ausgebrochen und die Menschen seien zur einzigen Treppe geströmt, die aus der Keller-Bar führt.
Wegen einer Champagner-Flasche
Die Beschreibung stimmt mit den Ausführungen einer Zeugin bei «BFM TV» überein. Demnach handelte es sich um Champagner-Flaschen mit Wunderkerzen drin, von denen eine der Decke zu nahe kam: «In nicht mal einer Minute stand die gesamte Decke in Flammen», sagt sie.
Die ganze Verkleidung sei aus Holz gewesen. Offenbar hatte das Personal die Flaschen aufgetragen, um jemandem zum Geburtstag zu gratulieren.
Zum Zeitpunkt des Brandes seien mehrere hundert Personen in der Bar gewesen, erklärt Polizeisprecher Gaëtan Lathion gegenüber Nau.ch.
Nach der Brandkatastrophe sind die meisten der rund 100 Opfer am Donnerstag ins Spital Wallis gebracht worden. Dessen Intensivstation ist voll.
Zu einem grossen Teil sind die Opfer schwerverletzt.
Teil der Verletzten bereits verlegt
Ein Teil der Schwerverletzten, insbesondere Brandopfer, wurde bereits in Universitätsspitäler in anderen Kantonen verlegt.
Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud konnte am Donnerstagmorgen vor den Medien zum Brandherd in der Bar keine Angaben machen. Dafür sei es noch viel zu früh.















