Schweizer Eishockey boykottiert Spiel gegen Russland an U20-WM
Der Schweizer Eishockey-Verband bezieht Stellung zur WM-Zulassung von Russland: An der U20-Eishockey-WM wird man das Spiel gegen die Russen boykottieren.

Das Wichtigste in Kürze
- Swiss Ice Hockey begründet den Boykott mit sportlichen, politischen und gesellschaftlichen Aspekten.
- Nach dem CAS-Entscheid rückte Russland für Norwegen ins U20-WM-Turnier nach.
- Die Schweiz nimmt weiter an der U20-WM teil; zur A-WM hat sie sich noch nicht geäussert.
Der Schweizer Eishockeyverband Swiss Ice Hockey hat entschieden: Die U20-Nationalmannschaft tritt an der Weltmeisterschaft in Kanada nicht gegen Russland an. Der Verband begründet dies mit «intensiven Beratungen und einer sorgfältigen Abwägung der sportlichen, politischen und gesellschaftlichen Aspekte».
Auslöser ist ein Entscheid des Internationalen Sportgerichtshofs, der Russlands Rückkehr in den Turnierbetrieb ermöglichte. Der Internationale Eishockeyverband IIHF leitete daraufhin die Wiedereingliederung Russlands in die U20-WM ein, die am 26. Dezember beginnt.
Im angepassten Spielplan wäre die Schweiz am 27. Dezember 2026 auf Russland getroffen. Russland übernimmt dabei den bisherigen Platz Norwegens.
Swiss Ice Hockey hält an WM-Teilnahme fest
Der Verband betont, dass der Boykott nur dieses eine Spiel betrifft. «Dieser Entscheid ist ausdrücklich nicht mit einem Verzicht auf die Teilnahme an der IIHF World Junior Championship 2027 gleichzusetzen», schrieb Swiss Ice Hockey.
Auch bei der Männer-WM im Mai in Deutschland bleibt die Lage unklar. Mehrere Länder wollen ebenfalls nicht gegen Russland spielen, die Schweiz hat sich dazu noch nicht geäussert. Kanadas Premier Mark Carney erklärte bereits, keine Visa für russische Delegationsmitglieder ausstellen zu wollen.












