FC Thun: Das sagen Gerber und Albrecht zu Lustrinellis Union-Gerücht
Mauro Lustrinelli führt den FC Thun als Aufsteiger zum Meistertitel. Jetzt kommen die Gerüchte: Den Trainer locke es in die Bundesliga. Was sagen die Chefs?

Das Wichtigste in Kürze
- Deutschen Medien zufolge ist Union Berlin an Thun-Trainer Lustrinelli dran.
- Der Meister-Coach äussert sich am Sonntag nicht – dafür der Präsident und der Sportchef.
- Ein allfälliger Weggang wäre «schmerzhaft», gibt Andres Gerber zu.
Mauro Lustrinelli führt den FC Thun nach dem Aufstieg in die Super League direkt zum Schweizer Meistertitel. Der Tessiner weckt damit wenig überraschend das Interesse aus dem Ausland.
Nach den Meisterpartys kommen nun die erwarteten Gerüchte auf. So soll sich Bundesligist Union Berlin um den 50-jährigen Ex-Stürmer bemühen.
Lustrinelli gibt am Sonntag keine Auskunft zu den neusten Meldungen um seine Person. Der Thuner Trainer verfolgt das letzte Saisonspiel seiner Mannschaft in St.Gallen (1:1) wegen einer andauernden Sperre von der Tribüne aus.
Den Fragen stellen sich hingegen seine Chefs: Präsident Andres Gerber und Sportchef Dominik Albrecht.
Präsident Gerber kann nicht von Verbleib ausgehen
«Ich habe es auch gehört», sagt Thun-Präsident Andres Gerber vor dem St.Gallen-Spiel über das Union-Gerücht zu blue. «Nach dieser fantastischen Saison war es logisch, dass da viele Gerüchte kommen.» Konkret wolle man sich aber nicht dazu äussern.
Mit Lustrinelli habe er zuletzt immer wieder über dessen Zukunft gesprochen, verrät Gerber – «weil wir ja auch Freunde sind». Der Tessiner sei für den FC Thun «mehr als ein guter Trainer. Es ist klar, dass es schmerzhaft wäre – wie bei anderen auch, die uns verlassen haben.»

Er könne aber nicht davon ausgehen, dass sein Trainer bleibe, sagt Gerber auf eine entsprechende Frage. «Man konnte schon vor einem Monat nicht davon ausgehen, dass er auch in der nächsten Saison bei uns Trainer ist», relativiert der Thun-Präsident.
Und fügt lachend an: «Womit ich nicht gesagt habe, dass ich davon ausgehe, dass er weggeht.»
Sportchef Albrecht: «Wir sind sehr entspannt»
Allzu viel verraten will am Sonntag auch Sportchef Albrecht nicht. «Fakt ist: Wenn man eine so erfolgreiche Saison spielt wie wir, weckt das Begehrlichkeiten bei Trainer und Spielern», sagt er zu SRF.
Das gehöre dazu und sei Teil des Geschäfts, «was noch lange nicht heisst, dass die entsprechenden Personen uns verlassen. Wir haben ein sehr gutes Fundament im Club. Wir haben Ruhe und Kontinuität und das schätzen die entsprechenden Personen sehr.»

Stand heute rechnet Dominik Albrecht aber damit, «dass es im Vergleich zu letzter Saison wahrscheinlich zu mehr Veränderungen kommen wird». Noch sei die Transferperiode aber nicht eröffnet.
Albrecht: «Wir sind sehr entspannt und schauen voller Zuversicht auf die Sommerpause und die neue Saison.»
Ob man diese mit Clublegende und Meister-Trainer Mauro Lustrinelli in Angriff nimmt, wird sich zeigen ...













