Carlos Alcaraz scheitert überraschend an US-Amerikaner
Beim Masters in Miami scheitert Carlos Alcaraz früh – an Sebastian Korda. Dieser wiederholt damit ein Kunststück, das vor 29 Jahren schon seinem Vater gelang.
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Das Wichtigste in Kürze
- Sebastian Korda sorgt mit einem Sieg gegen Carlos Alcaraz für eine grosse Überraschung.
- 29 Jahre nach seinem Vater Petr schlägt der 25-Jährige die amtierende Weltnummer 1.
- Alcaraz lobt: «Sebi hat unglaublich gespielt.»
Grosse Überraschung beim Masters in Miami: Carlos Alcaraz scheitert bereits im Sechzehntelfinal. Die Weltnummer 1 verliert gegen Sebastian Korda mit 3:6, 7:5, 4:6 – es ist erst seine zweite Niederlage 2026.
Sebastian Korda auf den Spuren des Papas
Dem Amerikaner ist die Erleichterung nach dem Sieg gegen die Weltnummer 1 anzusehen (Video oben). Direkt nach dem Matchball schlägt er die Hände hinter dem Kopf zusammen und schaut ungläubig. Eine Pose, die sehr an seinen Vater erinnert.

Petr Korda gelang 1997 ein ähnliches Kunststück: Damals sorgte er gegen die damalige Weltnummer 1 Pete Sampras für eine ähnliche Überraschung. Als Nummer 15 schaltete er an den US Open im Achtelfinal den zweifachen Titelverteidiger aus.
Damit zerstörte der Tscheche die grossen Hoffnungen auf einen Heimsieg des grossen US-Stars. 29 Jahre später lässt Petrs Sohn die amerikanischen Tennisfans jubeln. Sebastian Korda ist nämlich in Florida geboren und aufgewachsen und spielt deshalb für die USA.

Der Korda-Familie gelang bereits 2023 Historisches: In Washington gewann Sebastian ein ATP-Turnier, das zuvor auch sein Vater schon gewonnen hatte. Auch Mutter Regina war Tennisspielerin, Schwester Nelly Korda ist Olympiasiegerin im Golf.
Carlos Alcaraz: «Sebi hat unglaublich gespielt»
Korda galt als Riesen-Talent: 2018 gewann er die Junioren-Australian-Open, 2022 stand er im Final der Next-Gen-Finals, wo er gegen Carlos Alcaraz verlor. Auch durch viele Verletzungen ist der ganz grosse Durchbruch aber noch ausgeblieben.
In Miami setzt die Weltnummer 36 nun aber ein Ausrufezeichen. Er habe immer voll an den Sieg geglaubt, sagt Korda nach dem Spiel. «An meinen guten Tagen kann ich mit den Besten mithalten.»

Carlos Alcaraz lobt: «Sebi war heute unglaublich, er hat grossartig gespielt.» Er habe das Gefühl, dass viele Spieler gegen ihn ihr bestes Tennis abrufen würden: «Weil ich die Weltnummer 1 bin, haben sie mehr zu gewinnen als zu verlieren.»
Alcaraz freut sich auf freie Tage
Der Spanier will sich nun eine Auszeit nehmen. «Ich gehe nach Hause, um Zeit mit meiner Familie und Freunden zu verbringen. Ich muss meine Batterien aufladen.» Er werde mit seinem Team verhandeln, wie viele Tage er «frei» bekommt.

Am 6. April steht in Monte-Carlo das nächste Masters-Turnier auf dem Programm. Beim Start in die Sand-Saison werde er «wieder in Topform» sein, verspricht Alcaraz. Durch die Korda-Überraschung hat er nun genug Zeit, um sich auf seinen Lieblingsbelag vorzubereiten.
















