Fussball-Talk: YB-Fasi gehört in Startelf! – Alarm-Woche für FCZ!
Der FCB gewinnt im Klassiker erneut spät – der FCZ muss aufpassen. YB muss gegen GC in Unterzahl mit einem 1:1 leben. Willkommen beim Fussball-Talk.

Das Wichtigste in Kürze
- In der Nachspielzeit dreht der FCB den Klassiker gegen den FCZ und gewinnt 2:1.
- Damit liegt der Punkteschnitt von FCZ-Trainer Dennis Hediger bei 0,86.
- YB muss gegen GC mit einem 1:1 vorlieb nehmen, Leader Thun gewinnt in Genf.
- Sportchef Christoph Böhlen und Chefreporter Mischi Wettstein im Gespräch.
Nau.ch: Wir starten mit dem Klassiker. Mischi, du warst im Stadion: Wie Ende Januar gewinnt der FCB spät gegen den FCZ. Wie war es?
Mischi Wettstein: Es war nicht so gut, wie vor zwei Wochen – aber das war auch fast nicht möglich. Sagen wir es so: Vor zwei Wochen gab es ein Filet, gestern wurde eine Cervalat serviert.
Christoph Böhlen: Du trägst deine FCZ-Niederlage aber mit Fassung? Ich habe eigentlich erwartet, dass jetzt das grosse Gejammer losgeht wegen der späten Niederlage und einem Schiri-Entscheid...
00:00 / 00:00
Mischi Wettstein: Nein, ich will nicht jammern. Aber neutral betrachtet: Wieso fliegt FCB-Leroy nach 48 Minuten nicht vom Platz? Es war ein Foul, das die zweite Gelbe Karte hätte nach sich ziehen müssen. Ein klarer Fall! Aber der Schiri und seine Assistenten haben wohl ein Nickerchen abgehalten.

Christoph Böhlen: Zugegeben: Es ist bitter, kann der VAR in solchen Szenen nicht unterstützen. Der wird ja sonst für jeden Mist eingesetzt. Trotzdem: Dein FCZ muss dir Sorgen machen?
Mischi Wettstein: Jetzt bleiben wir zuerst beim FCB. Nach drei Pleiten zum Lichtsteiner-Start dürfen wir auch mal Positives berichten: Der Schlussspurt und die Joker haben den Sieg gebracht. Steph Lichtsteiner hat den Sieg eingewechselt, auch wenn er die Lorbeeren dafür nicht haben will. Er meinte nach dem Spiel nur, er hätte die Position einfach 1:1 ersetzt – nicht mehr und nicht weniger.
00:00 / 00:00
Christoph Böhlen: Überbewerten muss man den Sieg nicht. Der FCZ ist aktuell nicht gut, da ist ein Heimsieg als amtierender Meister doch Pflicht? Über den Berg ist der FCB nicht, es warten jetzt schwere Spiele in Sion und gegen Lugano. Magst du jetzt über den FCZ sprechen?
Mischi Wettstein: Also gut. Schauen wir auf die Fakten: Der Punkteschnitt von Dennis Hediger fällt auf 0,86 Zähler – das ist schon sehr ernüchternd! Denn auch die Zürcher werden unter dem Strich an Punkten gemessen.
Beim FCZ ist jetzt Alarm-Woche! Aus den beiden Heimspielen gegen Winterthur und Luzern müssen sechs Punkte her, sonst kommt man in der Tabelle unweigerlich in den «Seich».
Neben der Tatsache, dass für Neuzugang Alexander Hack noch die Spielberechtigung aus der MLS fehlt, braucht der FCZ einen Nachfolger für Steven Zuber. Ich habe gehört: Eine mögliche Spur führt in die portugiesische Liga.

Nau.ch: Dann wechseln wir zum Leader: Thun gewinnt auch auswärts gegen Servette!
Mischi Wettstein: Es ist und bleibt faszinierend: Mehr als die halbe Liga spielt unentschieden. Und abgesehen von Basel sind die Thuner die einzigen, die ihre Pflicht erfüllen. Das ist grossartig!
Aber ich halte mich an Thun-Coach Lustrinelli: Es bleiben noch 45 Punkte zu holen... Wenn aber die Verfolger in jeder Runde patzen, dann kommt Thun zur Krone!
Christoph Böhlen: Mischi, ich denke nicht, dass die Thuner das noch verspielen. Sie haben einen Lauf, viel Selbstvertrauen – und gerade Spiele in Genf sind nie einfach. Für mich ist die Messe gelesen, der Aufsteiger wird den Kübel holen.
Mischi Wettstein: Das ist wohl schon dein Olympia-Fieber, Böhli. Du wohnst ja in Thun und wirst von der Euphorie getragen.
Nau.ch: Schliessen wir den Sonntag mit dem 1:1 des FCSG in Lausanne ab.
Christoph Böhlen: Es ist eine eindrückliche Statistik: Die Espen sind seit sechs Auswärtsspielen ungeschlagen – Club-Rekord! Und dass, obwohl die St.Galler traditionell eigentlich heimstark sind.

Mischi Wettstein: Es scheint, als würde sich der FCSG auf die altbekannte Rechnung verlassen: Auswärts einen Punkt holen – zuhause gewinnen. Das wird sicher auch am Mittwoch gegen deine Berner der Plan sein.
Mischi Wettstein: YB ist und bleibt ein Patient, der einfach nicht gesund ist. Was ich nicht verstehe: Wieso steht Christian Fassnacht nicht in der Startelf? Er trifft im Letzigrund am liebsten, dort ist er ein Torgarant. Auch beim vermeintlichen 2:1 liefert er den Assist.
Und wenn ich dann sehe, was Virginius zusammenstiefelt, verstehe ich es noch viel weniger. «Fasi» gehört in die Startelf – im Letzigrund sowieso. Diskussionslos!

Christoph Böhlen: Dass Gerardo Seoane im Vergleich zum ersten Sieg des Jahres gegen den FCZ seine Startelf nicht umstellt, verstehe ich eben schon. YB braucht aktuell Sicherheit und Automatismen – darum würde ich auch so wenig wie möglich wechseln.
Viel mehr darf man nach dem Spiel festhalten: Es läuft halt schon vieles gegen YB! Wüthrich sieht den zehnten (!) Platzverweis der laufenden Saison. Und das annullierte 2:1 ist der zehnte VAR-Eingriff in Serie, der zu Ungunsten von YB ausfällt.
Klar: Regeltechnisch ist das alles korrekt. Aber das Foul von Raveloson findet im Anspielkreis statt. GC hätte noch genügend Zeit und Platz gehabt, um das Tor zu verteidigen. Ich weiss nicht, ob solche VAR-Eingriffe wirklich im Sinne des Sports sind.
Aber es gilt: Mund abwischen, schon am Mittwoch geht es gegen den FCSG weiter.

Mischi Wettstein: Mein Gott, was jammerst Du da über das Foul vor dem vermeintlichen 2:1? Da müssen wir nicht mal darüber diskutieren, Der Fall war so klar.
Zum Mittwoch: FCSG gegen YB ist meistens ein geiles Spiel. Und die Berner haben im Herbst bewiesen, dass sie in der Ostschweiz gewinnen können. Für mich ist die Partie ein «1X2».
Nau.ch: Und was sagt ihr zu GC? Der Punkt gegen YB folgt auf den Cup-Coup gegen Sion.
Mischi Wettstein: Besonders erwähnenswert: Das 1:1 gelingt ohne den angeschlagenen Zvonarek. Auch «Sushi-Pechvogel», Bayern-Leihgabe und Ausnahmetalent Jonathan Asp Jensen fehlt. Der Punkt ist aller Ehren wert. Aber um den Abstiegskampf noch mal richtig aufzuwühlen, braucht GC jetzt einen Dreier in Luzern.
Nau.ch: Danke für das Stichwort. Der FCL holt sich in Sion beim 0:0 einen Punkt.
Christoph Böhlen: Beide Teams hatten den Cup-Tiefschlag noch in den Knochen, das Remis ist irgendwie verständlich. Aber im Wallis zu punkten, ist keine Selbstverständlichkeit. Mit dem 0:0 kann der FCL sicher besser leben.

Mischi Wettstein: Bleiben wir bei den Fakten: Der FCL wartet in diesem Jahr noch auf einen Sieg. Drei Remis, eine Niederlage und das Aus im Cup. Das ist keine Bilanz, mit der ich als Club zufrieden wäre. Aus meiner Sicht folgt jetzt die Woche der Wahrheit.
Ich habe da eine klare Meinung: Verliert der FCL in dieser Woche gegen GC und den FCZ, muss Mario Frick seinen Posten räumen.
Doch in Luzern ticken die Uhren anders, Sportchef Meyer sagt am Wochenende: «Wir möchten die Saison mit Frick beenden.» Und mein Blick in die Glaskugel sagt: Der FCL verliert diese Woche nicht zweimal.
Christoph Böhlen: Ich würde wohl so oder so mal an einen Trainerwechsel denken. Mario Frick hat grosse Verdienste, aber irgendwann nutzt es sich einfach ab. Wenn es dann nicht läuft, wird es schwierig, den Turnaround nochmal zu schaffen.
Nau.ch: Dann beenden wir unseren Rückblick mit dem respektablen 1:1 von Winterthur gegen Lugano.
Mischi Wettstein: Ich weiss nicht genau, ob ich enttäuscht bin wegen Lugano – oder ob es mich für den FCW freut. Mit den Remis kommen die Winterthurer nicht richtig aus dem Keller. Und wenn du Meister werden willst, musst du als Lugano beim Schlusslicht gewinnen.
Übrigens: Gestern war FCW-Trainer Päti Rahmen im Joggeli und hat mit dem FCZ den nächsten Gegner beobachtet. Ich bin gespannt, ob er das richtige Rezept während des Spiels entdeckt hat.

Nau.ch: Was ist euch sonst noch aufgefallen?
Mischi Wettstein: Du weisst, was jetzt kommt, Böhli: Deine Aarauer erhalten von Vaduz eine Steilvorlage, um den Leaderthron zu übernehmen. Aber die «Rüebliländer» schaffen es, gegen Wil in der Nachspielzeit noch den Ausgleich zu kassieren.
Christoph Böhlen: …und dass erst noch in Überzahl. Aber Mischi, es ist erst Februar: Der FCA muss erst in ein paar Wochen auf Platz 1 stehen. Dann muss die Formkurve stimmen.
Apropos Formkurve: Urs Fischer hat bei Mainz richtig eingeschlagen: Acht Liga-Spiele, vier Siege, drei Remis und nur eine Niederlage – Das ist beeindruckend.
Mischi Wettstein: Ich bleibe gleich in Deutschland: Cedric Itten trifft schon wieder für Düsseldorf, auch wenn es diesmal nur zu einem 1:1 reicht. Übrigens: Ausgewechselt wird er für Ex-Lugano-Stürmer Zan Celar.
Und: Freude herrscht in Spanien! Rici Rodriguez spielt für Real Betis schon wieder durch und gewinnt gegen Atletico mit 2:1.

| Super League - Super League: Regular Season (09.02.2026) | Sp | S | N | U | Tore | Pkt | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() | 23 | 17 | 5 | 1 | 51:27 | 52 | |
| 2. | ![]() | 23 | 12 | 6 | 5 | 39:28 | 41 | |
| 3. | ![]() | 22 | 12 | 7 | 3 | 43:29 | 39 | |
| 4. | ![]() | 23 | 11 | 6 | 6 | 36:27 | 39 | |
| 5. | ![]() | 23 | 8 | 5 | 10 | 34:28 | 34 | |
| 6. | ![]() | 23 | 9 | 8 | 6 | 44:46 | 33 | |
| 7. | ![]() | 23 | 7 | 8 | 8 | 34:32 | 29 | |
| 8. | ![]() | 23 | 6 | 10 | 7 | 39:46 | 25 | |
| 9. | ![]() | 23 | 7 | 12 | 4 | 33:45 | 25 | |
| 10. | ![]() | 23 | 5 | 9 | 9 | 40:43 | 24 | |
| 11. | ![]() | 23 | 4 | 11 | 8 | 30:41 | 20 | |
| 12. | ![]() | 22 | 3 | 14 | 5 | 27:58 | 14 | |
| Super League - Super League: Regular Season (09.02.2026) | Sp | Pkt | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() | 23 | 52 | |
| 2. | ![]() | 23 | 41 | |
| 3. | ![]() | 22 | 39 | |
| 4. | ![]() | 23 | 39 | |
| 5. | ![]() | 23 | 34 | |
| 6. | ![]() | 23 | 33 | |
| 7. | ![]() | 23 | 29 | |
| 8. | ![]() | 23 | 25 | |
| 9. | ![]() | 23 | 25 | |
| 10. | ![]() | 23 | 24 | |
| 11. | ![]() | 23 | 20 | |
| 12. | ![]() | 22 | 14 | |
























