Schweizer Nati – Murat Yakin: «Rechne nach wie vor mit Embolo»
Am Freitag erlebt die Schweizer Nati den nächsten Corona-Skandal. Breel Embolo fälschte Testzertifikate und wird dem Team fehlen. Was sagt der Trainer?

Das Wichtigste in Kürze
- Murat Yakin rechnet auch in Zukunft mit Breel Embolo.
- Der Entscheid, dass der Stürmer nicht zur Nati reise, sei nicht von ihm gekommen, so Yakin.
- Der SFV sieht keinen Vertrauensbruch seitens Embolo.
Wenige Tage nach dem Geständnis von Captain Granit Xhaka hat die Schweizer Nati bereits den nächsten Corona-Betrugsfall.
Am Freitag wird bekannt, dass Breel Embolo wegen Anstiftung zu Urkundenfälschung im letzten Jahr schuldig gesprochen wurde. Der Stürmer liess sich zwei gefälschte Covid-Testzertifikate zukommen. Der Verband entschied daraufhin, dass Embolo nicht zur Nati reisen soll.
Einen Tag vor dem Start in die Nations League sind die News rund um Embolo Thema an der Pressekonferenz.
Embolo im November wohl wieder bei Schweizer Nati
Viele Worte zu seinem Stürmer will der Trainer der Schweizer Nati aber nicht verlieren. «Ist leider so», sagt Murat Yakin in Nordmazedonien.
«Ich rechne nach wie vor mit ihm», verrät Yakin mit Blick auf die Zukunft. «Wir können es jetzt nicht ändern. Wichtig ist, dass wir diese Woche gut trainiert haben und uns auf den Fussball konzentrieren können. Alles andere besprechen wir im November.»

Der SFV teilte am Freitag mit, dass die Verbandsführung entschieden habe, dass Embolo nicht anreise. Yakin stellt an der Pressekonferenz klar: Dieser Entscheid «kam nicht von mir».
Für die ersten beiden Spiele hat Yakin bereits drei Alternativen für das Sturmzentrum: Winsley Boteli, Cedric Itten und Andi Zeqiri. Sollte es für das dritte und vierte Spiel Anpassungen brauchen, könne man nächste Woche reagieren, so Yakin.
SFV sieht keinen Vertrauensbruch
Am Freitagabend kommt auch die Frage auf, ob sich der SFV intensiver mit Embolos Corona-Fall hätte beschäftigen müssen.
«Wenn, dann wäre es wahrscheinlich die Aufgabe des Spielers gewesen, uns darüber zu informieren», findet SFV-Medienchef Adrian Arnold. Der SFV habe denselben Informationsstand gehabt wie die Öffentlichkeit.

Arnold sieht in diesem Fall keinen Vertrauensbruch. «Sicherlich nicht. Die Frage ist: Inwiefern muss uns ein Spieler über eine private Angelegenheit informieren?»
Yakin will den Rasen gemäht
Zum Sportlichen: Die Schweizer Nati beginnt die Nations League mit einem Gastspiel in Nordmazedonien. Zur Vorbereitung bestritten die Schweizer diese Woche ein Trainingslager im türkischen Belek. Dieses sei unter guten Bedingungen «super verlaufen», erzählt Murat Yakin.
Der Nati-Coach ist froh, dass sein Team noch am Freitag in der Türkei trainiert hat. In Nordmazedonien sei man auf sieben Zentimeter hohes Gras gestossen. «Ich wäre froh, wenn das morgen noch geschnitten wird, weil so kann man nicht Fussball spielen», kommentiert Yakin.

Einen nicht ganz normalen Abend erleben wird Ardon Jashari. Der Mittelfeldspieler begründet: «Für mich ist es ein sehr spezielles Spiel hier in Nordmazedonien, wo meine Eltern geboren und meine Wurzeln sind.»
Jashari dürfte am Samstag aufgrund der Xhaka-Absenz von Beginn weg für die Schweizer Nati auflaufen. Anpfiff in Skopje ist um 20.45 Uhr.
















