WM 2026 – First Lady Anja Yakin: «Ich bin stolz wie Oskar!»
Nach dem historischen Viertelfinal-Einzug an der WM 2026 spricht Anja Yakin mit Nau.ch über Ehemann Murat – und eine mögliche Rückkehr nach New York …

Das Wichtigste in Kürze
- Die Schweizer Nati steht an der WM 2026 im Viertelfinal und trifft dort auf Weltmeister Argentinien.
- Anja Yakin erzählt im Interview mit Nau.ch, wie sie Ehemann Murat derzeit erlebt.
- Sie sagt: «Er freut sich mega, weil so viel Arbeit dahintersteckt.»
Nau.ch: Anja, wie stolz bist du gerade auf deinen Mann?
Anja Yakin: Ich bin stolz wie Oskar!
Nau.ch: Wie häufig hat dein Telefon seit dem Sieg gegen Kolumbien geläutet?
Anja Yakin: Unendlich viel, ich wurde mit Nachrichten überschüttet. Es freut mich, dass unsere Freunde mit uns so mitfiebern.
Nau.ch: Wie sah es während des Achtelfinals bei dir aus? Mit den Mädels vor dem Fernseher und dann fliegt Popcorn durch die Luft?
Anja Yakin: Genau so. Die Mädels kämpften zwischendurch mit der Müdigkeit, haben dann aber doch durchgehalten. Es wurde extrem spät, deshalb schrieb ich der Schule, dass sie am nächsten Tag nicht kommen. Für diese Ausnahme hatte sie vollstes Verständnis.
Nau.ch: Wann hast du Murat nach diesem historischen Sieg erstmals gehört?
Anja Yakin: Ich höre ihn ständig ...
Nau.ch: Wie hast du ihn erlebt?
Anja Yakin: Er freut sich mega! Für ihn ist das Ganze harte Arbeit – er geht morgens um 2 Uhr ins Bett und steht um 7 Uhr wieder auf. Murat überlässt nichts dem Zufall, analysiert jede Bewegung des Gegners und jeden Schachzug – es ist einfach alles durchdacht und durchgeplant. Er weiss genau, was er macht.
Murat flippt dann aber nicht aus wie ich. Ich kann meine Emotionen nicht zurückhalten, er schon. Murat hat das typische Pokerface – das ist seine Art. Er freut sich natürlich mega, weil so viel Arbeit dahintersteckt.
Nau.ch: Dir ist schon bewusst, dass Murat jetzt der erfolgreichste Schweizer WM-Trainer aller Zeiten ist?
Anja Yakin: Ja, das soll auch so sein. Es ist schön für ihn, für unser Land und für alle Fans, dass die Nati mit ihm als Trainer die erfolgreichste Schweizer WM aller Zeiten spielt.
Nau.ch: Gehen wir jetzt bis in den Final?
Anja Yakin: Ich bin eine Träumerin und habe meine Vorstellungen. Murat ist das pure Gegenteil. Er ist Realist und sagt immer: Schritt für Schritt! Er denkt noch gar nicht ans Grosse. Ich beginne aber gleich zuhinterst und denke schon ans Grosse (lacht). Deshalb ergänzen uns Murat und ich so gut und passen seit 24 Jahren so gut zusammen.
Das Beste ist: Ich liebe New York (Austragungsort des WM-Finals, Anm. d. Red.) und meine Girls auch. Wir waren schon oft dort. Murat kam aber nur wegen uns mit, denn die Stadt ist nicht so seins. Ich habe ihm dann gesagt: Du willst die Stadt nicht – aber die Stadt will dich! Dann musste er lachen.
Nau.ch: Reisen du und die beiden Töchter noch an ein WM-Spiel oder bleibt ihr zuhause?
Anja Yakin: Bislang lief es etwas unglücklich. Meine beiden Töchter sind schulpflichtig. Die Ältere wollte die Prüfungen und die Klassenfahrt in den Europapark nicht verpassen, was ich verstehe. Die Jüngere wollte an den Abschlussball.
Jetzt gehen wir zuerst nach Island – diese Ferien habe ich schon organisiert, bevor die WM überhaupt ein Thema war. Das Gute ist, das wir dort nur noch fünf Stunden von Murat entfernt sind und somit auch schneller in den USA sind.
Nau.ch: Bei einem allfälligen Halbfinal wärt ihr dabei?
Anja Yakin: Ja, ganz sicher!





















