Der Bundesrat plant eine Ausweitung des Zertifikats – Tests werden kostenpflichtig. Für ungeimpfte Fans wirds nun teuer. Der ZSC stützt den Entscheid.
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Beim ZSC stösst der Entscheid des Bundesrats auf Verständnis. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ab dem 1. Oktober werden Corona-Tests nicht mehr vom Bund übernommen.
  • Heisst konkret: Fans, die an den Match wollen, zahlen künftig rund 60 Franken obendrauf.
  • Während sich der SCB, FCZ und YB nicht äussern, unterstützt der ZSC den Entscheid.

An der gestrigen Pressekonferenz zieht der Bundesrat die Schraube für Ungeimpfte drastisch an. Berset & Co. starten «vorsorglich» eine Konsultation zur Ausweitung des Covid-Zertifikats.

Bald könnten Innen-Bereiche von Restaurants, Kinos, Zoos oder Fitnesszentren nur noch Geimpften, Genesenen und Getesteten offenstehen. Weil die Konsultation bereits am 30. August endet, scheint die Ausweitung der Zertifikats-Pflicht aber nur noch Formsache zu sein.

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Alain Berset erklärt am Mittwoch, dass Corona-Tests ab 1. Oktober kostenpflichtig werden.
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Kinos, Fitness-Zentren und weitere Innen-Räume sind wohl nur noch mit einem Covid-Zertifikat zugänglich.
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Corona-Tests werden ab 1. Oktober kostenpflichtig.
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Das betrifft auch die Sport-Fans.
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Ungeimpfte müssen vor dem Stadion-Besuch wohl mit Mehr-Kosten von rund 60 Franken für einen Corona-Test rechnen.

Das Vorhaben des Bundesrates betrifft auch ungeimpfte Fussball- und Hockey-Fans. Denn: Tests werden ab dem 1. Oktober kostenpflichtig. Ein Stadion-Besuch für Ungeimpfte wird so richtig teuer!

60 Stutz mehr für jeden Match-Besuch

Konkret bedeutet das Vorhaben des Bundesrats: Wer sich nicht impfen lassen, aber einen Match besuchen will, muss jedes Mal rund 60 Franken Test-Kosten bezahlen. Aktuell liegt der Preis für einen Test noch etwas tiefer. Per Ende September dürfte dieser aber ansteigen.

Was halten Sie davon, dass Corona-Tests ab dem 1. Oktober kostenpflichtig werden?

Was halten die Clubs davon, dass es den Ungeimpften jetzt ans Portemonnaie geht? Bei YB und beim FC Zürich hält man sich bedeckt. Auf Anfrage von Nau.ch heisst es, dass man sich zu dieser Thematik nicht äussern will.

Genauso der SCB. «Wir äussern uns generell nicht zu politischen Themen», so Kommunikations-Chef Christian Dick. SCB-Boss Marc Lüthi schreibt auf scb.ch:

«Wir wissen nicht, wie unser Publikum auf die jetzige Ausgangslage reagiert. Kommen die Leute in Scharen oder sind die einen oder anderen noch zurückhaltend? Wir beim SCB halten es sehr einfach. Wir halten uns an die Vorgaben und machen genau das, was wir dürfen.»

Keine Bedenken beim ZSC

Optimistisch klingt es bei den ZSC Lions. Medienchef Sandro Frei sagt gegenüber Nau.ch: «Wir als Klub akzeptieren die Spielregeln und sind überzeugt, dass es unsere Fans auch tun.»

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Beim ZSC spricht man von einem «wesentlichen Fortschritt» im Vergleich zur letzten Saison. - Keystone

Entscheidend sei, «dass mit der Zertifikats-Lösung wieder Grossveranstaltungen mit Zuschauern durchgeführt werden können.» Ohne dabei Masken zu tragen, ohne Platz- und Konsumationsbeschränkungen. «Das ist ein wesentlicher Fortschritt im Vergleich zur letzten Saison, die praktisch komplett nur aus Geisterspielen bestand», so Frei.

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