Model Ashley Graham kritisiert Abnehmspritzen scharf
Abnehmspritzen? Damit kann Ashley Graham nichts anfangen. Das Plus-Size-Model bezeichnet den Hype um die Medikamente als «Schlag ins Gesicht».

Das Wichtigste in Kürze
- Immer mehr Stars setzen auf Abnehmspritzen, um an Gewicht zu verlieren.
- Das amerikanische Plus-Size-Model Ashley Graham bemängelt diesen Trend stark.
- Die Rückkehr dünnerer Models bezeichnet sie als «entmutigend».
Im Gym schwitzen und sich gesund ernähren? Das haben Promis nicht mehr nötig. Um ihr Wunschgewicht zu erreichen, setzen immer mehr Stars auf Abnehm-Medikamente wie Ozempic.
Eine, die das gar nicht gut findet, ist sie: Ashley Graham (38). Das berühmte Plus-Size-Model kritisiert den Trend scharf.
«Fühlt sich an wie ein Schlag ins Gesicht»
In ihrem Coverstory-Interview mit dem Magazin «Marie Claire» sagt sie: «Es gab dieses Pendel, das sich ganz stark in Richtung Körperakzeptanz und Positivität bewegt hat: Jeder sollte sein, wer er möchte. Und jetzt schwingt es wieder in die entgegengesetzte Richtung zurück – das fühlt sich wie ein Schlag ins Gesicht für die Frauen an, die endlich eine Stimme bekommen haben.»

Graham empfindet die Rückkehr dünnerer Laufstegmodels und die Abnehm-Medis als «wirklich entmutigend».
Dass der Hype um Ozempic und Co. die Body-Positivity-Bewegung aber vollständig auslöschen wird, das glaubt Das Supermodel nicht.
Ashley Graham setzt sich für Body Positivity ein
Die dreifache Mutter ist stolz darauf, wie sich das Ganze in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Plus-Size-Influencerinnen seien heute überall vertreten und man könne sich gut mit ihnen identifizieren, sagt sie. «Und genau das finde ich das Coolste daran.»

«Wenn man sieht, dass diese Mädchen, die schon in so jungen Jahren mit sozialen Medien aufgewachsen sind, jetzt eine Plattform haben, um der jüngeren Generation zu sagen: ‹Sei du selbst, sei, wer du sein willst. Wenn du Cellulite hast, wen kümmert's?›»
Ashley Graham setzt sich schon seit vielen Jahren für Body-Positivität ein. Auch Kritik an der Modebranche übte sie in der Vergangenheit bereits.
Model nimmt Designer in die Mangel
So bemängelte sie etwa, dass viele Designer keine Kleider in grösseren Grössen herstellen. Sie müsse deshalb oft selbst für zusätzlichen Stoff ihrer Kleider bezahlen, wie sie 2024 in einem Interview erklärte.
«Ist es Fettphobie? Liegt es daran, dass sie Angst haben, so auszusehen, als wären sie dem Kommerz verfallen?», fragte die Beauty damals.
Und weiter: «Liegt es daran, dass sie nicht in der Lage sind zu verstehen, was die richtige Abstufung bei verschiedenen Körpertypen ist, wenn es um Brust, Bauch, Po und Cellulite geht? Ich weiss es nicht.»
Doch genau aus diesem Grund werde sie nicht aufhören, über ihren Körper zu sprechen und Menschen mit grösseren Grössen zu kleiden. «Weil das immer noch nicht die Norm ist», so Graham.















