Max Verstappen: 2027 nicht in Le Mans – aber zwei 24-Stunden-Rennen?
Max Verstappen hat einem Start bei den 24 Stunden von Le Mans für 2027 eine Absage erteilt. Zwei andere Langstrecken-Kracher will der Holländer aber fahren.

Das Wichtigste in Kürze
- Max Verstappen möchte 2027 gleich zwei 24-Stunden-Rennen abseits der Formel 1 bestreiten.
- Allerdings erteilt der vierfache Weltmeister dem «Kronjuwel» in Le Mans eine Absage – vorerst.
- Stattdessen liegt der Fokus des Holländers auf der Nordschleife und seinem Heimrennen in Spa-Francorchamps.
Der nächstjährige Kalender der Formel 1 bietet für die Fahrer einen seltenen Luxus: Es gibt 2027 keine Überschneidungen mit einigen der grössten Motorsport-Attraktionen abseits der Königsklasse. Die Formel 1 macht nächstes Jahr in Sachen Rennwochenenden einen Bogen um die grossen Langstrecken-Klassiker.
Theoretisch heisst das: Die F1-Stars könnten 2027 bei den 24-Stunden-Krachern in Le Mans, Spa-Francorchamps und auf der Nürburgring-Nordschleife starten. Vor allem an einen Superstar haben die Planer dabei wohl gedacht: Vierfach-Weltmeister Max Verstappen.
Max Verstappen visiert Spa und Nürburgring an
Der Holländer war schon 2026 beim 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife mit dabei, schied aber in Führung liegend aus. Dass er den Gesamtsieg nächstes Jahr gerne erneut angreifen würde, hat Max Verstappen schon damals bestätigt.

Vor dem Aserbaidschan-GP am Samstag liefert der Holländer nun ein Update zu seinen 24-Stunden-Plänen für 2027: «Nürburgring und Spa, wahrscheinlich», sagt der vierfache Weltmeister auf die Frage nach seinem Rennkalender. «Le Mans eher nicht. Das steht vorerst nicht auf meiner Liste», verrät er.
Die Absage an das Langstrecken-Kronjuwel wirkt auf den ersten Blick unerwartet – macht für Verstappen aber Sinn: Auf der Nordschleife und auch in Spa-Francorchamps wird mit GT3-Rennern gefahren, die der Holländer bestens kennt. In Le Mans hingegen kämpfen die Hypercar-Prototypen um den Gesamtsieg.

In den LMH- und LMDh-Autos hat Verstappen keine Rennerfahrung, müsste sich also intensiv vorbereiten. GT3-Autos kennt der Holländer dagegen wie seine Westentasche: An den wenigen Formel-1-freien Wochenenden fährt Verstappen regelmässig private Testtage mit seinen GT3-Boliden.
In Zukunft mit Ford zum Kronjuwel nach Le Mans?
«Ich habe schon nach dem Rennen auf der Nordschleife gesagt, dass ich zurückkehren möchte», so Verstappen. «Wenn ich mich also gut vorbereiten kann und alles passt, werde ich es tun. Es gibt keine Terminkollision, aber es muss trotzdem in meinen Zeitplan passen.»

«Spa wäre dafür eine spannende Option», verrät der Holländer – und das aus gutem Grund: Seine Mutter ist die mehrfache belgische Kart-Meisterin Sophie Kumpen, Verstappen selbst besitzt auch die belgische Staatsbürgerschaft. Auch den Formel-1-GP in Spa-Francorchamps behandelt er wie ein Heimrennen.
Und Le Mans? Red-Bull-Motorenpartner Ford steigt 2027 mit einem eigenen LMDh-Renner in die Langstrecken-WM ein. Das erste Jahr – das hat die Vergangenheit bei vielen anderen Herstellern gezeigt – ist dabei aber oft ein Lehrjahr.

Ford hat sich aber langfristig der Langstrecken-WM und der Hypercar-Klasse verschrieben. Falls das Ford-Hypercar in Zukunft siegfähig wird, ändert Max Verstappen seine Meinung zu einem Le-Mans-Start ja vielleicht noch …
















