Crans-Montana: Intensivstation im Spital Wallis nach Tragödie voll

Eine Tragödie riesigen Ausmasses erschüttert die ganze Schweiz am Neujahrsmorgen. In Crans-Montana VS sterben mehrere Dutzend Personen bei einem Brand.

Crans-Montana
Die Bar in Crans-Montana VS am Morgen nach dem verheerenden Unglück. - Screenshot RTS

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Silvesterfeier in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana VS endet tödlich.
  • Es kam zu einem schweren Brand und im Zuge dessen zu Explosionen.
  • Es gibt Dutzende Tote und rund 100 Verletzte. Viele davon sind schwer verletzt.

In der Bar «Le Constellation» im Walliser Ferienort Crans-Montana VS ist um 1.30 Uhr in der Silvesternacht ein Feuer ausgebrochen. Und hat eine Tragödie angerichtet.

Dutzende Menschen starben, es gibt rund 100 Verletzte und Schwerverletzte. Darunter solche mit schweren Verbrennungen.

Am Silvestermorgen herrscht in Crans-Montana grosse Trauer vor. - keystone

Das Wallis ist im Ausnahmezustand und hat die besondere Lage ausgerufen.

Mit dem Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden.

11.35: Bundespräsident Guy Parmelin spricht den Opferfamilien im Namen der Landesregierung sein tiefes Beileid aus.

Bundespräsident Guy Parmelin spricht den Opferfamilien sein tiefes Beileid aus. - X

«Was ein Moment der Freude sein sollte, verwandelte sich in der Nacht in Crans-Montana in eine Trauer, die die ganze Schweiz und das Ausland betrifft. Der Bundesrat hat diese Tragödie mit tiefer Bestürzung zur Kenntnis genommen», schreibt Parmelin auf X.

11.05: Nach der Brandkatastrophe in einer Bar in Crans-Montana VS sind die meisten der rund 100 zu einem grossen Teil schwerverletzten Opfer am Donnerstag ins Spital Wallis gebracht worden. Dessen Intensivstation ist voll.

Das Spital Wallis habe sofort den Katastrophen-Plan aktiviert, sagte der Walliser SP-Staatsrat Matthias Reynard heute vor den Medien.

Die meisten Verletzten wurden ins Spital Wallis gebracht. Dessen Intensivstation ist voll. - keystone

Einige Verletzte würden so bald als möglich in die spezialisierten Universitätsspitäler versetzt. Andere seien direkt in andere Universitätsspitäler gebracht worden, um die schweren Brandverletzungen zu behandeln.

Reynard bedankte sich für die Solidarität der anderen Kantone. Im Einsatz standen nach seinen Angaben zehn Helikopter, 40 Ambulanzen, 150 Sanitäter.

11.02: In Crans-Montana feierten zahlreiche Menschen aus dem In- und Ausland in der Neujahrsnacht. Die Polizei konnte zu möglichen Opfern aus dem Ausland noch keine Angaben machen.

Die Identifizierung sei im Gang, sagte Polizeikommandant Frédéric Gisler.

sdf
Die Staatsräte sowie der Polizeikommandant zeigten sich am Donnerstagmorgen sehr betroffen. - keystone

10.45: Generalstaatsanwältin Pilloud erklärte, dass der Kanton Wallis für die Identifizierung der Brandopfer Hilfe von Nachbarkantonen angefordert habe. Die Angehörigen würden persönlich informiert, sagte sie an der Medienkonferenz.

Sie bittet auch um Respekt vor den betroffenen Familien, was Mutmassungen anbelangt.

Kein Attentat – ein schweres Feuer

10.38: Die Behörden erklären vor den Medien, dass sie nicht von einem Attentat ausgehen. Das könne ausgeschlossen werden. Sie gehen von einem schweren Feuer aus.

Die Staatsanwältin erklärt, man sei noch ganz am Anfang der Untersuchung.

sf
Die Behörden traten am Donnerstagmorgen um 10 Uhr vor die Medien. - keystone

Deshalb könne sie zurzeit – einige Stunden nach dem Drama – nicht mehr zu den Gründen des Brandes sagen.

10.35: Der Walliser Staatsrat hat die besondere Lage ausgerufen. Damit sollen möglichst rasch und ohne Verzögerung alle nötigen Einsatzmittel mobilisiert werden können, heisst es in einem Communiqué, das parallel zur Medienkonferenz veröffentlicht wurde.

Die besondere Lage gilt demnach ab Donnerstag 9 Uhr. Der Einsatz dauert noch immer an.

Mehrere Dutzend Tote und rund 100 Verletzte

10.23: Polizeikommandant Frédéric Gisler spricht über das dramatische Ereignis. Es habe rund 100 Verletzte gegeben, viele davon schwer. Es habe zudem «mehrere Dutzend Tote» gegeben.

Die Patienten seien auch in ausserkantonale Spitäler gebracht worden, etwa in Universitätskliniken.

Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud und Staatsrat Stéphane Ganzer. - keystone

10.20: Staatsratspräsident Mathias Reynard kondoliert im Namen der Kantonsregierung allen Betroffenen und spricht von einem «Alptraum», der sich in der Silvesternacht ereignet hat.

Den Betroffenen sprach der Staatsrat «seine grosse Solidarität» aus und spendete seine Gedanken den Opfern, ihren Familien und allen anderen Betroffenen.

10.00: Der Walliser Staatsratspräsident Mathias Reynard, Staatsrat Stéphane Ganzer, Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud sowie der Kommandant der Kantonspolizei Wallis, Frédéric Gisler, treten ins Lens VS vor die Medien. Auch die Vize-Präsidentin der Gemeinde Crans-Montana ist vor Ort.

Weiterlesen

sdf
Tragödie

MEHR IN NEWS

Brand Ems
Domat/Ems GR
un karibik usa
2 Interaktionen
Fünf Tote
zölle
30 Interaktionen
Wegen Tragödie
Brand
7 Interaktionen
Kanton Aargau

MEHR AUS CRANS-MONTANA

4 Interaktionen
Crans-Montana VS
Crans-Montana VS
1 Interaktionen
Crans-Montana VS
1 Interaktionen
Crans-Montana