YB: So verrückt ist die Kartenbilanz der Berner
Beim 1:3 gegen Lausanne-Sport baut YB seine Rot-Serie weiter aus. Die verrückte Bilanz der Berner: Schon neun Platzverweise, bei verhältnismässig wenig Karten.

Das Wichtigste in Kürze
- YB verliert mit 1:3 gegen Lausanne-Sport – Mambwa fliegt in der ersten Halbzeit vom Platz.
- Schon neunmal wurde ein Spieler der Berner in der laufenden Saison des Feldes verwiesen.
- Olivier Mambwa wird von der Liga für zwei Spiele gesperrt.
Das neue Jahr startet für YB, wie das letzte geendet ist: Mit einer Niederlage. Einmal mehr ist es dabei eine Rote Karte, die den Bernern das Genick bricht. Der 17-jährige Olivier Mambwa fliegt beim Stand von 1:1 vom Platz – am Ende siegt Lausanne mit 3:1.
Eine Grätsche auf Höhe der Mittellinie führt zur Roten Karte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Eine unglückliche Szene, bei der Mambwa die fehlende Erfahrung anzumerken ist. Und für die er jetzt für zwei Spiele gesperrt wird. Nur: Dieser Platzverweis ist alles andere als ein Einzelfall.
Dreimal in Serie Direkt-Rot gegen YB
Eine ähnliche Situation ereignete sich direkt vor der Winterpause: Gegen den FC Lugano war es Saidy Janko (30), der zur «Schere» ansetzte und Gegenspieler Ousmane Doumbia zu Fall brachte. Auch hier schaltete sich der VAR ein und Gelb wurde zu Rot.
Rayan Raveloson (29) hatte im Spiel davor (2:6 gegen GC) ebenfalls Rot gesehen. Er hatte seinen Gegenspieler bei einem missglückten Klärungsversuch am Kopf getroffen. Auch hier war es der Videoschiedsrichter, der den Platzverweis brachte.
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Dreimal in Serie schwächt sich YB selbst. In 20 Super-League-Spielen wurde schon siebenmal vorzeitig ein Berner vom Platz geschickt – zweimal mit Gelb-Rot. Damit liegt YB gemeinsam mit dem FC Zürich und Lausanne an der Spitze dieser Statistik.
YB mit irrer Rot-Quote – auch in Europa League
Dabei hat kein Team so wenig Karten gesammelt wie die Berner (33). Der FC Winterthur hat als gemäss «SFL Fair Play Trophy» fairstes Team der Liga 14 Gelbe Karten mehr abgeholt.
Nur ist die Rot-Quote verrückt: Fast jede fünfte Karte, die ein YB-Spieler sieht, ist Rot.

Dieses Problem gilt nicht nur in der Liga: In der Europa League holte Armin Gigovic gegen PAOK bereits in der sechsten Minute eine direkte Rote Karte ab. Beim Heimsieg gegen Lille sah der eingewechselte Zoukrou in den Schlussminuten gleich zweimal Gelb.

Nach der Pleite gegen Lausanne nervt sich Christian Fassnacht im «SRF»-Interview: «Heute ist alles zusammengekommen, was wir im letzten Jahr falsch gemacht haben. Wir schwächen uns immer selbst, die ganze Zeit.»
Schon neun Platzverweise stehen zur Saisonhälfte zu Buche. Zum Vergleich: Als Seoane 2018 nach Bern kam, schloss YB die Meistersaison mit nur zwei Platzverweisen in der Liga ab.

Den Rot-Fluch durchbrechen will YB am Donnerstag (18.45 Uhr) im Europa-League-Heimspiel gegen Stade Lyon. Am Sonntag (14 Uhr) folgt beim Leader in Thun eine weitere wichtige Partie.
















