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GC: Fans ziehen mehrfach Notbremse – SBB reicht Strafanzeige ein

Pascal Moser
Pascal Moser

Zürich,

Nachdem am Samstag Anhänger von GC auf der Reise nach Lausanne mehrfach die Notbremse tätigten, reagiert die SBB mit einer Stellungnahme und einer Strafanzeige.

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Fans von GC sorgten am Samstag für ein Zugchaos in Bern. (Archivbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • GC-Fans zogen auf dem Weg nach Lausanne mindestens 15 Mal die Notbremse.
  • Daraufhin kam es vor Bern zu einem Zug-Chaos.
  • Die SBB verurteilt das Verhalten und reicht Strafanzeige ein.

Am Samstag reisten die Fans von GC mit dem Zug von Zürich ans Auswärtsspiel nach Lausanne. Auf dem Weg kam es zu einem Protest gegen die SBB. Grund war laut eines Flyers, dass die Zuggesellschaft «den Einsatz von Extrazügen systematisch abbaut».

Die Anhänger tätigten mindestens 15 Mal die Notbremse, wie die SBB am Montag in einer Medienmitteilung schreibt. Diese Zugblockade verurteilt das Unternehmen scharf. «Sicherheit hat für die SBB oberste Priorität», heisst es weiter.

Strafanzeige nach Zugblockade durch GC-Fans

Neben einem Appell an die Beteiligten wurde Strafanzeige eingereicht. «Die Notbremse darf nur bei konkreten Gefahrensituationen gezogen werden, da durch das abrupte Bremsen Reisende verletzt werden könnten.»

Die Behauptung der Anhänger von GC bezüglich des systematischen Abbaus der Fanzüge dementiert die SBB.

Über 6 Stunden Verspätung

«Wie in der Vergangenheit setzt die SBB auch heute und künftig bei Spielen der Super League für Gästefans ab einer Gruppengrösse von 400 Personen Fanzüge ein.» Für kleinere Gruppen würden Gruppenreservationen in einem regulären Zug gemacht. Und: «Je nach Bedarf werden zusätzliche Wagen angehängt.»

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Die Fans von GC sorgten in Bern für grosse Verspätungen. - nau.ch

Die Blockade durch die Zürcher Fans hatte «weitreichende Folgen für den Bahnverkehr», schreibt die SBB. Total 85 Züge seien betroffen gewesen. «Insgesamt löste dies Verspätungen von kumuliert 6 Stunden und 25 Minuten aus.»

Sportlich durfte GC in Lausanne über ein spätes Remis jubeln. Bengondo traf in der 81. Minute zum 1:1-Endstand.

SBB führt Verhaltenskodex ein

Für die Saison 2026/27 kündigten die SBB Anpassungen an. So soll künftig ein Verhaltenskodex mit klaren Konsequenzen bei Verstössen gelten. Zudem verkehren Fanzüge nur noch, wenn zum entsprechenden Zeitpunkt auch reguläre Züge fahren. Ausserhalb dieser Zeiten können Clubs Charterzüge buchen.

Kommentare

User #78 (nicht angemeldet)

Wenn das stimmt was einem so zu Ohren kommt, dass die 200 Fussball"Fans" OHNE Polizeibegleitung und das Zugspersonal ohne Sicherheitspersonal unterwegs waren, lässt dies die Unternehmensbehauptung der Medienstelle,die ([betriebliche sowie die] Sicherheit der Fahrgäste und des Zugspersonales würde oberste Priorität besitzen) jedoch in einem ganz anderen Licht erscheinen.

User #3264 (nicht angemeldet)

Fans taugen nichts - und die Mannschaft ist bemüht - aber es reicht noch nicht.

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