Fankurve des FC Sion ist auch ein Drogen-Netzwerk
Zwei Männer aus dem Wallis sind wegen Drogenhandels im Umfeld der Ultras des FC Sion verurteilt worden.

Das Wichtigste in Kürze
- Zwei Walliser wurden am Bezirksgericht Sitten wegen Drogenhandels verurteilt.
- Ein 24-jähriger verkaufte Kokain im Nordsektor des Tourbillon-Stadions.
- Bei einer Hausdurchsuchung wurden über 100 pyrotechnische Gegenstände gefunden.
Zwei Gerichtsverfahren in Sitten werfen ein Schlaglicht auf kriminelle Aktivitäten im Umfeld der Ultras des FC Sion. Innerhalb weniger Tage wurden zwei Männer aus dem Wallis wegen Drogenhandels verurteilt.
Ein 35-jähriger Mann erhielt eine Freiheitsstrafe von einem Jahr, davon sechs Monate unbedingt. Er hatte in der Umgebung des Stadions Tourbillon Heroin konsumiert und weiterverkauft. Der Mann war bereits früher wegen ähnlicher Delikte verurteilt worden.
Fan des FC Sion kauft Kokain über Telegram
Der zweite Fall betrifft einen 24-jährigen FC-Sion-Fan, der über mehrere Jahre Kontakt zum Umfeld der Ultras hatte. Das Bezirksgericht Sitten verurteilte ihn gemäss der Zeitung «24 heures» zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung.
Zwischen 2023 und 2024 kaufte er Kokain in Sitten und verkaufte es seinen Bekannten im Nordsektor des Stadions weiter.
Der junge Mann beschaffte das Kokain über Kontakte auf dem verschlüsselten Nachrichtendienst Telegram für rund 80 Franken pro Gramm. Anschliessend verkaufte er es für etwa 100 Franken weiter.
Insgesamt kaufte er rund 400 Gramm Kokain und verkaufte mehr als die Hälfte davon. Sein Gewinn belief sich laut Gericht auf rund 5000 Franken.
Ermittler finden Pyrotechnik bei Hausdurchsuchung
Bei einer Hausdurchsuchung fanden Ermittler zudem über hundert pyrotechnische Gegenstände, darunter Fackeln, Rauchbomben und Knallkörper. Einige davon waren zuvor bei Spielen des FC Sion eingesetzt worden.
Das Gericht gewährte dem 24-Jährigen eine bedingte Strafe. Dies, weil er den Handel bereits vor seiner Festnahme im Sommer 2025 eingestellt hatte und keine Vorstrafen hatte. Der Verurteilte zeigte sich vor Gericht reuig und erklärte, er bereue seine Taten.














