Kristina Timanowskaja wurde von zwei Trainern bedroht. Nun hat der Leichtathletik-Weltverband entschieden – der Fall soll genauer untersucht werden.
Flucht
Nach ihrer Flucht lebt Kristina Timanowskaja mittlerweile in Polen. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Kristina Timanowskaja ist von den Olympischen Spielen in Tokio geflüchtet.
  • Dort sei sie von zwei weissrussischen Trainern bedroht worden.
  • Nun leitet der Leichtathletik-Weltverband ein Verfahren gegen die beiden ein.

Die belarussischen Sprinterin Kristina Timanowskaja ist von den Olympischen Spielen geflüchtet. Nun gibt es ein sportrechtliches Verfahren gegen zwei Trainer. Dies teilte der Leichtathletik-Weltverband mit.

In Übereinstimmung mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) wird die unabhängige Integritätskommission (AIU) des Weltverbandes das Verfahren durchführen. Das IOC hatte den belarussischen Leichtathletik-Trainern Artur Schimak und Juri Maisewitsch in Tokio die Olympia-Akkreditierungen entzogen. Sie sollte wegen kritischer Äusserungen in den Sozialen Medien vorzeitig in ihre Heimat zurückkehren. Dies sollen die beiden Coaches Timanowskaja dort mitgeteilt haben.

Ihr Trainer und die Mitglieder des Nationalen Olympischen Komitees hätten sie zunächst in ihrem Hotel zur Heimreise gedrängt. Ausserdem sei ihr gedroht worden, berichtete die 24-Jährige. Sie hatte sich am Flughafen an die japanische Polizei gewandt und ihren Rückflug verweigert. Timanowskaja lebt mit ihrem Mann inzwischen in Polen.

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