Riesen-Rakete Starship muss Testflug vor Start abbrechen
Ein geplanter weiterer Testflug des grössten jemals gebauten Raketensystems ist kurz vor dem Start abgebrochen worden. «Einige Triebwerke haben nicht gezündet, was einen automatischen Startabbruch auslöste», schrieb SpaceX-Chef Elon Musk auf der Plattform X.

«Der nächste Startversuch wird hoffentlich in ein paar Tagen stattfinden.» Im Mai hatte die Riesen-Rakete zuletzt einen Testflug absolviert, den insgesamt zwölften.
Auch dabei waren einige Triebwerke ausgefallen, ansonsten war der Test aber weitgehend nach Plan verlaufen. Erstmals war dabei die «Version 3» des Starship zum Einsatz gekommen. Dabei handelt es sich nach Angaben des Unternehmens um eine unter anderem im Hinblick auf Design und Leistungsfähigkeit komplett überarbeitete Version der Riesen-Rakete.
Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will mit dem Starship Astronauten zum Mond schicken, während SpaceX das Ziel verfolgt, damit eines Tages den Mars zu erreichen. Das Raketensystem ist höher als die Freiheitsstatue in New York. Es besteht aus zwei Teilen, die sich nach dem Start trennen: dem etwa 70 Meter langen Booster Super Heavy und der – ebenfalls Starship genannten – oberen Stufe, die rund 50 Meter misst. Beide Teile sind so konzipiert, dass sie irgendwann nach der Rückkehr zur Erde wiederverwendet werden können.
Erstmals war das Raketensystem im April 2023 getestet worden – und damals nach wenigen Minuten komplett explodiert. Bei weiteren Tests erreichte die obere Stufe den Rand des Weltalls und landete auch schon kontrolliert im Indischen Ozean. Mehrere Testflüge waren allerdings deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
SpaceX hatte vor kurzem den bislang grössten Börsengang hingelegt, zuletzt war die Aktie allerdings unter den Ausgabepreis gefallen.










