BSC Young Boys

YB – Lunde: «Das ist meine YB-Wuschliste für 2026»

Lars Lunde
Lars Lunde

Bern,

Der Ausklang des Jahres 2025 verläuft für YB enttäuschend. Für 2026 hat Nau.ch-Kolumnist Lars Lunde einige Wünsche – und er glaubt weiterhin an Erfolge.

YB
Nau.ch-Kolumnist Lars Lunde schreibt über YB. - Nau.ch / Ueli Hiltpold

Das Wichtigste in Kürze

  • Lars Lunde wünscht sich für YB im 2026 unter anderem Konstanz und einen Mittelfeld-Chef.
  • Der Nau.ch-Kolumnist traut den Bernern trotz des schwachen Jahresendes den Titel zu.
  • Dafür brauche es aber zwingend eine bessere Defensive bei den Bernern.

Über die letzten beiden YB-Spiele des Jahres müssen wir nicht mehr gross sprechen. Es waren bittere Niederlagen, die geschmerzt haben. Derzeit sind vor allem Alvyn Sanches und Dominik Pech meine Hoffnungsträger.

YB
Alvyn Sanches ist einer der Lichtblicke bei YB. - keystone

Aber pünktlich zum neuen Jahr ist es Zeit, nach vorne zu blicken. Darum habe ich mir folgende Wünsche für meine Young Boys für das Jahr 2026 notiert.

Begeisternde Heimspiele

Ich wünsche mir, dass YB seine Heimspiele wieder durchgehend dominant gestaltet. Es muss ein klarer Matchplan her, Der sich an den eigenen Stärken orientiert.

YB
Lars Lunde hofft auf begeisternde Heimspiele von YB. - keystone

Tritt YB spielbestimmend auf, generieren sie fünf bis zehn gute Torchancen pro Spiel. Das sorgt für Unterhaltung und erhöht die Siegeschancen. Ich möchte wieder vermehrt mit einem guten Gefühl nach Hause gehen, nach einem Spiel, in dem YB den Gegner von der ersten bis zur letzten Minute dominiert.

Defensive Stabilität

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Defensive ist derzeit das grosse Problem bei YB. 38 Gegentore in 19 Spielen sind schlicht zu viel, damit verlierst du etliche Punkte – und so wirst du nicht Meister.

YB
Captain Loris Benito und seine Defensive kassieren viele Tore. - keystone

Hier hoffe ich, dass Captain Loris Benito einen Weg findet, seine Viererkette zu stabilisieren. Die einfachen Gegentore müssen sofort abgestellt werden. Das liegt aber nicht nur an den Verteidigern, sondern auch am Mittelfeld. Und hier kommt gleich mein nächster Wunsch.

Mittelfeld-Chef muss her

Die Berner brauchen im Zentrum eine Granate als Leadertyp. Einen Spieler, der das Team von der ersten Minute an besser macht und die Qualität steigert. Natürlich kostet so ein «Leuchtturm» viel Geld – und davon hat YB schon viel ausgegeben.

YB
Wann kehrt der verletzte Edimilson Fernandes zu YB zurück? - keystone

Aber bei Raveloson oder Gigovic sehe ich diese Funktion nicht. Vielleicht könnte es Edimilson Fernandes, wenn er sich nach seiner Verletzung erholt und Trainer Gerardo Seoane ihm die richtige Rolle auf den Leib schneidert.

Mehr Konstanz in allen Belangen

Es ist der Wunsch, den sich wohl alle Teams für 2026 notiert haben: Konstanz! Ich erwarte und hoffe, dass YB schon zum Jahresstart Konstanz in seine Leistungen bringt. Es braucht ein gewisses Level, das in jedem Spiel abgerufen werden kann. Dann ist in dieser Liga weiterhin alles möglich – sogar der Meistertitel.

Traust du YB noch den Meistertitel zu?

Ja, jetzt werden mich einige auslachen: Aber ich sehe kein Team, das konstant bessere Leistungen bringt – ausser Thun. Aber beim Wintermeister habe ich weiterhin Zweifel, dass sie ihre Pace halten können.

YB
Gerardo Seoane kehrt in der laufenden Saison zu YB zurück. - keystone

Und zur Konstanz gehört natürlich auch der Trainerposten. An Gerardo Seoane darf nicht gerüttelt werden. Er bringt alles mit, um YB zum Erfolg zu führen – das hat er bereits mehrfach bewiesen. Er braucht aber Zeit. Denn die Vergangenheit hat bewiesen, dass es bei YB zuletzt nur selten am Trainer lag.

Allen ein frohes neues Jahr – und natürlich: Hopp YB!

Lars Lunde

1986 schiesst Lars Lunde YB zum Meistertitel. Ein Jahr später wechselt der Däne zum grossen Bayern München in die Bundesliga. Später spielt er auch unter Ottmar Hitzfeld für Aarau.


Im Alter von 26 Jahren muss Lunde wegen der Folgen eines Verkehrsunfalls seine Karriere beenden.

Bis heute ist der 61-jährige Lars Lunde in Bern eine Legende – und seit 2024 auch Nau.ch-Kolumnist.

Super League - Super League: Regular Season (01.01.2026)SpSNUTorePkt
1.FC Thun Berner Oberland LogoFC Thun Berner Oberland19135139:2340
2.FC St. Gallen LogoFC St. Gallen19126138:2237
3.FC Lugano LogoFC Lugano19106328:2333
4.FC Basel LogoFC Basel1995528:2032
5.BSC Young Boys LogoBSC Young Boys1986538:3829
6.FC Sion LogoFC Sion1875627:2327
7.FC Zürich LogoFC Zürich1979328:3524
8.FC Luzern LogoFC Luzern1958635:3521
9.Lausanne-Sport LogoLausanne-Sport1857627:2721
10.Servette LogoServette1858530:3620
11.Grasshopper Club Zürich LogoGrasshopper Club Zürich19410526:3517
12.FC Winterthur LogoFC Winterthur18212423:5010
Super League - Super League: Regular Season (01.01.2026)SpPkt
1.FC Thun Berner Oberland LogoFC Thun Berner Oberland1940
2.FC St. Gallen LogoFC St. Gallen1937
3.FC Lugano LogoFC Lugano1933
4.FC Basel LogoFC Basel1932
5.BSC Young Boys LogoBSC Young Boys1929
6.FC Sion LogoFC Sion1827
7.FC Zürich LogoFC Zürich1924
8.FC Luzern LogoFC Luzern1921
9.Lausanne-Sport LogoLausanne-Sport1821
10.Servette LogoServette1820
11.Grasshopper Club Zürich LogoGrasshopper Club Zürich1917
12.FC Winterthur LogoFC Winterthur1810

Kommentare

Tkunz

Seoane ist der falsche Trainer. Wahrscheinlich braucht es einen neuen Sport heg.

User #3826 (nicht angemeldet)

Bevor die fiesen Kommentare kommen: Ich finde diese Analyse von Herrn Lunde gut. Aus meiner Sicht funktionieren die oft beschworenen "YB Werte" offenbar nicht wirklich. Seoane könnte versuchen, im Einzelgespräch herauszufinden, wer es ist, der die Spieler mit Negativität und Stress verunsichert. Das kann ein Wichtigtuer aus dem Medizinteam sein, ein Spieler-Berater, sogar ein anderer Spieler. Diese Miesmacher müssen entfernt werden. Und dann will ich Laufleistung von den Spielern sehen auf dem Platz. Aber nicht im Training, sondern in jedem Ernstkampf. Es hat genug Spieler, um Auswechslungen ab Minute 50 zu machen! Wir brauchen keine "Stars", die vom Training ausgelaugt sind und ihre Energie im Ernstkampf sparen wollen. Und mehr Spielintelligenz wäre auch super. Vielleicht braucht es dafür nur etwas mehr (mentalen) Freiraum für gewisse Spieler?

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