Lewis Hamilton

Lewis Hamilton hat keine Lust mehr auf den Ferrari-Simulator

Nicola Wittwer
Nicola Wittwer

USA,

Lewis Hamilton erlebt in Miami ein durchzogenes Wochenende. Schuld hat dem Rekordweltmeister zufolge auch der Simulator von Arbeitgeber Ferrari.

Lewis Hamilton
Lewis Hamilton hat die Pace seines Teamkollegen in Miami nicht. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Lewis Hamilton will vor dem nächsten Rennen nicht mehr in den Simulator steigen.
  • Das darin ausgearbeitete Set-up schlug in Miami fehl.
  • Er sei generell kein Fan von Simulatoren, gibt der Ferrari-Pilot in Florida zu Protokoll.

Ferrari erlebt beim Miami-GP der Formel 1 ein enttäuschendes Wochenende.

Lewis Hamilton wird Sechster, Teamkollege Charles Leclerc wegen eines Drehers kurz vor Schluss und einer Strafe nur Achter. Im Vergleich mit dem Teamkollegen hat der Monegasse in Florida aber die bessere Geschwindigkeit.

Lewis Hamilton
Die Arbeit im Simulator zahlte sich für Lewis Hamilton in Miami nicht aus. - keystone

Hamilton tut sich von Beginn weg schwer und verliert im teaminternen Vergleich schon im Training mehrere Zehntel.

Der Grund? Angeblich der Ferrari-Simulator.

Lewis Hamilton: «Mag Simulatoren nicht»

«Ich werde beim nächsten Rennen einen anderen Ansatz verfolgen. Denn die Art und Weise, wie wir uns derzeit vorbereiten, bringt nichts», zitiert «motorsport.com» den Briten nach dem Miami-GP.

Das Set-up, das er mithilfe des Simulators ausarbeitete, habe beim ersten Training nicht funktioniert.

Kämpft Lewis Hamilton im Ferrari nochmal um die WM?

«In der Vorbereitungsphase auf dieses Rennen war ich jede Woche im Simulator», so Lewis Hamilton. «Ich habe ständig an der Korrelation gearbeitet. Man steigt ein, bereitet sich auf die Strecke vor, fährt sie und stellt das Auto auf einen bestimmten Punkt ein. Und dann kommt man an die Strecke und dieses Set-up funktioniert nicht.»

Sein Ferrari habe sich auf dem Stadtkurs in Florida deshalb anders angefühlt. «Ich mag Simulatoren generell nicht», schiebt der siebenfache Formel-1-Champion hinterher.

China-Podest gelang ohne Simulator

Weil es in Miami ein Sprintrennen gab, hatten die Piloten nur ein Training zur Verfügung, ehe es schon ernst galt. Das Set-up konnte vor der Sprint-Quali deshalb nicht weiter auf der Strecke optimiert werden.

Hamilton: «Im Idealfall hätte ich dort anfangen sollen, wo Charles zu Beginn des Wochenendes stand.»

Lewis Hamilton
Lewis Hamilton und Ferrari kämpfen in der Formel 1 um den Anschluss an die Spitze. - keystone

Insgesamt war der 41-Jährigen aber nicht nur unzufrieden mit seinem Ferrari. Ohne Set-up-Fehlstart wäre «ein stärkeres Wochenende» drin gelegen, meint der 105-fache GP-Sieger. «Ich werde also nicht im Simulator für das nächste Rennen trainieren.»

In China hat dieser Ansatz funktioniert. Vor dem Rennen sei er dort nicht in den Simulator gestiegen, erzählt Hamilton. Am Ende belegte er in Shanghai Platz drei – es war sein erster GP-Podestplatz für die Scuderia.

In zwei Wochen gastiert die Formel 1 im kanadischen Montréal.

Kommentare

User #3915 (nicht angemeldet)

Ist ja auch langweilig, ständig im Kreis zu fahren...

User #4073 (nicht angemeldet)

Ich halte ebenfalls nichts von diesen Spielzeug Simulatoren.

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