Fährt Max Verstappen mit Red Bull 2027 wieder um den Titel mit?
Max Verstappen befindet sich in der Formel 1 im Aufwind. Nach zwei Siegen in Folge wirkt der Holländer wieder wie ein Titelkandidat für die nächste Saison.

Das Wichtigste in Kürze
- Max Verstappen meldet sich in der Formel 1 mit zwei eindrucksvollen Siegen in Sepang und Singapur zurück.
- Vor allem der Erfolg in Singapur – traditionell ein Schwachpunkt für Red Bull – lässt den Holländer hoffen.
- Fährt Verstappen nächste Saison wieder um den WM-Titel? Einige Argumente sprechen dafür …
Es ist noch nicht lange her, da schien ein vorzeitiger Abschied von Max Verstappen aus dem Red-Bull-Kosmos durchaus denkbar. Der Holländer war mit der neuen Auto-Generation in der Formel 1 höchstgradig unzufrieden. Und obendrein war Red Bull am Saisonbeginn nicht einmal besonders konkurrenzfähig.
Wenige Monate später ist die Welt rund um Milton Keynes, wo das österreichisch-britische Energy-Drink-Team beheimatet ist, eine andere: Mit dem Update-Paket beim Baku-GP hat Red Bull dem RB22 eine ganze Menge Performance entlockt. Verstappens Bilanz der letzten fünf Rennen: Dritter, Zweiter, Zweiter, Sieger, Sieger.

Der Holländer ist in der WM-Tabelle auf Rang vier geklettert, liegt nur noch 19 Punkte hinter dem WM-Zweiten George Russell. Dass der vierfache Weltmeister wie im Vorjahr Vize-Champion wird, ist mittlerweile nicht nur denkbar, sondern wahrscheinlich. Seit Malaysia ist Red Bull auch aus eigener Kraft siegfähig.
Hat Max Verstappen richtig gepokert?
Da wirkt es plötzlich wie ein Geniestreich von Max Verstappen, dass er seinen Vertrag bis 2030 verlängert hat. Denn auf einen Schlag ist es alles andere als unwahrscheinlich, dass der Holländer nächste Saison wieder um den WM-Titel mitfährt.

Und das in einem Red-Bull-Team, dem zahlreiche Führungskräfte abhandengekommen sind: Teamchef und Erfolgs-Architekt Christian Horner, Star-Designer Adrian Newey, Chef-Stratege Will Courtenay, Sportchef Jonathan Wheatley. Und am Saisonende auch Verstappens Renningenieur Gianpiero «GP» Lambiase.
Red Bull hat aus der Krise gefunden
Was Verstappen Mut machen dürfte: Red Bull wirkt wieder wie das Team, das sich Ende der 2010er-Jahre zum Mercedes-Jäger aufschwang. Aus dem zu Saisonbeginn unterlegenen RB22 ein Siegerauto zu machen – ohne die vorgenannten Führungskräfte – ist eine bemerkenswerte Leistung.

Hinzu kommt: Anders als in der Vergangenheit kann nicht nur Max Verstappen mit dem neuen Red Bull schnell fahren. Liam Lawson fuhr als Vertreter des verletzten Isack Hadjar zweimal in die Top-Ten. Hadjar fuhr direkt beim Comeback auf das Podest – und zuletzt in Singapur vom Ende des Feldes auf Rang 10.
Und auch das Reglement könnte Red Bull in die Karten spielen: Im Vergleich zu 2026 ändert sich nächste Saison bei den Autos wenig. Zugleich wird die Kraftverteilung beim Motor zugunsten des Verbrenners neu gewichtet. Und beim Verbrenner soll Red Bull das stärkste Triebwerk haben …
















