French Open: Qualifikantin Maja Chwalinska schreibt Geschichte
Maja Chwalinska stand vor dem Turnier auf Rang 114 der Welt – nun steht die Polin im Final der French Open und wird danach mindestens die Nummer 21 sein.

Das Wichtigste in Kürze
- Mit Chwalinska steht erst zum zweiten Mal eine Qualifikantin in einem Grand-Slam-Final.
- Vor Paris hatte die 24-Jährige auf Sand erst zwei WTA-Matches gewonnen – nun sind es elf.
- Nach dem Turnier wird die Polin mindestens auf Weltranglistenplatz 21 vorrücken.
Was Maja Chwalinska in Paris gerade vollbringt, ist schlicht historisch. Die 24-jährige Polin stand vor dem Turnier auf Weltranglistenplatz 114. Nun steht sie im Final der French Open und trifft dort auf Mirra Andrejewa (WTA 8).
Egal wie das Spiel ausgeht: Es ist jetzt schon klar, dass Chwalinska nach dem Turnier mindestens die Nummer 21 der Welt sein wird. Unglaublich. Das Tennis-Märchen ist gespickt mit solchen Geschichten.
So ist Chwalinska etwa auch erst die zweite Qualifikantin in der Tennis-Geschichte, die an einem Grand Slam den Final erreicht. Das war zuvor nur Emma Raducanu gelungen – die Britin triumphierte 2021 an den US Open und schrieb damit Tennisgeschichte. Ob Chwalinska es ihr gleichtut, entscheidet sich im Final in Paris.
Dabei hatte die Polin auf Sand vor diesem Turnier erst zwei Matches auf WTA-Ebene gewonnen. In Paris hat sie inklusive Qualifikation nun neun Matches in Serie gewonnen. Sie liefert ein kreatives, abwechslungsreiches Spiel, das ihre Gegnerinnen immer wieder vor Probleme stellt.
Der Weg zurück – und in den Final der French Open
Chwalinskas Weg nach oben war alles andere als geradlinig. 2021 musste sie pausieren und kämpfte während 18 Monaten mit Depressionen. Dass sie ausgerechnet in Roland Garros nun so auftrumpft, macht ihre Geschichte noch bemerkenswerter.

Als Juniorin spielte sie übrigens Doppel mit ihrer Landsfrau Iga Swiatek. Jener Spielerin, die allein in Paris viermal triumphiert und insgesamt sechs Grand-Slam-Titel gewonnen hat.
















