Formel 1: George Russell feiert Start-Ziel-Sieg in Aserbaidschan
Nach einem Re-Start in Runde 35 wird es in der Formel 1 doch noch chaotisch: Am Sieg von Pole-Setter George Russell im Mercedes ändert das jedoch nichts.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Sieg beim GP von Aserbaidschan geht an Mercedes: George Russell feiert einen Start-Ziel-Sieg.
- Der Brite gewinnt vor den beiden McLaren-Piloten Max Verstappen und Isack Hadjar.
- WM-Leader Kimi Antonelli fährt von Rang 16 auf 5.
- Audi-Routinier Nico Hülkenberg verpasst als Elfter die Punkte nur knapp.
Mercedes-Pilot George Russell feiert in der Formel 1 einen Start-Ziel-Sieg: Der Pole-Setter holt sich den Sieg beim GP von Aserbaidschan. Der Brite setzt sich vor Max Verstappen im RedBull und dessen Teamkollege Isack Hadjar durch.

Lange passiert in Aserbaidschan wenig. In Runde 30 kommt es zum einem Zwischenfall mit Alex Albon, das Safety Car rückt aus.
Beim Re-Start in Runde 35 wird es dann aber turbulent: In Kurve 1 überholt Verstappen Oscar Piastri. Hinten erwischt es Weltmeister Norris und Pierre Gasly – das Safety Car kommt erneut zum Einsatz. Verursacher des Crashs ist Franco Colapinto, der ebenfalls aufgeben muss.

WM-Leader Kimi Antonelli zeigt in Baku eine starke Aufholjagd: Von Startposition 16 fährt er auf Rang 5. Damit führt er in der Gesamtwertung nachwievor vor Teamkollege und Tagessieger Russell.
Keine Punkte gibt es für Audi: Nico Hülkenberg nutzt das Restart-Chaos und schiebt sich nach vorne. Im Ziel belegt er aber Rang elf und geht leer aus. Gabriel Bortoleto (13.) verpassen die Top Ten.

Weiter geht es in der Formel 1 bereits am kommenden Wochenende: Die Königsklasse gastiert in Malaysia, der Rennen steigt am Sonntag um 9 Uhr Schweizer Zeit.
Warum fuhr die Formel 1 schon am Sonntag?
Statt wie üblich am Sonntag steigt der GP von Aserbaidschan bereits heute Samstag. Warum die Abkehr vom Standard-Termin?
Grund dafür ist ein Feiertag aus der jüngeren Vergangenheit: Am 27. September erinnert Aserbaidschan jährlich an den Zweiten Krieg von Bergkarabach. Der Konflikt mit dem Nachbarland Armenien begann an diesem Datum im Jahr 2020 und dauerte 44 Tage. Er kostete über 8000 Menschen auf beiden Seiten das Leben.

Seither erinnert Aserbaidschan am Datum des Kriegsbeginns an die Opfer des 44-Tage-Krieges. Um diesen «Remembrance Day» zu respektieren, baten die Renn-Organisatoren die Formel 1 um eine Vorverlegung des Grand Prix. Die Königsklasse kam diesem Wunsch für 2026 nach.
WM-Leader jubelt in der Formel 2
Am Freitag feiert Alex Dunne in der Formel 2 seinen ersten Saisonsieg vor Teamkollege Martinius Stenshorne. Dritter wird Dino Beganovic. Gleichzeitig übernimmt Rafael Camara mit Platz vier die Führung in der Gesamtwertung.

Und Camara ist es auch, der am Samstag als frischgebackener WM-Leader zuschlägt: Der Brasilianer holt sich den Sieg im zweiten Rennen. Er setzt sich in Baku vor Verfolger Nikola Tsolov durch. Freitags-Sieger Alex Dunne sichert sich Platz 3.















