Schweizer Nati: SRF-Ruefer giftelt wegen Embolo gegen den SFV
Heute startet die Schweizer Nati gegen Nordmazedonien in die Nations League. Rund um den Fall Embolo äussert sich SRF-Mann Sascha Ruefer kritisch über den SFV.
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Das Wichtigste in Kürze
- SRF-Kommentator Sascha Ruefer spricht rund um den Fall Embolo von einem Fauxpas des Verbands.
- Für Ruefer scheint der SFV der einzige Protagonist gewesen zu sein, der davon überrascht worden sei.
- Embolo wurde wegen Urkundenfälschung verurteilt und reist deshalb aktuell nicht zur Nati.
Nach der WM ist vor der Nations League: Heute um 20.45 Uhr trifft die Schweizer Nati in Skopje auf Nordmazedonien. Mit dabei ist erstmals Sion-Shootingstar Winsley Boteli.
Er soll zusammen mit Jugendfreund Johan Manzambi in der Nati für die Offensiv-Musik sorgen. Doch die Schlagzeilen gehören derzeit eher langjährigen Nati-Spielern.

Zunächst sorgt Captain Granit Xhaka Anfang Woche für Aufsehen: Er gibt zu, während Corona eine Impf-Bestätigung erworben zu haben. Nun will er mit den Behörden kooperieren und wird daher in Absprache mit dem SFV nicht beim Zusammenzug dabei sein.
Sascha Ruefer: «Das ist ein Fauxpas vom Verband»
Ruhiger wird es aber nicht: Am Freitag wird bekannt, dass Breel Embolo ebenfalls nicht zur Schweizer Nati reisen wird.
Im November 2025 wurde gegen den Stürmer ein Strafbefehl wegen mehrfacher Anstiftung zu Urkundenfälschung erlassen. Wie Embolo bei «Schweiz heute» bestätigt, hat er diesen akzeptiert, das Urteil ist rechtskräftig.

Nati-Kommentator Sascha Ruefer zeigt sich das der Pressekonferenz am Freitag kritisch: «Man hatte an der Medienkonferenz das Gefühl, der einzige, der überrascht worden ist, war der Fussballverband», so Ruefer. «Dabei wusste die Öffentlichkeit von diesem Fall, von dieser Anhörung.»
Offenbar habe man beim SFV nicht gewusst, wie der Fall Breel Embolo ausgegangen ist. «Das ist ein Fauxpas vom Verband, das muss dieser wissen. Dann folgt völlig überhastet eine Mitteilung mit dem Hinweis, dass Breel Embolo zu Hause bleibt. Man hat eine gewisse Panik gespürt», findet Ruefer.

SFV-Medienchef Adrian Arnold wird bei der Pressekonferenz zuvor darauf angesprochen, ob sich der Verband intensiver mit dem Embolos Corona-Fall hätte auseinandersetzen müssen.
«Wenn, dann wäre es wahrscheinlich die Aufgabe des Spielers gewesen, uns darüber zu informieren», so Arnold. Er sieht keinen Vertrauensbruch in diesem Fall, wie er weiter erklärt.
«Sicherlich nicht. Die Frage ist: Inwiefern muss uns ein Spieler über eine private Angelegenheit informieren?»
Fussball wird übrigens auch noch gespielt: Um 20.45 Uhr trifft die Schweizer Nati heute auf Nordmazedonien.
Murat Yakin sagt trotz des Trubels unter Woche: «Wir können es jetzt nicht ändern. Wichtig ist, dass wir diese Woche gut trainiert haben und uns auf den Fussball konzentrieren können. Alles andere besprechen wir im November.»
















