Der FC Zürich und seine Fans feiern auf dem Helvetiaplatz den Titel. Mittendrin auch Fussballchef-Reporter Mischi Wettstein. Hier kommt der Fussball-Talk.
Sonntag, 21.30 Uhr: Die Fans des FC Zürich feiern ihre Helden auf dem Helvetiaplatz. - Nau.ch
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der FCZ schlägt den FCB auswärts mit 2:0 – und kürt sich vorzeitig zum Meister.
  • YB schlägt Sion im Wallis nach einem Penalty in der 97. Minute mit 2:1.
  • Nau-Chefredaktor Zbinden und Fussball-Chefreporter Wettstein im Gespräch.

Nau.ch: Mischi, Du warst gestern noch auf dem Helvetiaplatz. Hand aufs Herz: Wie lange hast Du mit dem FCZ mitgefeiert?

Mischi Wettstein: Hallo? Ich bin doch schon ein alter Mann. Ernsthaft: Das Fest gehört den FCZ-Spielern und dem Staff. Der Helvetiaplatz war gestern Abend bumsvoll, es war eine super Feier. Und ganz wichtig: Es war friedlich in Basel und Zürich. Das ist doch das Schönste!

Ist der FCZ der verdiente Meister?

Micha Zbinden: Hast Du gewusst, dass in Bern und in Basel auch in diesem Sommer noch die Meistertrams durch die Städte fahren? Es wäre doch schön, wenn auch die Stadt Zürich dem FCZ ein solches Tram widmen würde!

YB Tram
Das Meistertram von YB. Es fährt trotz FCZ-Titel weiter durch Bern. - Keystone

Wettstein: Das ist eine super Idee. Nur werden die GC-Fans wohl wenig Freude daran haben...

Zbinden: Der SCB-Zug der BLS fährt ja auch nach Biel – und sogar zum Erzrivalen Fribourg-Gottéron. Da gewöhnt man sich daran.

SCB Zug
Der SCB-Zug, hier steht er im Bieler Bahnhof. - Twitter/fehr_e

Nau.ch: Sofort zurück zum Fussball. Kann der FCZ sein Meisterteam zusammenhalten?

Wettstein: Ousmane Doumbia und Blerim Dzemaili sind das Herzstück. Der Vertrag von Doumbia läuft aber aus. Er soll beim FC Lugano richtig viel mehr verdienen können. Sein Abgang ins Tessin wäre ein harter Schlag. Erfolg macht aber bekanntlich sexy, der FCZ hat Argumente.

Nau.ch: Kann der FCZ seinen Torjäger Assan Ceesay halten?

Wettstein: Ceesay ist der Froschkönig, der von Trainer André Breitenreiter wachgeküsst wurde. Vorher hat er ja keinen Blumentopf getroffen. Er ist in Zürich also ganz gut aufgehoben. Ich habe übrigens gestern Abend noch mit Heliane und Ancillo Canepa gesprochen. Sie sind überzeugt, dass Breitenreiter bleiben wird.

Mischi Wettstein
Mischi Wettstein ist Fussball-Chefreporter bei Nau.ch. - Nau.ch

Nau.ch: Was war gestern mit dem FCB los? In der zweiten Halbzeit kam ja gar nichts mehr...

Zbinden: Der FCB hat das Spiel richtig stark angefangen, war richtig heiss. Nur dank Goalie Yanick Brecher blieb der FCZ im Spiel. Es ist dann natürlich hart, wenn mit Michi Lang und Valentin Stocker gleich zwei wichtige Spieler früh ausfallen.

Wettstein: Unter Trainer Guillermo Abascal gab es jetzt zwei Pleiten gegen den FCZ und der Abstand hat sich auch nochmals vergrössert. Abascal hat sicher Qualitäten, der FCB ist aber noch eine Nummer zu gross für ihn. Er ist zur falschen Zeit am falschen Ort. Der Erfolgsausweis fehlt. Es gibt schlicht zu wenig Argumente für einen Verbleib über das Saisonende hinaus. Unter Patrick Rahmen hat der FCB in der Vorrunde gegen den FCZ besser abgeschnitten.

Nau.ch: Zu YB. Die Berner gewinnen wieder. Ist Matteo Vanetta jetzt etwa doch der richtige Trainer?

Wettstein: Für Euch Berner möglicherweise schon... Die Konkurrenz wird nichts dagegen haben und ganz sicher kein Veto einlegen.

Zbinden: YB hatte gestern mit dem Elfer in der 97. Minute erstmals Glück in dieser Saison. Sonst kassieren sie die Tore ja in der Nachspielzeit. Das Spiel bleibt leider ein Krampf, die Leichtigkeit ist bei YB noch längst nicht zurück. Es braucht einen Neuanfang.

Micha Zbinden
Micha Zbinden, Chefredaktor Nau.ch - Nau.ch

Nau.ch: Im Abstiegskampf könnte es jetzt nochmals heiss werden. Der FCL ist nur noch vier Punkte hinter Sion. Eure Meinung?

Wettstein: Am Sonntag muss zwingend ein Heimsieg gegen Servette her, danach kommt es knüppeldick. Luzern muss noch nach Sion, dann kommt YB nach Luzern – und am letzten Spieltag muss der FCL beim neuen Meister FCZ ran.

Zbinden: Das Direktduell gegen Sion wird wohl entscheidend sein. Sion spielt dann noch in Lausanne und gegen Servette, was bei dieser Rivalität auch nicht einfach ist.

Wettstein: Halt, das sehe ich ganz anders. Sion spielt am Schluss gegen Lausanne und Servette – die «French Connection» hält zusammen. Ein Schelm, wer Böses denkt. Luzern kommt in die Barrage!

Super LeagueSpSNUTorePkt
1.FC Zürich LogoFC Zürich36236778:4676
2.FC Basel LogoFC Basel361541770:4162
3.BSC Young Boys LogoBSC Young Boys361681280:5060
4.FC Lugano LogoFC Lugano361614650:5454
5.FC St. Gallen LogoFC St. Gallen361414868:6350
6.Servette LogoServette361216850:6644
7.FC Sion LogoFC Sion361117846:6741
8.GC LogoGC369141354:5840
9.FC Luzern LogoFC Luzern369141352:6440
10.FC Lausanne-Sport LogoFC Lausanne-Sport364221037:7622

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