Tritt Max Verstappen zurück? F1-Experte warnt: «Keine leere Drohung»
Max Verstappen hat keine Lust auf die aktuelle Formel 1 – und sagt das auch offen. Droht ein Rücktritt des F1-Stars? TV-Kommentator David Croft warnt davor.

Das Wichtigste in Kürze
- Max Verstappen macht keinen Hehl daraus: Die neue Formel 1 macht ihm keinen Spass.
- Denkt der vierfache Weltmeister mit erst 28 Jahren an einen Rücktritt?
- F1-Kommentator David Croft hält das nicht für ganz ausgeschlossen.
Drei Rennwochenenden sind in der neuen Saison der Formel 1 bislang absolviert. Und das neue Reglement spaltet weiterhin die Gemüter: Die Verantwortlichen sprechen angesichts der gestiegenen Anzahl an Überholmanövern von einem Erfolg. Fahrer und Fans kritisieren, dass Energie-Management gegenüber fahrerischem Können überwiegt.
Der wohl lauteste Kritiker der «neuen» Formel 1 ist Vierfach-Weltmeister Max Verstappen. Der Holländer hat durchaus auch sportliche Gründe zur Unzufriedenheit: Red Bull ist weit entfernt davon, um Rennsiege mitzufahren. Und Verstappen hält nach drei Rennen und einem Sprint erst bei mageren zwölf Punkten.

Aber die Kritik des Ex-Weltmeisters kommt auch von einem waschechten Motorsport-Liebhaber: Der Holländer verbringt praktisch jede freie Minute entweder auf der Rennstrecke oder im Simulator. Als «Nebenjob» startet Max Verstappen in diesem Jahr locker-lässig beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife.
Denkt Max Verstappen an einen F1-Rücktritt?
Verstappens Kritik hat also durchaus ihre Berechtigung – und lässt viele fragen: Denkt der 28-Jährige – seit letztem Jahr erstmals Vater – vielleicht sogar an einen Rücktritt? Sein Vertrag bei Red Bull läuft zwar noch bis Ende 2028, ausgeschlossen ist ein vorzeitiger Abschied aber nicht.

Das glaubt auch Formel-1-Kommentator David Croft, der bei den «Sky Sports»-Übertragungen am Mikrofon sitzt. «Ich glaube keineswegs, dass das leere Drohungen sind», meint Croft zu einem Verstappen-Rücktritt. «Max ist seit elf Jahren in der Formel 1. Und was wir in dieser Zeit über ihn gelernt haben, ist, dass er sich an das hält, was er sagt.»
«Wenn er keinen Spass hat, wird er gehen»
Zudem habe Verstappen stets betont, nicht ewig in der Königsklasse fahren zu wollen. «Es gibt andere Dinge, die er tun möchte», verweist Croft auf Verstappens Nürburgring-Ausflüge. Auch einen Start bei den 24 Stunden von Le Mans hatte der Holländer in der Vergangenheit in Aussicht gestellt.

«Das ist aktuell eindeutig keine Formel 1, die ihm Spass macht – es spricht ihn nicht an. Er äussert seine Bedenken auf die für ihn typische Art und Weise. Er will Rennen fahren und Spass daran haben», schätzt Croft den Vierfach-Weltmeister ein. «Wenn er keinen Spass hat, wird er gehen – und das sollten wir ernst nehmen.»
















