Schweizer Nati – Tami: «Bin froh, wie Granit Xhaka reagiert hat»
Vor den Partien in der Nations League beschäftigt der «Fall Xhaka» die Fussball-Nation. Im Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden.

Heute ist die Schweizer Nati zum ersten Zusammenzug nach der WM 2026 eingerückt. Im Vorfeld vor den vier Spielen in der Nations League sorgt für allem die Corona-Affäre um Captain Granit Xhaka für Schlagzeilen.
SFV-Präsident Peter Knäbel äussert sich zur Affäre. In der Türkei gibt auch Nati-Direktor Pierluigi Tami an der Medienkonferenz Auskunft.
«Ich bin froh, wie Granit reagiert und die Verantwortung übernommen hat. Das war sehr wichtig», sagt Nati-Direktor Pierluigi Tami an der Pressekonferenz in der Türkei. Er schätze diese Reaktion des Captains, Fehler mache jeder.
Tami betont, dass der SFV nie eine Impfung vorausgesetzt habe und es sich um eine private Angelegenheit handle. Mit Xhakas Geständnis sei die Thematik «für uns momentan erledigt», so Tami. Die Nati müsse sich in der Türkei auf das Sportliche konzentrieren.

In der Nations League muss die Schweiz nach dem Abstieg in der Liga B antreten. «Wir wollen wieder in der Liga A spielen. Das ist wichtig für die sportliche Entwicklung», so Tami.
Es gehe in der Nations-League-Kampagne aber auch darum, die Spieler zu entwickeln. Leader Granit Xhaka dabeizuhaben, wäre hierbei «wichtig». Nun aber fehlt der Captain.
Die Anzeichen verdichten sich, dass Tami heute wohl kaum über Xhaka sprechen wird. SFV-Präsident Peter Knäbel stellt sich nämlich schon im Vorfeld vor das SRF-Mikrofon.

Peter Knäbel über
… den Vergleich von Granit Xhaka und Patrick Fischer?
«Ich selber sehe grosse Unterschiede zwischen den beiden Fällen. Granit Xhaka hätte die Impf-Bestätigung nicht benötigt, um bei einem Turnier teilzunehmen. Wir haben sie auch nicht benötigt für die Länderspiele, die er gemacht hat. Es war vor meiner Zeit, aber ich habe mich erkundigt: Der SFV hat nur eine Impf-Empfehlung abgegeben – und keine Impfpflicht. Insofern ist der Fall völlig anders gelagert»
… Xhakas Zukunft als Nati-Captain
«Ich glaube, er hat mit seinem Verhalten und seiner Reaktion gezeigt, wie ein Captain auf so etwas reagieren sollte. Alles andere werden wir in Zukunft miteinander klären.»
Um 16 Uhr (17 Uhr Ortszeit) wird Nati-Direktor Pierluigi Tami einen Pressetermin abhalten. Spricht der 65-Jährige darin über den Fall Xhaka? Oder wird man sich auf das Sportliche konzentrieren?
Auf die Nati warten vier Länderspiele in der Nations League:
26. September, 20.45 Uhr: Nordmazedonien – Schweiz (Skopje)
29. September, 20.45 Uhr: Schottland – Schweiz (Glasgow)
3. Oktober, 20.45 Uhr: Schweiz – Slowenien (Luzern)
6. Oktober, 20.45 Uhr: Schweiz – Nordmazedonien (Luzern)
Heute Vormittag platzt die Bombe: Granit Xhaka gibt auf Instagram zu, dass er sich eine Impfbestätigung gekauft habe. (Hier geht es zum Bericht) Der 33-Jährige schreibt weiter: «Heute sehe ich klar, dass dieser Weg nicht richtig war. Es war ein Fehler, das tut mir leid.»

Als eine der Folgen wird der Nati-Captain nicht zum Nations-League-Zusammenzug anreisen. Das bestätigt der SFV kurz darauf in einer Mitteilung.
«Nach seinem persönlichem Statement zur Impfbestätigung wird Granit Xhaka am bevorstehenden Nati-Zusammenzug nicht teilnehmen. Dieser Entscheid wurde in einem Gespräch zwischen Xhaka und der SFV-Verbandsführung gemeinsam getroffen.»
















